29.4.2022 – vom BDSM lernen heißt siegen lernen

Gestern früh ins Bett gefallen, sehr ausgeschlafen aufgewacht. Super. Um neun sollte ich bei der besten Physiofrau auf der Liege liegen – daher glatt mal den Luxus genommen, vorher noch nicht am Schreibtisch zu sitzen.
Dann war ich etwas zu früh in der Stadt, wollte die Zeit lieber draußen verbringen als im Wartezimmer und drehte noch eine Runde in die Fußgängerzone rein. Da lief auch gerade der Grafiker aus der Stadt und wir treffen uns zwar dauernd im Zoom, aber in echt seit Jahren nicht mehr. Das ist schon auch seltsam.

Die beste Physiofrau tat mir wie immer sehr weh und weil ich zwischendurch echt rumfluchen und ein paar Dinge veratmen musste, haben wir jetzt ein Stop-Word. Jaja, auch von BDSMlern kann man für den Alltag lernen. Und ich darf jetzt fluchen und sie beschimpfen, aber nur „Stop“ heißt Stop. Super Sache.

Vormittags dann noch ein paar der geschobenen Pixel im Detail korrigiert; bin aber inzwischen echt zufrieden. Anfang nächster Woche noch Version 2 und dann geht das an die Kundin raus.

Zwischendurch rief ein alter Bekannter an und hatte da mal eine Frage zu SEO; er arbeitet da jetzt für jemand, der in den Suchmaschinen nicht zu finden sei.
Während wir sprachen warf ich mal eins meiner Standard-Test-Tools an, die schon einen guten ersten Eindruck liefern und siehe da: der Grund war ganz einfach.

(in other words: Zweimal „ich will in Suchmaschinen nicht auftauchen. Nein, wirklich nicht.“)

Was auch immer der Webdesigner sich dabei gedacht hat.
Wir schüttelten beide angemessen den Kopf.

Mittags ein Gruppentelefonat mit einer Kundin und ihrer Fotografin. Ich habe das Projekt übernommen und meine Vorgänger haben die Fotos in ihrem Layout in einer Art und Weise benutzt, die der Fotografin nicht gefällt. Klingt jetzt fast zickig, ist es aber nicht – sondern vollkommen verständlich.
Auf jeden Fall mussten wir mussten einen Kompromiss finden und meine These, dass inzwischen 75% meiner Arbeit hinter den Kulissen und nicht in einem im Browser sichtbaren Ergebnis statt findet, fand wieder Futter.
Wir konnten uns prima einigen und zwischen den Zeilen klang allgemeine Zufriedenheit durch and this makes me happy.

Viel über UI-Gestaltung nachgedacht und zu der mutigen These gekommen:
Wer auf einer Website viele Buttons mit den Worten „mehr erfahren »»“ setzen muss, hat vorher etwas falsch gemacht.
Mal sehen, ob die stand hält, die These; aber im Moment gefällt sie mir aber ganz gut.

Im Gespräch mit der Liebsten meinte sie, ich solle mal meine Arbeitsorganisation als „Tipps aus der Praxis“-Seminar anbieten. Einfach nur erzählen, was es so für Tools gibt und wofür und wie man sie benutzen kann – so als Anregung. In ihrer Bubble zum Beispiel wisse nämlich exakt niemand auch nur über die Existenz von Tools, die einem die Selbstorganisation leichter machen. Oder den Umgang mit vielen E-Mails inkl Spam. Oder Terminabstimmungen mit anderen Menschen. Oder den Umgang mit Dateien überhaupt. Oder oder oder.
Ich denke nach.

All das, was die Physiofrau da im Knochenbau an Spannungen in Bewegung gesetzt hatte, wollte dann oben links in Form eines fiesen Kopfschmerzes gerne rauskommen; der Nachmittag fand also mit einem Wärmekissen im Nacken und diversen Schmerzmitteln im Magen statt, denn …

… abends fuhren wir Freunde besuchen. Fernstrecke mit dem E-Mobil. Aufregend.
Also: Natürlich eigentlich gar nicht aufregend, denn natürlich ist die Reichweite des 100% geladenen Wagens vollkommen ausreichend und exakt in der Mitte steht für den Notfall eine Schnellladesäule, die uns in zehn Minuten den Rest der Strecke sichern würde – aber Gewohnheiten sind Gewohnheiten und die sind eine mächtige Sache.
Der Strom reichte nicht, wir sind auch nicht voll losgefahren, aber: Statt also nachts um eins irgendwo auf der Autobahn zu tanken, kurz die Sanifair-Qualität zu begutachten und noch eine Schokolade zu kaufen, haben wir also nachts um eins an der Autobahntanke das Auto an den Strom gehängt, dann die Sanifair-Qualität gecheckt, eine Schokolade gekauft und dann noch die Schokolade gegessen.
Und sind dann weiter gefahren.

Viel wichtiger: Mein Gott, war das ein schöner Abend mit diesen wunderbaren Menschen. So an einem Tisch mit Essen und Trinken und Lachen und Spaß und Ernst und vor allem so viel Liebe.

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2 Kommentare

  1. Oh ja bitte – so ein Seminar wäre super! Bitte weiter darüber nachdenken und dann machen!

  2. ich sag immer bei der zahnreinigung „nicht irrtieren lassen, es ist für mich einfacher, wenn ich ein bißchen rumjaule – sie machen bitte ruhig weiter; wenn es wirklich unangenehm wird, nehm ich die hand hoch“.

    hilft (mir) enorm.

Kommentare sind geschlossen.

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