21.11.2022 – mean time, screen time

Ich paraphrasiere Herrn Buddenbohm: Erstaunlich wie nichts passiert und sich Blogartikel dann doch füllen. Trotzdem man ja nicht jeden Tag „Aufstehen, Coden, Umfallen“ schreiben kann und will. Nein, Herr Budenbohm, auch nicht „Aufstehen, was mit Zahlen, umfallen“, ganz richtig.
Aber hier bleibt es dabei: Hyperfokus auf die unangenehmste Art, sehr produktiv für die Kundin, eher nicht so dolle für alle anderen.

Heute hab ich den Mittag immerhin genutzt, um eine Runde mit der Kamera auf dem Beifahrersitz zu fahren; ich soll mich ja auf gute Dinge konzentrieren nd positive Rituale schaffen sagte mal jemand Kluges an einem Montag zu mir. Und wer bin ich, nicht auf meine Therapeutin zu hören?
Es ist übrigens unbestreitbar Herbst da draußen und abseits aller Allgemeinplätze hat der auch ’ne Menge mittel- bis minderschöner Seiten.

Blick auf ein Feld, auf dem zwei Windräder stehen. Die Oberen Enden der Windräder werden vom Nebel verschluckt.

Um der auch weiter zu erwartenden Tristesse ein wenig zu entkommen haben wir die Hälfte einer Überraschung in ein paar Tage Kattegat investiert. Eine SMS nach Norden geschickt, ob „unser“ Appartment wohl frei ist, eine SMS zurück bekommen, dass Frau Superhost sich sehr freut – und mit der Perspektive lässt sich einiges besser ertragen.


Aber Fernsehen hab ich geguckt. Falsch, ich meine: Auf dem Fernseher hab ich Zeugs aus allen möglichen Quellen geguckt, Sie verstehen schon:

Zeitpunkt X. Kurzfilm, in dem es um den Tag einer feierlichen Eröffnung eines großen Neubauprojektes geht – über das alle so stolz sind, dass sie nicht auf die gehört haben, die ihnen seit Monaten erzählen, dass nichts funktioniert und nicht eröffnet werden kann. Großartig erzählt und umgesetzt; wer je mit Projekten zu tun hatte, in denen politisch und andersmotiviertes Ego eine größere Rolle spielte als die Sache an sich, wird es doppelt lieben.
(Arte)
★★★★★

Die Discounter. Mein großes Problem mit dieser Serie: Ich mag das Zeug nicht, das Christian Ulmen produziert und das hier ist aber großartig. Impro-Fernsehen aus einer Hamburger Diskounter-Filiale mit ein paar „echten Typen“ in Bestform. Mit einem wirklich guten Ensemble und immer fein an der Schmerzgrenze, so dass man bloß niemanden zu gern bekommen kann.
(Prime)
★★★★★

The Takeover. Ein ganz solider Hacker-Krimi. Eine Hackerin mit leichtem Robin-Hood-Syndrom legt sich mit den falschen Gegnern an und muss sich plötzlich selber retten, als die angegriffenen mit allen Mitteln zurückschlagen. Keine besonderen Wendungen, keine Überraschungen aber solide gemachte on- und offline Action und schon ok.
(Netflix)
★★★☆☆


Ach komm, ich will ja nicht so sein: Es gab auch noch ne schöne Seite als auf dem Rückweg auf einmal der Himmel aufbrach:

Ein paar Distelblüten mit Tropfen an jedem Blatt. Hinten sieht man unscharf einen Baum und noch weiter hinten eine Hügelkette.

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

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