21.8.2022 – [insert pokulturelle Anspielung Ihrer Wahl, die irgendwas mit den folgenden Zeilen zu tun hat]

Ein belangloser Sonntag. Die Liebste hatte immerhin die super Idee, gleich mal als erstes vor allen anderen an den See zu fahren und das war gut.

Bin ziemlich beeindruckt darüber wie akkurat der Weg festgehalten ist – zB da unten bei Pa3, da sind wir kurz vom Weg ab und haben eine Schautafel angeschaut, um zu sehen, ob diese Babo-Vögel, die wir für Kormorane hielten wohl wirklich welche waren. Ja, waren sie. Cool.
„Airnah“ ist übrigens Erna und ihrer Pommesbude am Campingplatz. Nicht so cool.

Viel Haushalt (was super war), die ersten geschätzt 50 Spinnen fanden ein neues Zuhause und nachmittags kam der Herr Wimbauer vorbei und hat jetzt alle meine alten CDs. Ich habe nur die behalten wo Widmungen und oder Autogramme draufstanden und bei ihm sind die anderen besser aufgehoben als in Kisten im Keller.

Dann wollten wir noch einen Kaffee am anderen See trinken, aber das wollten alle Dortmunder auch und ich verließ die Stadt mit einer soliden Panikattacke. 5/10, gern nicht wieder.

Hinter all dem den ganzen Tag traurig, denn heute vor 5 Jahren hat Joschka ihr siebtes Leben beendet.

Zeugs

CN: Triggerwarnungen. Schon seit längerer Zeit versuche ich das, was ich montags so gelernt habe und das, was ich so in diesem #selfcare-Internet erlebe zusammen zu bekommen – Sie kennen das ja schon.
Eine der Dinge, die ich nicht gut zusammen bekam, war der Umgang mit Triggern – und glauben Sie mir, ich hab da welche und weiß, wie wirksam im schlchten Sinne sie sein können. Aber ich hab ja gelernt, dass es mir nichts bringt, meine Angstpunkte immer zu vermeiden und dass ich mir so eine solide generalisierte Angststörung gebaut hatte.
Andererseits geht es mir schon durchaus auch so, dass ich nicht in der Hoffnung auf Katzenbabies durch mein Instagram scrollen möchte und auf einmal in XY landen möchte – wobei XY ja alles mögliche sein kann.
Kompliziert wurden diese Gedanken, als ich darüber nachdachte, dass Trigger ja alles möglich sein können und nicht immer nur Worte oder Bilder – Geräusche oder Gerüche stehen zB auch ganz oben auf der Liste und auch die Dinge, von denen ich nicht immer Bilder sehen möchte haben nicht unbedingt etwas damit zu tun, wo ich üblicherweise eine Triggerwarnung vor lese.
Naja, und dass ich oft das Gefühl habe, dass das Konzept natürlich auch missbraucht wird – schon klar.
Was ich sagen will: Ich dachte darüber nach, fand das alles weit weg von perfekt aber hatte auch wenig produktive Ideen.
Das war jetzt ein langes Vorwort dafür, dass ich vor ein paar Tagen darauf stieß, dass jemand das Konzept „Triggerwarnungen“ mal untersucht hat. Mit dem Ergebnis, dass Triggerwarnungen außerhalb des Trauma-Umfeldes nicht nur nicht hilfreich sind, sondern eventuell sogar kontraproduktiv.
Wir können das ja alle in die nächste heiße Diskussion mit einfließen lassen und auch sonst wohlwollend im Hinterkopf behalten.

Nachtrag: Lena hat da einen perfekt ergänzenden Kommentar geschrieben; ich bitte um freundliche Beachtung 🙂


Wirklich lustig hingegen finde ich eine sehr alte Geschichte, die jetzt in die Öffentlichkeit geraten ist und die ich – wenn es kurz vor Ostern wäre – sicherlich als Aprilscherz abgetan hätte. Ein Song von Janet Jackson konnte Laptops killen. Sogar welche, auf denen er nicht abgespielt wurde.
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4 Kommentare

  1. Ad Triggerwarnungen: Deshalb hat sich ja auch zumindest dort, wo ich unterwegs bin, der Begriff Content Note oder Inhaltshinweis etabliert. Getragen von dem Bewusstsein, dass ohnehin wirkliche Trigger im psychologischen Sinne a) alles sein können und b) es daher nicht möglich ist, alle davon zu erfassen, c) der Begriff Triggerwarnung oft auch eigentlichen Begriff Trigger im Ursprungssinne verwässert. Natürlich haben auch Inhaltshinweise dasselbe Problem – man kann nicht alles abdecken, was für eine Person womöglich gerade nicht schön zu lesen/schauen/hören ist. Aber naja, ich finde, man kanns halt so gut wie möglich versuchen, wenn man denn diesen Service für die Konsumierenden – und das ist es ja letztendlich – bieten möchte. Es geht ja einfach darum, dass man informiert entscheiden kann, ob man etwas gerade lesen oder schauen will oder ob einem das den Tag versaut oder schlimmeres. Gerade wenn es Dinge sind, die man auch im Genre nicht vermutet (also z. B. hat wäre bei einem Tatort vermutlich der Hinweis auf Polizei und Verbrechen eher überflüssig, aber wird dort unvermutet eine der Figuren mit einer schweren Erkrankung konfrontiert, wäre ein Hinweis darauf womöglich sinnvoll).

    1. a) Danke für die Rrgänzung; ich hab oben im Artikel mal einen Hinweis eingebaut.

      b) Ich verstehe den Unterschied schon, da wo ich lese ist das meist auch so. Ich denke aber auch über nicht so interessierte Menschen nach, denen das eh alles zu viel ist, auf wen man jetzt immer alles Rücksicht nehmen soll. Und für die ist es vielleicht ganz nützlich, mal davon gehört zu haben oder mit jmd ins Gespräch zu kommen, die die Studie kennt, oder? 🙂

  2. Zur Nützlichkeit der Studie: Jaaaah, hmmm. Einerseits: Ja. Für diejenigen, die sich ohnehin mit dem Thema befassen, ist das sicherlich nützlich und regt vielleicht auch noch mal dazu an, einen anderen Begriff zu wählen. Für jene, die das alles überflüssiges Schneeflockengeheule finden (bewusst überspitzt ausgedrückt) ist so eine Studie dann vielleicht auch das Argument: „Siehste, bringt eh gar nix, kann man auch weglassen“. Es ist wie immer kompliziert.

    1. Klar, wie immer. Ich finds trotzdem generell immer gut, wenn man sich Dinge mal genau anguckt und erforscht. Ehrlich gesagt, wenn sie entweder aus einem bauchgefühl irgendwo im Social Web entstanden sind oder erst Recht, wenn sie da in eine andere Bedeutung überführt woren sind, weil Menschen sie nur teilweise begriffen haben (so wie in diesem Fall das Wort „Trigger“).
      Aber natürlich : Der Begriff ist versaut für immer und es bleibt kompliziert.

Kommentare sind geschlossen.

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