22.2.2019 – hoch die Hän… Au!

(irgendwas mit geschlafen wie tot)

Seien wir ehrlich: Aus irgendeinem Grunde habe ich gestern nach dem eher frustrierten Blogartikel nochmal die Treppen hoch ins Büro genommen, habe aber statt Editor und FTP-Client Logic angemacht und habe mich nochmal um den aktuell auf der Werkbank liegenden Remix gekümmert. Und das war dann gar nicht so schlecht.
Unbelievable.

Vor ein paar Tagen hab ich mich seit längerer Zeit das erste Mal wieder im Backend von Copytrack angemeldet und wurde von mehreren hundert Fundstellen und einer theoretisch möglichen Summe im mittleren fünfstelligen Bereich überrascht. Einmal atmen, genauer higucken und schon relativierte sich das: Da ich einmal im Ruhrgebiet (Tourismus-Gebiet!) ein Foto in der Zeche Zollverein gemacht habe (Weltkulturerbe!) und dieses Fotos sich exakt von einer einzigen Stelle aus machen lässt, gibt es da draußen hunderte dieser Fotos, die sich alle nur ganz gering unterscheiden. Und wie viele Domains tripadvisor alleine hat … Alle diese Bilder hatte Copytrack für mich gefunden, die hab ich alle aussortiert.

Übrig blieb eine Seite die Windows-Wallpaper anbietet, irgendetwas japanisches und ein Verlag, der einen kompletten Artikel von mir „veröffentlicht“ hat. Ironischerweise einen, in dem es um Content-Diebstahl im Web geht.

ProTipp für das selbstständig arbeitendes Volk. Nehmen wir an, Sie arbeiten auch selbstständig, dann sind Sie vermutlich auch auf ein Netzwerk und auf Empfehlungen angewiesen. Ich empfehle: Wenn Ihnen jemand befreundetes (A) jemanden neues (B) empfiehlt und Sie sich mit (A) wirklich gut verstehen, dann kann man zwar (B) durchaus mit einem Vertrauensvorschuss versehen, aber ich warne Sie: Kumpeln Sie nicht rum. Verhalten Sie sich nicht so, als wenn (B) und Sie schon seit Jahren kennten; vor allem nicht, indem Sie sich über (A) die Privatnummer besorgen und auch mal abends anrufen, um zu fragen, was das gemeinsame Projekt macht.
Ebenso peinlich: Rufen Sie nicht (A) an, um sich über (B) zu beschweren, das ist Kindergarten.

Und sonst so? Endlich ist sie da, die Grippe (grippaler Infekt, jaja), die mich bisher komplett verschont hat. Hurra. Passt mir zeitlich gerade total gut. Jeder Knochen tut weh, nix mit Hoch die Hände – Wochenende. Nun denn.

Ach – wann hat es sich eigentlich eingebürgert, dass man anruft, um mitzuteilen, dass man eine E-Mail geschickt hat? Dass man eine Mail schreibt, weil man gerade aufs Band gesprochen hat? Eine Threema schickt, um zu wiederholen, was man morgens per Mail sagte? Ist das neu? Ist das hip?
Ich würde ja sagen, das macht es noch schwerer, die wirklich wichtigen Mails in der Inbos zu finden, aber nun denn, wenn das jetzt Mode ist …
Vielleicht schreib ich meine Faxnummer wieder auf die Website, das eröffnet doch volkommen neue Möglichkeiten.

Ach hier, ich schrieb es schon auf Twitter: Ich hab mich lange nicht mehr so in ein Lied schockverliebt, dass es alleine stundenlang auf repeat lief, aber Miley hat mich echt berührt. (Falls Sie Miley eher skeptisch gegenüber stehen, blenden Sie einfach aus, dass sie im Video „schon wieder ihren Po in die Kamera halten muss“ und hören Sie halt zu)

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!

9 Kommentare

  1. Anrufen, um zu sagen, dass man gerade eine E-Mail geschickt hat, ist wirklich überhaupt gar nicht neu. Ich habe Jahre damit zugebracht, das Kunden abgewöhnen zu wollen. (Das ist sinnlos, aber uns bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann ausstirbt.)

  2. Das Lied hat mich auch erwischt, und ich war fast erschrocken, als ich hörte, von wem das ist… *g*

    Aber noch mehr erschreckt mich jedes Mal ihre obere Zahnreihe. Dass man damit so cool singen kann… Respekt! 😁

  3. Echt. Meiner Beobachtung nach vor allem geläufig bei Einzelunternehmer*innen oder solchen, die alleine ein kleines Unternehmen führen, die ca. eine halbe Generation älter sind als wir. Internet ja, aber skeptisch. Fragen auch gerne, ob man „gerade online ist“.

    1. Da sind wir uns vollkommen einig – also dass sie ihren Po hinhalten darf.
      Darüber hinaus: Bisher war ich ihr gegenüber noch nicht in irgendeiner Richtung gestimmt, habe nur interessiert wahr genommen, was sie so alles tat und hatte sie lustigerweise dabei noch nie singen hören.

  4. Doch passiert durchaus öfters, dass mich jemand anruft, um mir die erfolgreiche Zustellung einer E-Mail an mich zu vermelden. Je nach Person beglückwünsche ich häufiger (mal mehr oder auch weniger) überschwänglich und lege nach einem „bis später dann“ wieder auf. Das geht natürlich nicht mit jedem sorgt aber dafür, dass es weniger werden. Ich möchte ab aber auch nicht wissen, wie oft nach meinem Auflegen mir üble Schimpfwörter in den toten Hörer nachgeworfen werden…. 😉

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