Erstmal aufgeräumt. Nachdem ich feststellen musste, dass ich nach meinem Erstkontakt mit Qobuz meine wohlgefüllte Plex-Mediathek vollkommen vernachlässigte, tauchte langsam aber unübersehbar die Erkenntnis auf, dass Plex nicht wohl gefüllt, sondern voll überfüllt war. Quasi ein self made netflix-Effekt: Zu viel Auswahl und am Ende guckt man dann doch zum zehnten Mal Friends.
Warum? Zu oft eine neue Künstlerin entdeckt und im ersten Nettfinden gleich mal alle sieben Alben hinzugefügt. Zu oft eine alte Lieblingsplatte aus den Achtzigern wieder gefunden und im Überschwang der Gefühle das Gesamtwerk 1982-2018 importiert. Und überraschenderweise alles nie angehört. Selbst bei alten, bei wirklich alten Lieben gab es Alben, deren Zähler auf Null stand – auch wenn die erste Genesis-Alben ja natürlich Kultstatus haben. Nachdem ich dann im Rechtsklickmenu im Plex das erste Mal den Punkt „Löschen“ wahrnahm, startete eine Aufräumaktion, die sich vermutlich über die nächsten Wochen ziehen wird. Immerhin bin ich in einer von acht Kategorien schon beim M. Aber danach werden wir uns alle besser fühlen.
Work: Zäh. Aber ich habe ein komisches Problem niedergerungen und liebe jeden Moment mehr, dass ich zwei Websites in einem CMS habe.
Life: Gleich drei Pakete brachten drei verschiedene Lieferdienst heute und gleich dreimal freute ich mich arg. Über den Plattenladen, der mich in einer Insta-Werbung mit Restbeständen der letzten RecordStoreDays erfolgreich geködert hatte, über einen wunderschönen Druck der Karte von Aarhus – und außerdem habe ich jetzt auch endlich eines von diesen modernen Portemonnaies. Ich bin zum einen jetzt lang genug Bargeld-los unterwegs und zum anderen habe ich die Sache mit dem RFID-Schutz lang genug verdrängt.



Balance: Spätnachmittags sind wir dann noch mit einem Zwischenstop in der Eisdiele zu Ikea gefahren, einen Rahmen für die Karte kaufen, sind gegenüber im Burgerfachgeschäft eingekehrt und zu Hause haben wir dann mit allen Nachbarn zusammen einmal die komplette So gehört.
Ich weiß, das ist jetzt ziemliches Rumnerden, aber ich halte diesen Remaster auf Vinyl für die best-klingendste Version des Albums, die ich je gehört habe.
Außerdem kam eine E-Mail-Antwort auf eine Nachfrage hin ob alles ok sei – und die hatte ich schon letzte Woche irgendwann nach sechswöchiger Radio Silence mitten in der Konversation abgeschickt. Alles also irgendwie viel zu lange und ich hatte echt Sorge gehabt, dass ich ins Ghosten reingerutscht wäre. Puh.
Zeugs
Sie sind Creator, Lehrerin, Filmemacherin, remixen, sind Musikerin oder sonstwie kreativ und wollen mal gute Musik unter Ihrem non-comercial Projekt haben? Schauen Sie doch erstmal durch die 500 Stücke, die Moby unter www.mobygratis.com frei zur Verfügung stellt. Komerzielle Nutzung geht auch, braucht dann aber eine extra Lizenz. Die einzigen beiden Einschränkungen bei der Nutzung der Musik:
Music from mobygratis cannot be used in advertisements or campaigns supporting right-wing politics or causes.
Do not use mobygratis music in content promoting meat, dairy, or other animal products
Sounds legit to me.
Schön, dass Sie da sind.
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