20.9.2021 – Alltagsblog, Alltagsblogs

Allgemeinzustand und Laune wieder etwas besser. Vermutlich ist es einfach auch nur ein weiterer Pandemie-Schaden, dass so eigentlich kleine Störungen im Bild gleich stimmungsmäßig gleich ganz reinhauen.

Das Ende der Nacht im Traum mit diversen Bekannten und Freundinnen aus dem Online verbracht, wir musizierten zusammen und besuchten ein Barcamp und ich wachte mit einem frohen Gefühl auf.

Heute morgen ein bisschen gemastert, dann eine ToDo-Liste für eine Kundin verschickt. Tech-Support für die Liebste gemacht, die von einem Seminarveranstalter ins nächste, uns bis dato unbekannte Video-Konferenz-Tool gezwungen wurde.
Frau Brüllen ernst genommen und die Medikamenten-Schublade von Altlasten befreit. Altpapier weggebracht und beim Aussteigen eine fotogene Wasserspur in den Wassertropfen auf dem Autodach entdeckt.
Programmiert. Viel programmiert.

Was mich nachdenken machte: Frau Kaltmamsell feierte jüngst ihren 18. Bloggeburtstag (die junge Hüpferin, höhö) und schrieb dabei ein paar sehr kluge Worte:

Mein Blog ist ein komplett überholtes Modell, das es noch nie brauchte, das deshalb auch nie Schule machte, ein Relikt aus den Aufbruchzeiten des Web, als es noch Verheißung war und nicht Bedrohung. Ich genieße seine Irrelevanz immer noch als Freiheit und tippe hartnäckig in diese völlig egale Ecke des Internets, damit es wenigstens einen kleinen Garten in den unendlichen Weiten des Webs gibt, in dem die Utopie des „Everybody has a voice“ weiterlebt.

Vorspeisenplatte:
Journal, Montag 13.September

… und Frau Nessy, klug wie immer, las das auch und dachte darüber nach und schrieb etwas, was ich sofort nachvollziehbar fand. Und: Bei dem ich darüberhinaus auch feststellen konnte, dass es sich bei mir exakt genau so verhält:

Am meisten gefällt mir am Tagebuchbloggen, und das ist mir erst in den vergangenen drei Jahren so richtig aufgefallen, dass es mein Denken prägt. So, wie ich die Dinge aufschreibe, bleiben sie mir im Gedächtnis. Es bleibt das Humorige im Tragischen, das Hoffnungsvolle im Traurigen und das freudige Erlebte.

Draußen nur Kännchen:
Käte im Karton, Käte zum Hören, signierte Käte, Kommunion und kulinarischer Lieferdienst

… und das ist doch quasi das beste, was einem so passieren kann, wenn man jeden Tag aufschreibt was man so gemacht hat und was nicht. Ist es nicht?

Nur eine Anmerkung habe ich: Schon vor zehn Jahren stellte ich die These auf, dass alles ins Internet hinein gehört, ja wirklich alles. Denn ich denke: Wenn es einem einzigen Menschen nicht egal ist, was wir schreiben – dann war es richtig es zu schreiben. Nicht nur „everybody’s got a voice“, sondern es gibt auch immer wieder jemanden, die zuhört.

Mein Dank geht heute raus an Cosmo Radio, deren wöchentliche Rubrik 5 Songs, die die Welt jetzt braucht mir hilft, eine feine, monatliche erweiterte Mediathek mit Global Pop aufzubauen. Einfach schnell ein einfaches Cover gestaltet und jeden Monat einmal eine Playlist angelegt.

Zeugs:

Absoluter Guck-Tipp: The Guilty. Ich bin gestern Abend auf Prime zufällig reingeraten und bin sehr begeistert gewesen. Und nein, es folgt kein lonely Rachefeldzug, der Film ist quasi ein Kammerspiel. Ein intensives.

Der Polizist Asger Holm […] während seiner Schicht in der Notrufzentrale von Kopenhagen ruft eine Frau namens Iben mit ihrem Mobiltelefon an, und Holm nimmt an, sie sei in einem Auto entführt worden. Da er in seinem Notrufsystem die Lage der Mobiltelefonzelle erkennen kann, schickt er einen Streifenwagen dorthin. Die Beamten finden in dem zunächst angehaltenen Transporter jedoch keine entführte Frau vor.

Wikipedia: The Guilty

(via Kieselblog)

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2 Kommentare

  1. Das heutige Datum ist noch 20.9.
    Danke für den abgebildeten Tweet. Mein Englisch ist nicht so gut, deshalb musste ich deepl benutzen. Und der Text passt gerade so gut auf meine Situation. Leider ist in meinem Leben diese toxische Person meine Mutter und ich hatte voriges Jahr eine schlimme Zeit mit massiven Ängsten, Schlafstörungen und Depressionen. Und ich fand keinen Therapeuten, aber ich habe es mit Hilfe meines Mannes und meiner Kinder überstanden. Und meine Arbeit mit meinen Lieblingskolleginnen war auch hilfreich, weil sie immer ein offenes Ohr für mich haben. Sie haben mein Selbstbewusstsein gestärkt. Jetzt bin ich wieder auf der Suche nach einem Therapeuten, weil ich es noch fertig aufarbeiten muss, denn leider wirft mich jede stressige Situation aus der Bahn.

    1. (oops, Datum ist korrigiert; danke!)
      Wenn die Eltern die toxischen Personen sind, das ist schlimm, ich weiß.
      Ich werde den Link auch später noch verbloggen, aber hier als Antwort auch schon mal:
      Ein Link, in dem das Problem mit narzistischen Eltern allgemein besprochen wird und eine ganze Website nur zum Thema narzistische Menschen, aus derich sehr viel gelernt habe. Falls Sie mal Lust haben, zu lesen …
      https://www.spektrum.de/news/narzisstische-eltern-kein-herz-fuer-die-eigenen-kinder/1870531
      https://umgang-mit-narzissten.de/

      Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Erfolg bei der Arbeit mit diesem Thema!

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