2.8.2021 – dancing with the dead

Es gibt ein neues Prince-Album. Das ist einerseits sehr erfreulich, weil – nun ja, weil eben: Prince. Und trotzdem ist es immer noch arg seltsam, Prince, der mich wirklich wortwörtlich die gesamte Zeit meiner bewussten Musik-Entwicklung begleitet hat – When Doves Cry war meine allererste selbstgekaufte Single – in die Kategorie posthume Veröffentlichungen einzuordnen.

Den Morgen verbrachten die Liebste und ich damit, die letzten Reste ihres alten Laptops zu migrieren – bzw. ein Lösung zu überlegen. Genauer: Ihre Musik. Es gibt für sie gute Gründe, auch mit Apple Music zu arbeiten und nicht nur unser hauseigenes Plex zu nutzen – und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie groß meine Aversion gegen dieses Stück Software inzwischen ist.
Also, ich meine: das ist ja alles gut und schön, wenn man nur gelegentlich Musik hören möchte und sich hauptsächlich im Mainstreambereich aufhält. Wenn man zufrieden ist, wenn einem die (wirklich meist ziemlich gut) kuratierten Playlists angeboten werden. Und es auch dank des totalen Überangebotes nicht schlimm ist, wenn zwischendurch mal was verschwindet.
Bewegt man sich außerhalb dieses Schemas, bekommt gelegentlich mal Musik auf einer CD oder einem Stick (kommt berufsabhängig auch mal vollkommen legal vor) und besitzt darüber hinaus noch die Frechheit, die Hoheit über die Dateien auf der eigenen Festplatte behalten zu wollen, wenn man sich etwas zum offline-Hören herunterlädt – und ja, im Sauerland oder im Keller einer Schule ist das durchaus manchmal nötig – dann ist diese Software einfach nur ein Stück Dreck.

(Falls es Ihnen gerade in den Fingern juckt etwas ins Kommentarfeld zu tippen, was mit „Warum nimmst Du denn nicht XY … “ oder sinngemäß ähnlichem beginnt: danke, ich hab da echt vieles probiert und die aktuelle Konstellation ist trotzdem an sich die aktuell bestmögliche. Merci.)

Wir mussten danach dringend ins Café Audi – einfach mal was anderes sehen, obwohl es fies nieselte.

Nachmittags kam erstens die Sonne nochmal raus – was gut war, denn zweitens kam eine Kollegin der Liebsten zu Besuch und Sie können sagen was Sie wollen über die heutige Jugend, aber die weiß sehr wohl, was sich gehört: Sie hatte auch mir ein Stück Kuchen mitgebracht. Ich schätze solchen Respekt vor dem Alter seh… haha, nee, ich schaffs nicht, diesen Satz ohne Lachen zu tippen. Hab mich trotzdem sehr gefreut.

Am Schreibtisch erfreute mich, dass Facebook offensichtlich nicht mehr automatisch die Vorschaubilder einer Website von der jeweiligen Website bekommt. Im Zusammenhang mit einigen etwas ungehaltenen Postings größerer Accounts in den letzten Wochen, die einen krassen Einbruch ihrer Reichweite auf FB vermeldeten und deren genauen Wortlaut und Sinn ich mir aber leider nicht genau gemerkt habe, vermute ich Böses.

Abends gucken wir im Moment in kleinen Portionen (sonst zu intense) die neue Version von Wir Kinder vom Bahnhof Zoo und Fleabag um danach wieder besser draufzukommen.

Zeugs:

Nach den letzten beiden (1 | 2) Tagen mit ihren Heckenfotos musste ich sehr lachen. Darüber hinaus find ichs gut und man braucht eh mal Tage mit guten Nachrichten. Also: Hecken sind super.

Hedgerows can help to mitigate climate change.
A new study of the Thünen Institute shows the large potential of newly planted hedgerows to sequester carbon
(Hecken können dazu beitragen, den Klimawandel abzuschwächen.
Eine neue Studie des Thünen-Instituts zeigt das große Potenzial von neu gepflanzten Hecken zur Bindung von Kohlenstoff)

Thünen-Institut:
Hedgerows can help to mitigate climate change

Ach .com – da geht doch noch eine gute Nachricht für die Umwelt: Die Natur kann sich (noch?) heilen.

Streams that were dry are flowing again, grazing lands have improved and cattle are healthier in the Eastern Cape communal areas near Matatiele.
These results are the offshoots of five years of six chieftainships working with a local nonprofit, in partnership with WWF South Africa.
(Bäche, die ausgetrocknet waren, fließen wieder, das Weideland hat sich verbessert und das Vieh in den Gemeinschaftsgebieten am Ostkap in der Nähe von Matatiele ist gesünder.
Diese Ergebnisse sind das Ergebnis einer fünfjährigen Zusammenarbeit von sechs Häuptlingen mit einer lokalen gemeinnützigen Organisation in Partnerschaft mit dem WWF Südafrika.)

Mail & Guardian:
Project to heal the land a success

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2 Kommentare

  1. Jau. Wenn man einen Musikgeschmack hat, der ein wenig abseits des Mainstreams ist, wird man bei den einschlägigen Streamingangeboten immer nur teilweise fündig. Auch habe ich Lieder in meiner Sammlung, die man heute überhaupt nicht mehr bekommt (z.T. schräges Zeug, aber ich mag es).

    Deswegen geht für mich nichts über meine Sammlung an Musikdateien (mir reichen MP3) auf dem Rechner und im Backup.

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