Ach guck, mal wieder eine Schlechtschlafphase.
Danach ein fauler Tag, ich hab noch einen kleinen Streichersatz neu gesetzt, einen Exportfehler repariert, dann noch etwas Schlaf nachgeholt.
Am frühen Nachmittag am See, einmal über die Staumauer und zurück. Auf dem Hinweg seit vielen Jahren mal wieder ein Couple-Bild gemacht (wenn Sie mehr davon wollen, dann hier entlang)

Auf dem Rückweg ein langes Stück hinter einem anderen Pärchen gegangen; er googelte immer mal wieder nach und erklärte ihr dann das Gelernte. Lange überlegt, ob das jetzt nett oder Mansplaining plus war.
Der größere Spaß jedoch war: In gut erreichbarer Entfernung von uns liegen die Sorpe- und die Möhnetalsperre. Die erste ist berühmt dafür, dass wir regelmäßig da sind, die andere dafür, dass britische Bomber im zweiten Weltkrieg ein paar extra entwickelte Rollbombem im Tiefflug so über dem See abwarfen, dass die Bombe ein paar Mal auftischte, dann direkt an der Staumauer sank und dort explodierte. Der See entleerte sich recht schnell durch das aufgerissene Loch und setzte einige Ortschaften talabwärts unter Wasser und tötete viele Menschen. Wikipedia weiß mehr, es gibt einen eigenen Artikel.
Der Mann vor uns an der Sorpe war wohl irgendwann beim Googlen falsch abgebogen und wir hoffen jetzt alle, dass seine Freundin die Aktion als Mansplaining aufgefasst und sich nichts davon gemerkt hat. Denn sonst hat sie jetzt jede Menge Falschinformationen im Kopf. Oder sie fragt sich, wie das Wasser aus der Sorpe damals wohl den Weg ins Ruhrtal gefunden haben soll.
Aber hübsch wars da trotzdem.

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So ein netter Typo, stelle mir gerade ein knuddeliges Wuscheltier am Bett vor :-) (die Vorstellung vom Auffüllen eines Tellers am Buffet schnell verworfen).
Die Möhne-Historie finde ich immer wieder ungeheuerlich. So viel technische Denkleistung, nur um ein technisches Bauwerk zerstören zu können… (von den Toten ganz zu schweigen).
Mit der Möhnetalsperre verbinde ich sehr viele Kindheits- und Familienerinnerungen. Mein Vater hat in seiner Kindheit ein paar Jahre in dem Kloster Himmelpforten gelebt, das 1943 durch den Angriff auf die Talsperre zerstört und überschwemmt wurde.
In meiner Kindheit war in einem Jahr die Talsperre teilweise zugefroren und es stand ein Weihnachtsmarkt auf dem See, den wir besuchen durften.