29.7.2021 – earth overshoot day

Herzlichen Glückwunsch, liebe Menschheit: Ab heute leben wir für den Rest des Jahres auf Pump von den Generationen nach uns. Naja, oder von unserem und unserer Kinder morgigen Selbst.
Denn die Ressourcen, die die Erde für dieses Jahr erneuern kann, sind aufgebraucht.
Ja genau: das ist, als ob man ab Mitte des Monats vom Dispo lebt – das ist einfach kein Konstrukt, das auf Dauer hält.

Wild geträumt: Mit dem gesamten Abschlussjahrgang ’91 und Tina und Helgi auf Tour gewesen – wobei sich niemand einig schien, was für eine Tour es war. Aber sie waren wirklich alle in einem Nightliner und irgendwann hatte man sich geeinigt: Das vorrangigste Ziel war, eine Eisdiele zu finden.
Leicht verwirrt aber ziemlich angenehm ausgeschlafen aufgewacht.

Ach Mist. Feedreader aufgemacht und gleich mal traurig geworden. Farewell Dusty.

Von ZZ Top kannte ich zuerst die etwas seltsamen Charthits („Gimme all your lovin’“ oder „Sleeping Bag“) aus den Achtzigern und mit denen konnte ich damals wenig anfangen.
Aber dann als nächstes eben „Fool for your stockings“, gespielt von einer lokalen Bluesband, die ich die beiden Sommer ihrer Berühmtheit lang feste feierte.

Zuerst mal zur Physio. Ich geh da ja an sich gern hin, weil ich meist schmerzfreier, gerader, frei atmender, insgesamt: besser da rauskomme. Heute hat sie mich schlichtweg ausgeschaltet – ich fühlte mich, als hätte ich fünf Stunden Holz gehackt und wollte nur noch ins Bett. Ein büschen doof, so um zehn Uhr morgens.

Radio angemacht, damit es nicht so ruhig ist in der Wohnung. Die Moderatorin möchte darüber sprechen, „ob es wirklich nötig ist, alle Urlaubsheimkehrer zu testen“.
Gut, man könnte natürlich auch ein positives Framing aufbauen und darüber sprechen, wie großartig es ist, dass man Dank einer klugen Teststrategie sogar in den Urlaub in andere Länder fahren kann – aber nun denn.
Ich fürchte ja, der Kampf ums Framing ist verloren und es geht wieder nur darum, dass sich bis auf die – natürlich sehr beklagenswerten Opfer – alle so kuschelig wohl wie möglich fühlen.

Zwei Mails beantwortet; in der einen sinngemäß gesagt: „Googeln Sie das besser nicht selbst und machen dann mit diesem Halbwissen einfach selbst“. Und in der anderen: „Ich hab das mal für Sie gegoogelt.
Vielleicht sollte ich mal nachdenken.

Kleinkram abgearbeitet, nochmal rausgefahren und vergeblich Motive gesucht, Rasen gemäht, mit der Liebsten telefoniert, Fleabag geguckt (große Empfehlung).

Liebe Macher der DSGVO, Sie sagen doch, Sie haben sich diese Cookie-Regelung ausgedacht, weil Sie die mündige Entscheidung dem mündigen Verbraucher überlassen wollen. Der mündige Bürger hat das jetzt andres geregelt. (Nein, dies ist keine Empfehlung!)

Zeugs:

Andrea schreibt in ihrem letzten Newsletter* über Nachhaltigkeit und berichtet über die Idee, dass die Umwelt – Bäume, Flüsse, Wälder, … vom Rechtsobjekt zum Rechtssubjekt aufsteigen könnten:

Mit der Idee von Prantl würde die Natur aus der Einordnung befreit, dem Menschen und ihren Kapitalinteressen ausschließlich ein dienendes Objekt zu sein. Der Natur, der Erde, den Tieren und Pflanzen würde eine Stimme gegeben. Es bräuchte dann natürlich immer noch Menschen, die das Eigenrecht der Natur einklagen und durchsetzen. Prantl fordert also auch auf juristischer Ebene eine Promotion für unsere Lebensgrundlage, die Erde. Dahinter liegt die Erkenntnis, dass der Mensch der Erde gehört und nicht die Erde dem Menschen.

Andrea Schmitt:
Innovation am Mittwoch vom 28.7.2020

*) Transparenzdings: Ich arbeite für Andrea, bin aber nicht beauftragt, für sie Werbung zu machen. Ich find halt nur gut, was sie tut.

Btw: Haben Sie mal über die Ich-Zentriertheit im Wörtchens „Umwelt“ nachgedacht? Der Mensch im Mittelpunkt und darum herum halt noch was. Ziemlich mutiger Standpunkt, wenn man bedenkt, in welch kleinem Temperaturfensterchen und was für einem fein abgemischten Gasgemisch – also so galaktisch gesehen – wir nur überleben können. Umweltschutz halte ich da für ein vollkommen falsches Wort – DA wäre Self-Care mal angebracht.


Franka Potente hat einen Film produziert und die Besprechung heute im Lieblingsradiosender klang gut und die Besprechung im Gossip-Magazin gerade ist mir egal, aber der Trailer zu „Home“ sieht gut aus.


False Balance ist ja ein recht frisch entdecktes Phänomen – hier gibts eine gute Annäherung an das Thema: «False Balance» in den Medien: Was wissenschaftlich stimmt, ist keine Frage der Mehrheitsmeinung

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