26.10.2020 – working days ’r back

Mit einem Geräusch, als wenn tausend Leute ganz leise „Fuschschsch“ sagen, zog der Oktober vorbei. Also, mein Zeitempfinden in diesem Jahr ist irgendwie vollkommen den Bach runter.

Morgens verließ die Liebste das Haus. Die Herbstferien sind vorbei und sie muss wieder in die Schule zurück und aus Gründen macht mir das Angst.
Ich saß derweil am Schreibtisch und wühlte mich durch Mails; morgen noch zwei, dann ist alles beantwortet.

Mittags war endlich mal wieder Seelemassage und es war nötig, es war erhellend, es war viel, aber es war lehrreich und am Ende wird bestimmt alles gut. Heute bleibt erstmal: anstrengend. So anstrengend.

Nebenbei-Erkenntnis: Von all dem Mist, der mir gerade auf der Seele liegt, ist die Angst um die Liebste die größte. Klar: Alles andere kann ich selbst irgendwie beeinflussen, aber an der Stelle bin ich im Endeffekt von Herrn Laschet und Frau Gebauer abhängig und dass die Kombi mich to death scared, das ist klar, oder?

Nebeneffekt: „Endlich“ mal ein Eintrag in meinem Kontakttagebuch.
Ich benutze übrigens diese App, sie ist simpel und kann exakt das, was sie tun soll: Begegnungen erfassen (Dauer, draußen/drinnen, Abstand?, Maske?) alles was über zwei Wochen her ist löschen. Und im Zweifelsfall alles per CSV exportieren, damit die Gesundheitsämter das in ihre IT importiere… haha, Moment, ich fang nochmal an: Damit man das dann ausdrucken und dem Gesundheitsamt faxen kann.

Abends kam dann noch ein Handwerker und schaute sich drei kleine Baustellen am Haus an. Also die, wo Wasser falsche Wege – von draußen nach drinnen oder an der falschen Stelle aus der Regenrinne raus – nimmt. Jetzt zum Herbst bemerkten wir deren Neueinstieg in der TopTen der Ärgernisse und hätten die gerne auch direkt repariert.
Wenn er so repariert wie er erklärt wird das super.


Apropos „Handwerker“: Irgendwann hatte ich Ihnen bestimmt erzählt, dass wir uns den falschen Couchtisch gekauft hatten und daraufhin den alten Couchtisch noch einmal kritisch aber viel wohlwollender betrachtet hatten? Dann bekam er frische Farbe und dann brauchte er nur noch eine neue Platte oben und das wurde ganz lustig, denn da kamen Handwerker ins Spiel und ich möchte gerne auch mal so eine Ruhe weg haben wie manche Handwerker.

Zuerst meldete sich niemand als er sich melden wollte und dann war kurz die Platte verschwunden, aber darum soll es nicht gehen. Ich hatte dann einen Auftrag gegeben.

Dann Funkstille. Tumbleweeds rolling.

Dann, nach Wochen eine E-Mail:

Ah, da unten: ein angehängtes PDF mit einer Rechnung. Na gut, nicht jede Warenwirtschaft ist vernünftig konfiguriert und schafft ganze Sätze aber …
Ich erinnerte mich aber deutlich an das übliche Verfahren, bei dem man Geld gegen Ware tauscht und fragte zurück:

Die Antwort war eigentlich logisch:

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich finde diese Coolness eigentlich bewundernswert. Es ist eher, dass ich in einem Job unterwegs bin, in dem ich schon mehrseitige Hobby-psychologische Abhandlungen über den Tonfall meiner Mails bekam. Und ich möchte auch einfach „ja“ schreiben können.

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2 Kommentare

  1. Vielleicht könnten Sie auf die „Ja“ E-Mail, mit einer „OK“ E-Mail antworten. Buchstabenmäßig wären Sie dann auf einer Ebene. Allerdings hätten Sie zwei große Buchstaben, was Ihnen möglicherweise einen leichten Vorteil verschafft.

    1. eigentlich eine gute Idee. ich hab heute aber mal was revolutionär anders probiert und bin hingefahren – mit der EC-Karte in der Hand 🙂

Kommentare sind geschlossen.

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