20./21.11.2021 – reality bites

Irgendwann in scheinbar besseren Zeiten waren Menschen zu einem Geburtstagskaffee eingeladen worden; über die letzten Wochen wurde die Vorstellung davon aber immer schwieriger. Aber man erkennt gute Freunde ja manchmal auch daran, dass sie auch vorsichtig sind und nachdenken und so reduzierte sich die Gruppe von selbst auf ein Maß, das in ein gelüftetes Wohnzimmer passte, ohne dass sich Menschen auf dem Schoss saßen. Alle doppelt oder dreifach geimpft und frisch getestet und gerade als das plausibel erschien und es das erste Mal klingelte, da ging die Geschichte von dem Geburtstag durch twitter, bei dem hinterher die Hälfte der Gruppe krank war und Vernunft und Panik tanzen einen unheiligen Walzer dieser Tage.
Für mich selbst hatte mein Kopf das eh geregelt und sich Migräne genommen.

Heute kam ein alter Freund, der eine Region weiter ein Krankenhaus leitet und die Laune hebt das nicht, das sag ich Ihnen. Es ist ein Unterschied, ob man liest „das wird ganz schlimm“ oder ob man es selbst denkt oder ob man es jemand sagen hört, dem man dabei in die Augen gucken kann und dem man ansieht, dass er dabei Bilder im Kopf hat.

Wir haben mit ihm zusammen unser Gefühl dafür, wie man sich klugerweise verhält in den nächsten Wochen abgeglichen; die kurze Unbesorgtheit in Dänemark hatte – nein, nicht wirklich ein Nachjustieren, aber ein Gespräch und einen Abgleich erfordert.

Die Freundin, zu der ich versuche Kontakt zu halten, ghostet mich.

Nebenbei mal wieder was ins Techniktagebuch geschrieben.

Abends, irgendwann bei TVOG flog ein Trailer ins Bild, ein Trailer für „Hochzeit auf den ersten Blick“, also den totalen Trash und ich merkte: Tiefe Sehnsucht nach einer Zeit, als ich mich einfach darauf hätte freuen können und sonst keine Probleme da waren. Vermutlich gabs die, nie diese Zeit, aber nun.

Donnerstag fahre los ich und komme geboostert wieder.

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