2.9.2019 – Kleinstadtleben

Hallo, mein Name ist Christian und ich habe ein super timing. Bitte jetzt keine Bassistenwitze an dieser Stelle – ich meinte nur, dass ich ziemlich exakt zum ersten Geburtstag dieses kleinen, meines zweiten Blogs erstmal aufgehört habe zu schreiben.
Gab halt nix zu schreiben. Gibt halt nix zu schreiben.

Aber ich könnte Ihnen eine Geschichte erzählen, eine Geschichte davon wie es ist auf dem Land zu leben. Oder in einer Kleinstadt.

Nehmen wir an, Sie müssen Ihre Nase operieren lassen, wenn Sie da in solch einer Kleinstadt leben. Dann haben Sie die Möglichkeit, ins örtliche Krankenhaus zu gehen und sich vom örtlichen Belegarzt die Nase operieren zu lassen. Vielleicht hat der Arzt eher einen Ruf als Schlachter, vielleicht besteht eine gute Chance, hinterher nichts mehr zu riechen und zu schmecken, vielleicht kommen Sie auch menschlich nicht so gut mit ihm klar – im Ort haben Sie keine andere Möglichkeit.

Oder Sie lassen sich von Ihrem HNO, der eh schon in der nächsten Stadt sitzt einen guten Operateur empfehlen. Nochmal eine oder zwei Städte weiter. Die OP ist super, das Krankenhaus auch, Sie dürfen schnell raus und schon ein paar Tage später riechen Sie etwas. Super. Jeden zweiten Tag müssen Sie zu Ihrem HNO zur Kontrolle und alles ist bestens.

Aber vielleicht stellt Ihr Mann dann am Ende der ganzen Geschichte fest, dass er gute 1500km gefahren ist und das ist auch Teil der Autofahr-Realität und Teil des Lebens in der Kleinstadt.

Mein Tag heute war von zwei sehr, sehr, sehr erleichternden Mitteilungen bestimmt. Falls Sie gegen neun oder gegen 13:30 ein lautes Poltern gehört haben: das waren ein paar Tonnen Felsgestein, die mir vom Herz fielen.