2.6.2019 – Rückblick.

Wo ist eigentlich der Mai geblieben? Geht das nur mir so, oder war der Mai nach zweimal-Augen-aufmachen schon rum?

Danke für den Zuspruch zu meinem kleinen Wunsch von gestern!

Der Sonntag bestand hauptsächlich aus lätschigem Rumliegen. Die Liebste bekam irgendwann einen großen Aufräum und Ausmist-Anfall, aber ich konnte mich beherrschen und den aus ebenso gebürender Entfernung mit ebensolcher Bewunderung beobachten.
Aber: Unser Jahres-Fotobuch ist bestellt – jaha, schon im Juni! Profis wie Frau Brüllen werden jetzt vermutlich lachen, aber ich kann sagen: Das hat auch Vorteile. Wir haben das mit den Jahres-Fotobüchern vor ein paar Jahren begonnen als wir bemerkten, dass wir total gut darin sind, uns eher an die doofen als an die guten Dinge zu erinnern. Und wenn man sein Buch dann erst im Juni macht, dann kommt man beim Zusammenstellen schon einmal ins Erinnern, jaha!
Na gut, ich mach mir was vor, wir habens einfach verschlunzt.

(hier noch die PDF-Version in der Bildschirmansicht – und davon ein Foto zu machen sprengt wahrscheinlich die Grenze von erlaubten Meta-Ebenen.)

Mittags gabs Eis, die örtliche Kuhbar hat jetzt einen Cookie-Dough-Becher und ich sag mal: Nom.

Außerdem hab ich mir noch ein T-Shirt gemacht und eine Shaktimatte bestellt. T-Shirts kenne ich ja schon und Sie bestimmt auch – aber auf die Matte bin ich sehr gespannt; ich werde berichten.

Kommen wir zur den Leseempfehlungen.

Ich bin ja eigentlich eher vorsichtig, wenn ein Psychologe ein Buch schreibt, in dem er erklärt, warum Kinder alle immer dümmer (fauler/süchtiger/…) werden und die Lösung präsentiert, aber zumindest das Interview finde ich ganz interessant; da finden sich schon einige Dinge, die ich aus den Erzählungen der Liebsten über die letzten Jahre durchaus kenne

Das Wichtigste, das wir im Leben brauchen, ist nicht lesen, schreiben, rechnen zu können, sondern dass wir über diese Psyche verfügen. Das heißt, wenn ich jetzt mit Ihnen spreche, muss ich mich auf Sie konzentrieren. Es kostet mich überhaupt keine Kraft, alle Impulse in mir zur Seite zu drängen, egal ob ich müde bin oder Hunger habe, damit ich mich auf Sie fokussieren kann. Das ist eine von hunderttausend Leistungen, die wir erbringen: umsichtig sein, weitsichtig sein, vorausdenkend. Wir können Verantwortung für uns übernehmen und für andere und, und, und.

stern.de: „Lehrer haben einen großen Teil von Schülern da sitzen, die Kleinkinder geblieben sind“

„Ach?“, höre ich Sie fragen, „ach, bist Du nicht der, der immer für offene Unterrichtsformen plädiert?“. Ja, das bin ich und ich finde den Widerspruch zwischen dem Artikel und offenen Unterrichtsformen gibt es nur auf den ersten Blick. Ich bin durchaus nämlich auch der, der sagt, dass Schülerinnen und Schüler feste Bezugsrahmen und echte Ansprechpartner brauchen.
Wenn das dazu führt, dass die Kinder beim Lernen alleine gelassen werden, dann hat da jemand was nicht verstanden.

Das ist so ähnlich wie wenn alle glauben, antiautoritäre Erziehung sei Laissez-faire. Laissez-faire ist pädagogisch verbrämte angewandte elterliche Faulheit; lesen Sie mal sie Summerhill-Bücher, dann sehen Sie, was antiauritäre Erziehung … ich schweife ab.

Ich geh jetzt den Grill anfeuern („Go, Grill, go!“)