24.2.2019 – der Tag danach, der Tag davor

(irgendwas mit schon wieder so spannend geträumt)

Heute Morgen habe ich noch den Job, also den einen, Sie wissen schon, es gibt da mehrere, es gibt da auch aktuell zu viele, aber es gibt eben auch einen der ganz besonders nervt weil die Menschen am anderen Ende und ich nicht eine Sprache sprechen; den Job also, den hab ich zu einem Zustand gebracht, in dem ich ihn den Menschen zeigen kann. Ich fürchte, sie werden nicht zufrieden sein, die Menschen, aber daran, wo ich fürchte, dass sie nicht zufrieden sein werden, daran kann ich nichts ändern. Es reicht im Jahr 2019 nicht für ein Laptop und ein hochkant gehaltenes Tablet zu gestalten und alle 12987 Bildschirmgrößen darunter, darüber und dazwischen zu ignorieren.
Wir werden sehen.

Vielleicht sagen Sie jetzt: Mönsch Christian, Du hast doch gestern geschrieben, Dir gehts gar nicht so gut mit dem Stress, da musst Du an einem Sonntag doch mal ausspannen, aber das ist eben das Dilemma: Ich konnte mich entscheiden, ob ich heute arbeite oder morgen doppelt arbeite. That’s why.

Aber danach, da sind wir ins Offline gefahren. Im Nachbarstädtchen war ein sogenannter „holländischer Stoffmarkt“ und das ist jetzt nicht, was Sie sofort denken, sondern Stoff zum nähen und nicht zum inhalieren.
Jedenfalls, ich muss mit Ihnen über Stoffmärkte reden.
Vorwegschicken muss ich vielleicht, dass ich, was Mode betrifft, sehr eingeschränkt klassisch unterwegs bin. Meine Kleidung darf blau sein oder grau, auch schwarz oder weiß sind durchaus erlaubt, ich bin da ja nicht so. Und Muster (außer geringelten Bretange-Shirts) werden komplett überwertet.
Außerdem weiß ich als langjähriger Cosmopolitan-Leser und Shopping-Queen-Gucker: Es ist immer nur ein Teil, was die Geschichte erzählt. (ja gut, auch von Mustermix und Colorblocking habe ich schon gehört aber ich halte das für zu vernachlässigende Randerscheinungen).
Tja, und da geht man auf einen Stoffmarkt und erwachsene Frauen schlagen sich um bunte Stoffe, auf die kleine Häschen gedruckt sind. Und: sehen dabei total niedlich aus, weil sie nämlich dabei eine grüne Jacke mit kleinen Schäfchen, eine rote Hose mit kleinen Vögelchen an- und eine gelbe lustig blau-pink-bebommelte Mütze auf-haben.

Ok, das war erzählerisch ein wenig überspitzt und jede soll tragen, was sie will. Aber im Ernst: Mein Geschmack und ein Stoffmarkt – da prallen immer Welten aufeinander; das ist schon sehr unterhaltsam.

Ich hab die Fotos*, die ich da gemacht habe einfach alle schwarz-weiß gemacht, da gings dann.

*) und die ich Ihnen größtenteils nicht zeigen kann wegen Recht am Bild und DSGVDings und so.

Morgen Mittag gehts zur Seelenmassage und ich freue mich sehr darauf.

Aber noch kurz was anderes: Haben Sie auch Ihr altes Schulenglisch so prima wieder auffrischen können, seit Sie Netflix im Original gucken? Und wollten Sie nicht auch schon ewig mal dänischspanischfranzösischhebräisch lernen?
Für Chrome gibt es jetzt eine Erweiterung, die Netflix-Serien nach Sprache auflisten kann. Weil Englisch können wir ja jetzt alle schon.

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!