29.4.2021 – Montagsfrage und so

Über die ewige Gleichförmigkeit und wie nervtötend sie ist, haben andere schon genug geschrieben. Ich sag nur: Ustoo.
Biontech kündigt einen Impfstoff für Kinder an und es kommt tatsächlich jemand auf die Idee, als erstes anzumerken, dass man da aber erstmal die Notwendigkeit untersuchen muss. Und ich verabschiede mich endgültig von dem Gedanken, dass es so etwas wie eine humanistische Basis gibt, auf der wir uns alle treffen.

Menschen um mich herum verlieren die Kraft.
Menschen um mich herum verlieren Menschen.
Ich merke, wie viel mir die Sonnenstrahlen der letzten Tag gegeben haben.
Es bleibt anstrengend.

Darüber hinaus schlingere ich weiter zwischen Notwendigkeit und was-macht-das-Ohr herum. Nun denn. Wird schon.

Bei Burger King gibts einen vegetarischen Mozarella-Whopper. Es sind die kleinen Dinge.

Deswegen nehm ich mir erst mal wieder Joëls Monatsfrage vor:

Was ist frustrierend am Bloggen?

Och. „Frustrierend“ ist so ein großes Wort. Und ein Blog ist doch auch so etwas wie das eigene Wohnzimmer, die eigene Spielwiese und wenn da etwas frustriert, dann kann man es doch ändern, oder? Also bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich über jede einzelne von Ihnen, ich freue mich wenn ich sehe, dass die Statistiken langsam aber stetig nach oben gehen, seit ich dieses neue Blog gestartet habe. Ich freue mich über jeden Kommentar und über jedes Klingeln in der Kaffeekasse oder jedes Päckchen von der Wishlist erst Recht, aber ganz, ganz, ganz am Ende des Tages schreibe ich hier für mich.
In längst vergangenen Zeiten ist mein altes Blog mal ziemlich explodiert, also so besuchermäßig. Da hatte ich über die damals recht populäre Casting-Show „Popstars“ geschrieben und auf einmal fett fünfstellige Leserzahlen am Tag. Vollkommen folgerichtig habe ich als nächstes begonnen, Kinderlieder und aktuelles Liedgut in leicht dadaistischer Manier in die damals ebenso populäre Kanack-Sprach (s.a. „Erkan & Stephan“) zu übersetzen, damit sich das schnell wieder normalisierte. Blogexperten, die heute die aus SEO-Sicht perfekten Keyworddichte-zu-Textlänge-Formulierungen für jedes Artikelchen berechnen, um so das letzte herauszuquetschen, hätten mich vermutlich für verrückt erklärt, aber es fühlte sich richtig an. (Keine Sorge, ich tu’s nicht wieder)

Was ich sagen will: Ich versuche dafür zu sorgen, dass mich hier nichts frustriert.

Außerdem habe ich die besten Leserinnen und Kommentatorinnen (das sind Sie!), ich muss nicht mal groß moderieren. Nix zu mäkeln, nix zu frusten also.

Es gibt allerdings eine Sache, die manchmal ebenso etwas enttäuschend wie trotzdem schon fast absurd vorhersehbar ist: Wenn ich einen Artikel geschrieben habe, der richtig Zeit gekostet hat. So mit Recherche, Hintergrundlinks, Zitaten – und alles zu einem Thema, das mir richtig am Herzen liegt. Dann kann ich fast sicher sein, dass das überhaupt nicht so einschlägt, wie ich finde dass es das tun sollte.
Kritzele ich am nächsten Tag abends hier nur noch müde eben runter, was der Tag so brachte, dann geht die Kurve wieder steil hoch.
Aber da mir – abgesehen von der Freude, dass es überhaupt Menschen gibt die hier mitlesen – absolute Besucherzahlen eigentlich gar nicht mehr wichtig sind und mir das in den letzten zwanzig Jahren ja auch schon öfter passiert ist, grinse ich mir dann auch nur noch einen. Für „Frust“ reicht das auch überhaupt nicht aus.

