27.10.2018

Relativ lang geschlafen. Pfefferkörner geguckt. Gefrühstückt. Lang und ohne Hetze geduscht. Zum Baumarkt gefahren und alles nötige zum Tapezieren und Streichen der ehemals schimmeligen Stelle gekauft.

Furchtbar erschrocken, dass an einem Samstag um elf noch andere Menschen im Baumarkt waren. Ich weiß das ist nicht klug, aber das können wir gut: Vergessen, dass es Zeiten und Orte gibt, zu denen auch andere Menschen – und am besten viele davon – eintreffen. Wenn wir uns aus unserem Kobel geschält haben, wenn wir bis dahin in Schlumpfhose und ungewaschen die Außenwelt komplett negiert haben dann überrascht es uns, dass auch andere Menschen samstags um elf im Baumarkt, freitags um fünf im Supermarkt, um egal wie viel Uhr beim Konzert sind.
Tja: Bären von gerimgem Verstand.

Die Wand gespachtelt und tapeziert. Morgen wird gestrichen, dann können die Nähzimmersachen aus meinem Zimmer raus in das andere Zimmer und dann ist das Licht am Ende des Tunnels schon fast zum Greifen nah. Vielleicht noch eine Lampe hier, ein Brett auf den Schrank da; vielleicht müsste ich dann auch mal in die Schublade gucken, in der die 350 Cassetten liegen ob ich die wirklich alle noch brauche (und in sowas bin ich nicht gut), aber: Zielgerade.

Gestern aus Gründen die temporär gekaufte Ikea-Matratze in die Ebay-Kleinanzeigen geworfen. Vorher gegangen war eine kleinteilige Kalkulation, in der der Zeitaufwand fürs wieder-wegbringen, die Kosten für einen Transporter, viel Fluchen über die Entfernung* zum nächsten Miet-Transporter und sehr, sehr viel Unlust mit eingeflossen waren.
Also Kleinanzeigen. Und die weise Kiki sprach:

… und ich lachte und dachte: Wird schon nicht so schlimm werden. Ich hatte ja deutlich formuliert …

So gegen halb eins nachts pingte mir dann eine Mail in den Halbschlaf und ich fürchte, Kiki hatte doch Recht.

*) Der nächste Transporter, den wir benutzen könnten, um die ca. halbe Stunde zu Ikea zu fahren steht …: Bei Ikea.**
**) Jetzt fang ich auch schon mit diesen Fußnoten an. Ts ts ts.

Abends : Incredibles II. Ein wirklich schöner Kinoabend. Punkt. Um allerdings einen schriftstellerisch netten aber sonst unschönen Bogen zum Anfang des Textes zu bekommen: Ich habe dann erst auf dem Parkplatz begriffen, dass evtl Samstags abends noch andere Menschen im Kino sein könnten. Und konnte das gar nicht so gut haben.
Ein Hoch auf die Kino-App. Feste Plätze, keine Schlange an der Kasse – eine gute Sache für uns Bären..

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