24.11.2020

Gestern Abend, nach einem anstrengenden Tag der hier nicht hingehörte „Duell“ geguckt. Nachem wir die Avengers jetzt durch hatten, lautet der nächste Covid-noone-can-go-the-movies-Plan nämlich: Alles von Spielberg. Wobei ich gestehe: da gibt vermutlich ein paar bei denen ich cheaten möchte.
Gestern aber erstmal ungecheatet Nummer eins: Duell. Und wow, was kann man diesen Film auch fünfzig Jahre später noch gut sehen.

Lieblingssatz aus dem morgenlichen Krautreporter*-Newsletter: „[…] ist bereits ein Verbot von Silvesterfeuerwerk angedacht, aus anderen Quellen heißt es aber, dass dies von einigen unionsgeführten Ländern abgelehnt werde.
Ich kopf-tischte hart.
Wie sollen wir bitte so heile wie möglich durch diese Pandemie kommen, wenn Politik hauptsächlich daraus besteht, den anderen erstmal aus Prinzip zu blocken?
Spoiler: Diese Haltung der Republikaner in Amerika hat das Land so gespalten.

Morningview outside my window:

Zwischen sieben Uhr dreißig und dreizehn Uhr kommt heute der Mann von der Heizungsfirma“, so war es angekündigt. „Er ruft eine halbe Stunde vorher an“, so hieß es auch. Ergo saß ich ab sieben Uhr frisch Katzengewaschen und angezogen bereit und tatsächlich: um sieben Uhr sechsundvierzig klngelte schon das Telefon. Und exakt um acht Uhr sechsundvierzig fuhr er wieder und hell, yes! – wir haben wieder eine Heizung. Und warmes Wasser. Und keine Kosten, weil es eine Reklamation ist.

So beflügelt hab ich gleich mal dem Dachdecker hinterher telefoniert, der sich in der letzten Novemberwoche melden wollte und dem es dann total peinlich war, dass er den Schreiner nicht angerufen hatte und sich sofort kümmern wollte … und: läuft, glaub ich.

Es mag auch sein, dass ich zwischendurch mal eine Stunde in der Badewanne verschwunden bin, um nach anderthalb Wochen mal wieder so einmal durch und durch warm zu sein.

Am Schreibtisch leider einen leichten Verlust an Stolz mitnehmen müssen. Ein Script, was in eine Baukasten-Website eingebaut werden sollte, wollte partout nicht funktionieren. Also so sehr, dass ich mit Blick auf die Kosten abbrechen musste. Zum Glück war es eines, dessen Zweck inzwischen von weiteren Entwicklungen anderer vollkommen ad absurdum geführt worden war – aber wie sagte der geschätzte Kollege, der mich für seinen Kunden da angeheuert hatte, so schön: „Es wurmt schon ein bisschen, hm?

Die IT-Abteilung des Kunden der Kundin hat sich dann doch gemeldet und muss zugeben, dass der Fehler dann doch wohl bei Ihnen in der von Ihnen verwendeten Software liegt. It’s a bit tiring.

Zwischendurch klingelte das DHL-Männchen und brachte das neue Minimischpult. Diese kleine, unbedeutend klingende Tatsache meint für mich aber, dass ich wieder Musik ohne Brumm am Schreibtisch habe und das ist nahezu unschätzbar viel wert.

Dann eine Mail vom geschätzten Kollegen, der tief in den Dokus des Baukastenanbieters gefunden hatte, dass das gar nicht hatte gehen können, was wir da geplant hatten. Es hatte ihn wohl auch gewurmt.

Aber was anderes: Sagen Sie mal: Angenommen, Sie haben irgendwann vor ca zehn Jahren eine eigentlich mal richtig gute Freundin unter nicht mehr nachvollziehbaren Umständen aus den Augen verloren, haben ihr zwischendurch schon mal eine Mail geschrieben, ob man sich denn nicht mal wieder sprechen wolle und nichts gehört – na gut, die Mailadresse trug fünfzehn jahre nach der Hochzeit irgendwie auch noch den unverheirateten Namen – und jetzt ist sie bei facebook aufgetaucht. Freundschaftsanfrage senden oder nicht? Und dann?


