2.10.2020 – been caught steelin’

Oktober. Alter, so war das nicht gedacht.

Morgens etwas Kleinkram und ein Stück am See entlang und zurück den Kopf frei kriegen.

Mittags mit der Liebsten einen Burger Essen gegangen. Wir wollten uns eigentlich vor das Restaurant setzen, aber die Terasse war nicht offen, sondern nur der Wintergarten. Also halboffen, die Tische mit Plexiglas abgetrennt und kräftig Durchzug und bevor ichs merkte saßen wir da und bevor ichs richtig merkte, merkte ich, wie wenig ich da sein wollte. Der Burger war super, keine Frage – aber das waren dann im Endeffekt mal eine ganze Menge zu viele Menschen. Der Winter wird kein Spaß, ich seh das kommen.

Einige von Ihnen wissen vielleicht, dass ich den Dienst Copytrack nutze, um Bilder – also: meine Bilder – zu finden, wenn andere Menschen sie benutzen. Copytrack kümmert sich nicht um private, sondern nur um gewerbliche Nutzungen und das deckt sich durchaus mit meinem Interesse.
Aktuell schaue ich etwas öfter rein als sonst, denn da gibt es tatsächlich einen Verlag, der vor ein paar Jahren schon mal nachträglich Geld an mich gezahlt hat. Dummerweise für den Verlag ist „nachträglich“ teurer als „vorher“ und ganz ganz dummerweise hat man dann damals keine Nachlizensierung gewünscht. Und ganz ganz ganz dummerweise das Bild zwar von der Website gelöscht aber im CMS gelassen und jetzt dürfen Sie raten, ob man es dann dieses Jahr mal wieder rausgekramt und benutzt hat?
Richtig.
Ich schaue also gelegentlich, ob’s was Neues gibt.

Was ich außerdem bei der Gelegenheit lernte: Vor ein paar Jahren hab ich mal Fotos bei einem Konzert einer nicht näher genannten Künstlerin gemacht und diese Bilder gehen gerade quer durchs Internet. Meist mit einem Quellenvermerk, der ungefähr so aussieht: „Source: Artist“. Manchmal natürlich auch ohne.
Die Artist hatte nämlich die Bilder in meinem Instagram-Account entdeckt, sorgfältig abgespeichert und ab da immer mal wieder auf ihrem benutzt. Unabgesprochen und ohne Credits natürlich, jaja.
Und als ich sie anschrieb meinte sie, ich solle doch froh sein, das wäre ja Werbung für mich. (Nope, honey, not at all & especially not when u forget the credits) Als ich dann meinte, ich würde dann ihre nächste CD aus irgendeiner Tauschbörse ziehen, das wäre ja schließlich Werbung für sie – da hat sie mich geblockt. ¯ \_(ツ)_/¯

Ich habe mich also heute mental von allen Ansprüchen an die Bilder verabschiedet.
Man muss loslassen können.

Wo ich gerade in der Laune war hab ich auch noch eine Anwaltsrechnung bezahlt. Ich rechne damit, das Geld zurück zu bekommen und schon damit ist ja eigentlich viel Geschichte erzählt und den Rest erzähle ich Ihnen vielleicht später.

Und gemerkt: Eigentlich will ich all sowas gar nicht. Also solche Streits. Aber immer den Kopf einziehen … ich weiß nicht.

Dazu passt schön der aktuelle Umfrage aus dem PsyWeb. Das PsyWeb ist ein Kooperationsprojekt an den Universitäten Münster, Leipzig, München und der Hochschule Osnabrück und ich habe mich da aus Neugierde irgendwann mal angemeldet und nehme halbwegs regelmäßig an den Umfragen und Tests teil.
Heute morgen kam einer zum Thema „Entscheidungsfindung in unsicheren, risikobehafteten Bedingungen“ und im Endeffekt war das dann ein dem klassischen Gefangenendilemma recht ähnliches Spiel.
Schön, sich mal selbst dabei beobachten zu können.
Spoiler: Als großer Freund des kategorischen Imperativs kam ich eigentlich ganz gut durch.

Für Sie gelesen:

Christian de Vries denkt weiter über Lokalpolitik und Kommunikation nach:

Der Kandidat der Wählergemeinschaft DieIserlohner, Michael Joithe, verzeichnete 12.007 Stimmen. Und wurde damit Bürgermeister. Das ist Demokratie.
[…]
Woran kaum jemand denkt: Diese Information erreicht die Bürgerinnen nicht. Während früher der Griff zur Tageszeitung vielleicht Klarheit geschaffen hätte, weiß heute nahezu jeder, dass das kaum noch der Fall ist. […] Während einige Beiträge zur Kommunalwahl noch frei ersichtlich waren, klemmen nun die Beiträge der Nachberichterstattung hinter der Paywall. Kann man machen. Kann man auch anders machen.

Christian de Vries: Kommunalwahl: Mehr Demokratie durch mehr Digitalisierung

Und meine heutige Lieblingsgeschichte bei Clients From Hell:

A friend of mine asked if I DJ for her friend’s wedding in three months. I accepted and asked my friend to give the client my contact info to get in touch with me ASAP.
Two months went by.

Clients From Hell: Last night a DJ saved my life/ruined my wedding

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