2.2.2022 – Smells like cheesecake

Gestern den Luxus eines Termins bei der Seelenmassage genommen – an sich bin ich quasi durch – und mir dabei über ein paar Dinge klar geworden. Zum Beispiel darüber, dass Freundschaften enden können und wie viel Energie es kostet, so einen toten Esel dann noch weiter zu reiten.
Gut war das.

Darüber hinaus bringe ich gerade nach dem plötzlichen Wechsel von Null auf Hundert in meiner Inbox Dinge auf den Weg. Das ist ebenfalls ziemlich gut, auch wenn es darüber noch exakt überhaupt nichts zu erzählen oder gar zeigen gibt – Sie müssen mir das einfach glauben.
Das allerbeste an den offenen Fragen, die da liegen ist aber, dass sie alle von Menschen kommen, die mich teilweise seit vielen Jahren kennen und/oder schon in der ein oder anderen Art mit mir gearbeitet haben – und das ist eine Form der Anerkennung, die mich sehr, sehr freut.

Mittags – es ist ja DateNight-Tag – saßen die Liebste und ich im leeren Café und unterhielten uns über Nirvana. Also nicht das buddhistische Konzept, sondern die drei Jungs, die so ungeheuer viel Krach gemacht haben (Zitat Dave Grohl).
Ich beginne übrigens, darüber nachzudenken, ob die uns da jedes mal so persönlich und freudig begrüßen, weil das Café nicht zufällig für uns sondern einfach immer leer ist und wir die einzigen sind, die kommen …? Hmmm.

Neulich hatte ich noch bei facebook in einem spöttischen Kommentar angemerkt wie alt wir eigentlich sind und nun denn: „Nevermind“ ist jetzt über 30 Jahre alt. Und auch wenn ich mich noch erinnere, als wärs vorgestern gewesen, so muss ich doch wissen:
Spiele ich heute einer sechzehnjährigen „Smells Like Teen Spirit“ vor, ist das das gleiche, als wenn mir sechzehnjährigen jemand Baiao-Bongo“ von Catarina Valente vorgespielt hätte. Also – das war vor den Beatles! Wir sollten das nicht vergessen …
Trotzdem geriet ich kurz ins YouTube-Kaninchenloch und landete bei Rick Beatos Analyse des Songs und danach natürlich bei Tori Amos, die den Song seit Ewigkeiten live spielt. Falls Sie übrigens Rick Beatos Einordnung der Gesangsmelodie als „great, sophisticated melody writing“ nicht folgen mögen, weil die drei – ja: nunmal so fürchterlichen Krach machen, dann gehen Sie ruhig mal zu Frau Amos. Da hört man die Melodie.

Nachmittags wieder hauptsächlich eine lange, lange Mail, die sehr wohlformuliert sein wollte. Und dann abgeschickt; wenn Sie mögen, drücken Sie gern die Daumen.
Danach fuhren wir an den kleinen See, Sie wissen schon, da wo sie in den Sechzigern die Autobahn rein gebaut haben as if they didn’t care. Nee, haben sie wahrscheinlich wirklich nicht.

Eigentlich habe ich noch einen Auftrag zu verbloggen und mit ein bisschen Mut zu halbschrägen Überleitungen könnte ich jetzt, aber – nee, nee. Freuen Sie sich lieber auf morgen und ein paar liebevolle Worte zu einem weiteren Bassisten.

Zeugs

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2 Kommentare

  1. Sorry, no can do. Ich kann ja Tori Amos schon deshalb nicht ertragen, weil mich mal ein Agenturkollege massiv angebaggert hat, für den die Frau quasi die Heilandin war. Und der Tüp war für mich etwas so attraktiv wie ein juckendes Ekzem an einer Stelle, an der man sich nicht kratzen kann.

    (Und auf den Bassisten freue ich mich. Ich hab’ meinen ja gerade wieder ausgebuddelt – Bass, nicht Bassisten, sollte ich sagen – und übe die ganzen alten Sachen und herrje, was waren die gut. Ich nicht.)

    1. Schon immer wieder interessant, warum man manches mag und manches nicht. Tori ist übrigens eine Göttin, wollte ich noch gesagt haben 😉

Kommentare sind geschlossen.

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