29.1.2019 – that’s not love

(irgendwas mit … ach, lesen Sie doch weiter)

So gegen fünf mit Schmerzen in der Brust aufgewacht. Einen kleinen Moment ging der „Schmerzen in der Brust“-Alarm los bis ich wach genug war um zu begreifen, dass das der „Rippe blockiert“-Schmerz war. Also runter ins Wohnzimmer, da liegt die Faszienrolle. Kann ich übrigens nur empfehlen, so ein Ding.
Trotz deutlicher Linderung nicht wieder richtig eingeschlafen.
Ach ja, bevor das hier jemand falsch versteht: Ich möchte ausdrücklich nicht empfehlen, jeden Schmerz in der linken Brust mit einer Faszienrolle zu behandeln und darüber hinaus zu ignorieren.

So viel zu tun, aber … An allen Ecken und Ende warten Menschen auf mich und ich komme kaum nach. Heute zum Beispiel rief der Mac-Mann an und ich musste erst den neuen Rechner abholen. Macht netto drei Stunden weniger für all die anderen Dinge.

Ja, ich kaufe bei einem Händler und nicht mehr einfach per Bestellung online. Der Mac-Mann redet zwar sehr gerne, aber er redet auch immer wieder sehr kluges Zeug und ich hab Dank dieser Beratung jetzt ca 1400,- weniger augegeben, als ich nach einem ersten Blick auf apple.vom dachte. Dafür fahre ich gern mal nach Dortmund.

Die Einrichtung des neuen wird allerdings noch ein bisschen warten. Wisst Ihr noch früher, als ein neuer Rechner so aufregend war? Und auch so viel zu tun, weil man ja erst einmal alles installieren und einrichten musste? Bei mir ist das ja alles einer gepflegten Langeweile gewichen. Soll halt funktionieren.

Wissen Sie, was für Musik ich im Moment furchtbar gern höre? Schönen, modernen Blues. Keb’ Mo’ zum Beispiel. Kann ich echt richtig gut mit.

Kommen wir zu den Leseempfehlungen.

Bei Übermedien schreibt Samira El Ouassil über Die unbändige Wut Erwachsener auf Jugendliche, die sich engagieren (€) und alles was da steht, finde ich ebenso wahr wie traurig. Es erinnert mich auch arg an meine Schule – treue Leserinnen erinnern sich: eine katholische Schule mit hohem Anspruch an die guten Werte – die uns damals strikt verbot, gegen den Golfkrieg zu demonstrieren. Mit den gleichen Argumenten wie den Schülerinnen heute übrigens.
Einen Absatz des Artikels möchte ich allerdings noch einmal überdenken:

Junge Menschen sind naturgemäß Idealisten und für Veränderung, ältere Menschen traditionell für Beständigkeit und die Wahrung des Status Quo. Deswegen stellen sie den jungen Leute ihren Realismus entgegen und drosseln deren Engagement und Sehnsucht nach Wandel gerne mit dem Verdikt der Bewahrung.

Vielleicht könnte man das ja anders formulieren: Junge Menschen haben naturgemäß noch nicht so viel Angst vor Veränderung und lassen sich von den vielen „das macht man so“ nicht so leicht ausbremsen. Ich bin ja der festen Überzeugung, dass man gegen viel mehr Umstände einfach mal was machen kann als wir alle denken.

Logisch, dass gerade Erwachsene, die mehr Erfahrung und vielleicht mehr Überblick haben als Jugendliche viel schneller sehen: „Wenn ich jetzt A ändere, dann hängt da B und C dran“. Zieht man die Änderung von B in Betracht, dann erscheinen D und E im Blickfeld und so weiter.

Aber: Warum denn nicht? In der StartUp-Szene bewundern* wir unbekümmertes Loslegen, wir erfreuen* uns an Disruption und wenn an Uber die Taxifahrer oder an amazon die Buchhändler aussterben – dann ist’s halt freie Marktwirtschaft.

*) Jaja, ist klar. Nicht wir alle.

Wenn aber die Jugendlichen, die noch 40-50 Jahre länger auf dieser Welt leben als wir – und deswegen jedes verdammte Recht dazu haben – gerne Kohlekraftwerke abstellen möchten, jaha! dann muss man unbedingt an die armen Konzerne denken, die dann ja kein Geld mehr verdienen.
I don’t get it.

Fazit: Geht auf die Straße! Wenn alte Konservative Euch beschimpfen, seid Ihr auf dem richtigen Weg.

4 Kommentare

    1. @Vanessa: ICH weiß das 🙂

      Aber im Ernst: Vielleicht ist genau das einer der großen Gründe für solch vehementen Widerstand: Die Angst, dass das alles ins Rutschen kommt.
      Und ich will das gar nicht ins Lächerliche ziehen, das ist schon eine Angst, die man ernst nehmen sollte. Nur vielleicht nicht so sehr, dass sie alles blockiert. #my2cents

  1. @Christian: ICH weiß, dass DU das weißt. 🙂

    Mein Eindruck ist: Es hat viel mit Anerkennung und Wertschätzung zu tun. Nicht einfach sagen: Das Alte war schlecht, was Ihr all die Jahre gemacht habt, ist nichts mehr wert. Sondern sagen: Ihr habt das Alte gut gemacht, und ich brauche Euch, um aus dem Alten nun etwas Neues entstehen zu lassen. Außerdem sagen: Ich verstehe, dass Euch das Unbehagen macht. Und fragen: Was ist es genau, was Euch Unbehagen bereitet?

    Meine Erfahrung damit: Die Mehrheit der Leute weiß, dass etwas Neues kommen muss. Sie wissen auch, dass ihr Unbehagen daran nichts ändert. Sie wissen oft sogar, dass Ihr Unbehagen eigentlich unbegründet ist, dass Ihr Bauch aber anders fühlt als ihr Kopf. Sie möchten vor allem ernst und wahrgenommen genommen werden.

    1. @Vanessa
      … uuund schon haben wir verstanden, warum Twitter so ein effektives, angenehmes und schönes Werkzeug ist, um gegensätzliche Standpunkte – nicht nur aber auch im Bereich „Veränderungen“ – zu besprechen. Nicht.

      Außerdem wissen wir jetzt mal wieder, warum alle Menschen deinen Newsletter abonnieren sollten und Dich sowieso um Rat fragen.

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