22.5.2020 – remember, remember

Unruhig geschlafen und dabei ständig die Aufgaben dieses Tages geträumt. Mist.

Zum Tagesbeginn am Schreibtisch endlich mal etwas umgesetzt, wovon ich schon lange geredet habe: Nämlich die ersten Artikel aus dem alten Blog zu holen. Natürlich gab es da unfassbar, unfassbar viel belanglosen Kram – logisch, wenn man bedenkt, dass wir damals Blogs ja auch für das benutzt haben, was später dann Facebook oder Twitter abdeckten. Aber es gab eben auch ein paar Artikel, die Sie oder ich nicht ganz so belanglos fanden. Ein paar Kurzgeschichten und ein paar eigentlich ganz gelungene Rants zum Beispiel – und deswegen gibts jetzt hier die Anfänge eines Archivs. Immer wenn ich mich an was erinnere, werde ich’s ergänzen – aber man muss ja irgendwie anfangen.

Außerdem das Chaos zwischen den drei Providern, den zwei Personen und der einen Domain gelöst. Kaum hatte ich mit einem Menschen gesprochen, war es ganz einfach und sowohl die Domain als auch die Website als auch die E-Mails waren da, wo sie die nächste Zeit liegen sollen.

The story with the family geht in die nächste Runde; zum Glück bin ich recht klar mit dem was ich will und nicht will und es wirft mich nicht zu sehr raus.
Trotzdem fuhren wir mal raus an den Teich, Enten gucken. Die paddeln nämlich jetzt in kleinen aufgeregten flauschigen Gruppen über den Teich und das entspannt meinen Kopf sofort. Ja, ich bin auch „ich geh Enten gucken“-alt.
Jede Form von Abstand halten ist übrigens inzwischen – haha – ins Wasser gefallen. Wir blieben stehen, wenn uns wer entgegen kam und drückten uns in Lücken im Gebüsch, das Gegenüber guckte groß und lief in der Wegmitte weiter. Jedes. Mal.

Im Laden danach übrigens auch.

Im Arbeitszimmer der Liebsten die letzten Wände rot gemacht – das dauerte überhaupt nur so lange, weil wir zum einen das Zimmer nicht leer geräumt hatten und zum anderen drei Farben in einem Zimmer benutzen mussten – alle Tesakrepps abgezogen, die Folie in den Müll gestopft, alle Rollen und Pinsel ausgewaschen ud die Regale wieder an die richtige Stelle gestellt.
Der Schreibtisch ist jetzt noch die alte Schreibtischplatte auf zwei Böcken und wenn der Baumarkt die richtige Platte geliefert hat, dann mache ich für Sie auch mal ein Foto.

Und als letzten Punkt in unserem Projektplan hatten wir notiert: „Glücks-Sushi“

Gelesen: The neoliberal era is ending. What comes next?
Just how hard it is to change the world was brought home to me yet again by the book Difficult Women, which I read recently during lockdown. […] By “difficult”, Lewis means three things:
It’s difficult to change the world. You have to make sacrifices.
Many revolutionaries are difficult. Progress tends to start with people who are obstinate and obnoxious and deliberately rock the boat.
Doing good doesn’t mean you’re perfect. The heroes of history were rarely as squeaky clean as they’re later made out to be.

Gelesen: Jan Philipp Reemtsma über Corona-Demos: „Impfangst als Weltverschwörung“
Was kann man dann dagegen machen?
Nichts. Nicht hingehen. Man bestätigt die Leute nur in ihrer narzisstischen Übersteuerung, wenn man ihnen Aufmerksamkeit gibt. […] Wenn man die Gelegenheit hat, kann man den Leuten vielleicht zeigen, dass man sie verachtet, das mögen sie nicht.

Und dank Kiki gesehen:

Das Video war dann auch der letzte Kick, endlich mal das oben erwähnte Archiv mit den alten Artikeln aus dem jawl zu beginnen; denn heute morgen konnte ich den Artikel über meine erste Begenung mit dem Song nicht verlinken und das fand ich ärgerlich.

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