Nicht vergessen möchte ich allerdings, dass ich natürlich auch schon frustrierendes erlebt habe. Nicht hier im Wohnzimmer, also hier oder im alten Blog. Dazu ist mir dieser Spielweisen-Charakter zu wichtig.
Aber ich hab ja auch durchaus schon Projekte gestartet, die einfach nicht voran kamen. Deren Idee ich immer noch für toll halte (ein Jahr Mendener Magazin zum Beispiel), aber die dann einfach nicht ankamen. Oder die irgendwie logisch sein mussten (zB mein Firmen-Blog). Und das war dann schon frustrierend, wenn die dann aber einfach nicht genug interessierten.
Ein paar derer, die es nicht geschafft haben, stehen hier fast ganz unten im Abschnitt „Leider offline sind …“


Gehen Sie ruhig mal rüber zu Kiki, die hat nämlich aufgeschrieben, was sie so bei YouTube guckt und das lohnt sehr.

Ich verstehe jeden Menschen meines Alters und darüber, der sich am Kopf kratzt bei dieser Startseite und sich fragt: Was ist der Reiz an YouTube?
Man kann (auch im ausgeloggten Zustand) YouTube als das benutzen, was es ist (und was kaum jemand auf dem Zettel hat): Die weltgrößte Suchmaschine nach Google. […] Es gibt so ziemlich alles auf YouTube, wenn man danach sucht. […] Wer also sagt „YouTube hat nur Mist“ hat entweder gar nicht gesucht – oder hat halt Mist gesucht.

Kiki Thaerigen: Meine YouTube Kanalempfehlungen

Kaley Cuocos (Hauptrolle und Produzentin) – Sie kennen Sie als „Penny“ aus der Big Bang Theoryneue Serie The Flight Attendant ist auf Prime angekommen. In Amerika ist sie knapp am Golden Globe vorbeigeschrappt, Rotten Tomatoes einigt sich auf 7.56/10 und ich bin sehr gespannt

Sie finden gutes altes Tagebuchbloggen gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

8 Kommentare

  1. Ach, ich lese hier eigentlich alles. Kurze Artikel, lange Artikel, folge auch mal einigen Links, einfach querbeet und immer interessiert. Wenn mal einige Tage fehlen, beginne ich mir Sorgen zu machen. Alles gut, so muss bloggen gehen. Ich glaube, die ersten deutschen Bloggerinnen waren Carola Heine und Claudia Klinger, dort habe ich seit Mitte der 90er gelesen. (Claudia lese ich längst nicht mehr, das hat aber persönliche Gründe. Ich bin normalerweise sehr treu.) Danke dafür, dass ich hier weiterhin lesen darf.

  2. Danke für die Verlinkung (und Dein unermüdliches Schreiben <3).

    Und ja, es ist sehr frustrierend, wenn man sich wirklich mal etwas mehr Mühe gibt und mehr Zeit investiert in einen Beitrag (so wie bei meinen YouTube Empfehlungen) und dann null Reaktion kommt oder kaum jemand liest. Zu langer Text? Aber das würde nicht zum (zumindest kolportierten) Selbstbild meiner Leserschaft passen. Also zu schlechter Text? Mag sein, das kann ich natürlich selbst schlecht beurteilen. Man weiß es nicht, und das lässt seufzen.

    1. Genau, man weiß es nicht. Und vielleicht hat man den perfekten Text geschrieben, aber Telekom und Vodafone hatten gleichzeitig Schluckauf und außerdem war Vollmond und die MPK hat getagt. Man steckt nicht drin 🙂

  3. Ich lese hier seit Jahren gerne und auch regelmäßig mit, bin aber nicht so kommentarschreibaffin. Manchmal denke ich, ach dazu kann ich was kurzes sagen und finde den Gedanken/Satz dann doch nicht wichtig genug um ihn ins Internet zu schreiben. Vielleicht sollte ich es öfter trotzdem machen. 🙂
    Liebe Grüße

  4. Ich lese alle Posts. Und finde die meisten wirklich interessant. Manchmal kommentiere ich, manchmal denke ich, du kannst nicht schon wieder die Klappe aufreißen, lass mal lieber, manchmal möchte ich nur lesen und dann nachdenklich weitergehen. Aber es gibt auch Posts, die mich richtig anfassen und ich würde gerne kommentieren, aber meine Gedanken lassen sich nicht in einen guten Kommentar fassen und dann lasse ich es lieber. Wenn wenig kommentiert wird, muss das nicht immer Desinteresse sein. Auch auf Leserseite ist es manchmal kompliziert.

    1. Auch wenn ich eher an die reinen wie-oft-gelesen-Zahlen gedacht habe, ist das eine sehr schöner Kommentar (den ich wahrscheinlich als Leser in anderen Blogs sofort klar gehabt hätte, hihi)
      Danke!

Kommentare sind geschlossen.

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