22.10.2018– Inbox ten

Gegen vier aufgewacht und vor Gedankenkreisel nicht mehr einschlafen können. Ja, auch das gehört manchmal zur Einzelkämpfer-Selbstständigkeit, dass die Sorgen einen wecken. Diesmal die über einen Job, den ich aus verschiedensten Gründen nicht fertig bekomme.

Gegen halb sechs am Schreibtisch gesessen. Das gehört ja zum Glück auch zur Einzelkämpfer-Selbstständigkeit, dass ich beschließen kann: Ich werf jetzt alles um, ich finde jetzt andere Lösungen.
In diesem Fall hing ich weil ich nicht alleine für das Projekt verantwortlich bin. Zwei andere Dienstleister machten das alles … etwas zäh. Während ich zum Beispiel gewohnt bin, eine bestimmte Einstellung beim Webhoster mit wenigen Mausklicks vornehmen zu können liegt dieses Projekt bei einem anderen Hoster und der braucht dafür
… eine Mail an die Support-Adresse,
… eine Bestätigung, dass ein Ticket eröffnet ist
… meist eine Nachfrage
… und dann irgendwann die Lösung.
Für mich ist das sehr zäh und dummerweise neige ich dazu, dann auch zäher als gewohnt zu arbeiten und das ist doof und macht mich dann irgendwann morgens um vier wach.

Heute morgen um halb sechs also strikter Lösungswille. Eben so heute morgen, aber um viertel vor sechs die nächste Hürde, die ich normalerweise mit wenigen Mausklicks erledigt gehabt hätte und für die ich beim anderen Webhoster … siehe oben.
Dieses Muster zog sich durch den Tag, aber ich habe mich tapfer gewehrt und am Ende des Tages war vieles erledigt. Und die Inbox von circa Inbox fourty auf Inbox ten runter. Ich feiere das sehr.

Über „die Bayern“ nachgedacht. Ohne sonderlich Fußball-interessiert zu sein ist auch an mir nicht vorbeigegangen, dass der FCB dieses Jahr nicht wie gewohnt auf Platz eins der Tabelle festsitzt und etwas … äh … unsouverän damit umgeht. Großen Spaß hat mir übrigens der Artikel in der Süddeutschen gemacht, aber das nur am Rande.
Gestern inspirierte mich das relativ spontan zu einem Tweet …

… der mir aber bei allem Sarkasmus immer besser gefällt, je mehr ich darüber nachdenke.

Ich muss mich unbedingt mal mal mit der Geschichte der Bundesrepublik beschäftigen, vor allem mit dem Marshall-Plan. Falls Geschichtswissenschaftler anwesend sind: Gibts Theorien darüber, wie sich die BRD entwickelt hätte, wenn sie nicht für die USA als Pufferzone im kalten Krieg so wichtig gewesen wäre? Oder wenn sie Reparationszahlungen geleistet hätte? Oder beides?

Das wäre eigentlich mal ein gutes Thema für eine dieser Dokus, die man morgens um vier schauen kann, wenn man aufwacht und weil das der erzähltechnisch schönste Bogen ist, den die Geschichte dieses Tages nehmen kann hört dieser Beitrag jetzt hi

Artikelbild von z287marc unter CC BY 2.0-Lizenz.