20.6.2019 – (Un)Ordnung

Gestern Abend am noch das Gewitter aber ich erwähnte ja: Ich muss mich da erst reinfuchsen. Viele Möglichkeiten, viele Einstellungen.
Ein erstes Blitzfoto ist bei den dreihundert Auslösern dabei gewesen aber ich möchte das gerne noch besser haben.

Morgens Code-Flöz. Mitten in der Arbeit fiel mir auf, dass das was ich gerade tat vermutlich nie jemandem auffallen wird.
Hintergrund: Ich gestalte gerade das Backend und programmiere die Funktionen des CMS, die $kundin brauchen wird.
Richtig: Ich gestalte das Backend; ich texte die Feldnamen, ich ordne die Funktionen an, ich schreibe die Hinweis- und Hilfetexte.
Wenn es funktioniert, dann wird es ihr nie auffallen, denn sie kann ja damit arbeiten. Und wenn sie keinen Vergleich zu einer anderen Website hat, bei der dann dies irgendwie gar nicht und jenes vielleicht nur irgendwie aber nur so hintenrum geht, dann wird sie auch nicht merken, dass bei Ihrer Website einfach alles geht, was sie tun möchte.
Das ist irgendwie doof, aber es ist einfach genau der Anspruch mit dem ich arbeiten möchte. In meiner E-Mail-Signatur steht was von „Liebe im Detail“ und die hört hinter dem Frontend nicht auf.

So ordentlich ich im Digitalen bin, so … – aber Sie habe doch auch einen Keller, in dem zuviel steht? Einen Keller, den man aufräumt und der ein halbes Jahr später wieder vollgewuchert ist? Oder? ODER??
Wir haben auf jeden Fall das Chaos mal gesichtet und nach „Bringhof“ und „nicht Bringhof“ aufgeteilt und das ist ja ein Anfang. Normalerweise macht so etwas ja instantly froh, aber heute nervt’s nur.

Mittags habe ich mir einen schwarzen Füller genommen und mir auf den Arm gemalt, was ich mir da als Tattoo vorstelle. Zwar fühle ich mich dann immer etwas wie ein zwölfjähriger der daran verzweifelt, dass Mama und Papa ihn zwingen noch sechs lange Jahre auszuharren, weil „so lange Du Deine Füße unter meinen Tisch gibt’s kein Tattoo!“ – aber: Mir hilft das sehr, zu schauen, ob ich die Idee auch noch mag, wenn sie ein paar Stunden an mir dran ist.
Spoiler: I like und nachdem Instagram begriffen hatte, das ich Tattoos mag, fand ich eine Menge Tattoo-Artists in der Nähe, bei denen ich jetzt mal vorstellig werden werden.
Aufgeregte Vorfreude.

Dann Content-Flöz. Das CMS ist quasi fertig und ich copy&paste jetzt Inhalte. Und freue mich daran, das ich mir selbst einen Baukasten programmiert habe, mit dem ich schnell und unkompliziert sehr schöne (wie $kundin und ich finden) und abwechslungsreiche Websites bauen kann.

Tidal hat inzwischen die ersten persönlichen Mix-Playlists für mich fertig und ich verstehe, warum viele Menschen die Post-Grunge-Ära so hassen. Mein Gott, das klingt ja alles gleich, das war ja komplett an mir vorbei gegangen.

Dann essen mit dem Stadtnarren und seiner Liebsten. Mit der habe ich noch eine Idee zu besprechen und vielleicht traue ich mich heut mal.
Nachtrag: Nope, passte nicht.
Und der Italiener hat noch ein vegetarisches Nudelgericht: Gnocchi in Tomatensoße mit Käse überbacken. Hurra. Ey Kleinstadt, manchmal hasse ich Dich weniger und manchmal mehr.

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