Lustige Idee: Gelten die Maßnahmen zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen eigentlich für Lehrerinnen? Wenn ja – wäre es dann zB überhaupt ok, Tablets für ein Kollegium anzuschaffen?

Die Bildschirmgeräte sind so aufzustellen und zu betreiben, dass die Oberflächen frei von störenden Reflexionen und Blendungen sind.
Auf Wunsch der Beschäftigten hat der Arbeitgeber eine Fußstütze und einen Manuskripthalter zur Verfügung zu stellen, wenn eine ergonomisch günstige Arbeitshaltung auf andere Art und Weise nicht erreicht werden kann

arbeitsrechte.de: Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV): Was regelt sie?

Nein, sie gelten vermutlich nicht, weil Lehrerinnen nachmittags zwar quasi nur am Rechner (jaja, und am Laminiergerät) arbeiten, vormittags aber eben nicht. Aber man könnte ja vor der Anschaffung von Endgeräten mal darüber nachdenken ob die Bildschirme von Tablets nicht etwas klein und etwas glossy für vernünftiges Arbeiten sind, oder?

Werbeblogck

*) Die Krautreporter haben zwar ihr selbstgestecktes Ziel erreicht, aber trotzdem will ich noch kurz erwähnen, warum ich sie so mag und Mitglied dort bin. „Mitglied“ ist übrigens prinzipiell das, was an anderer Stelle zahlende Leser:innen sind, nur mit Mitspracherecht; aber das nur nebenbei.
Unter anderem mag ich die KR so, weil ich morgens einen Newsletter bekomme. da sind die drei wichtigen Themen drin und ich hab einen guten Überblick über das tagesgeschehen. Denn anders als im Radio oder der Tagesschau finde ich da zu jedem Thema hauptsächlich gut kommentierte Links, die das jeweilige Thema einmal rundherum beleuchten und das finde ich eine ganz besodnere Qualität in Zeiten, wo jedes Angebot immer nur streng darauf bedacht ist, Besucherinnen bei sich zu halten.
Ebenfalls super finde ich die sog. „Zusammenhänge“. Dort findet man jeweils zu einem Themengebiet alles, was bei den KR bis dahin geschrieben wurde. Und danach kennt man sich aus 🙂
Wenn Sie also denken sollten, dass Sie das auch interessant finden, dann gern hier entlang. Erst noch mehr über die KR erfahren? Oder lesen, was mit dem Geld passiert?

Diese Werbung ist zwar irgendwie so getrackt, dass ich davon irgendetwas habe – aber ich hab sofort vergessen, was (es war kein Geld). Mir reicht, guten Journalismus zu unterstützen.

Werbung Ende

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Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

2 Kommentare

  1. Oh ja, die Krautreporter … irgendwann demnächst haste mich weichgekocht, geschätzter Namensvetter 🙂
    Wobei es für Sogarnichtreiche halt echt schwierig ist mit dem Medienbudget: Man hat die GEZ-Kosten, obwohl kein Fernseher im Haus ist und auch übers Internet nahezu nix ÖRiges genutzt wird (naja doch: MaiLab und DLF Kultur). Dann das Lokalzeitungs-Digitalabo, das eigentlich auch nur ein Ärgernis ist, weil man da trotzdem mit aggressiver Werbung bespammt wird und die Redaktion inzwischen hauptsächlich c&p bei der DPA macht (wie auch anders, bei dem Kostendruck). Dann ein bisschen Goodwill bei der Wikipedia, beim Guardian wäre auch mal wieder ne Mark fällig und irgendwann tuts halt auch weh und man hat trotzdem ein schlechtes Gewissen, weil man immer noch nicht alle so unterstützt, wie man gern würde.
    Wär echt hilfreich, wenn man objektive Vergleichbarkeit hätte: Welches von den Lieblingsangeboten braucht meinen Obolus denn nun wirklich am dringendsten?

    1. Ja klar, ich kenn das Problem.
      Ich kann zumindest etwas helfen: Den Newsletter am Morgen gibt umsonst und zwar hier und überhaupt sind die KR jetzt ein paar Tage Bezahlschrankenlos. Da kannst Du Dich ja mal umgucken 🙂

Kommentare sind geschlossen.

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