19.8.2021 – I’m in a bad, bad mood

Es ist gerade halb fünf und ich bin richtig schlecht gelaunt und versuche jetzt mal, neutral auf diesen Tag zurück zu schauen. Vielleicht finde ich ja raus, warum?

Fing an mit einer Runde durchs Städtchen: Tanken, den Sand vom letzten Wochenende mal vom und aus dem Auto waschen und saugen, Apotheke, Getränkemarkt und wo ich gerade dran vorbeikam auch noch zwei mal Kuchen fürs Mittagessen geholt. Jetzt nicht super aber genau so wenig super blöd – erledigt ist erledigt und das ist ja immer gut.

Dann noch ein bisschen responsive Detaillösungen. Ich arbeite da echt gern dran und mache Websites auch fürs Handy richtig schön. Mitten drin klingelte das Telefon und eine Freundin war dran. Sie hat mich damals ihre Geschäftsausstattung machen lassen und braucht da gerade Unterstützung; außerdem kamen wir ins Gespräch über das schöne Themenfeld „soziale Medien und pubertierender Nachwuchs – wann und wie?“ – und schon waren anderthalb Stunden rum.
Wissen Sie, dass ich anfange, telefonieren nicht mehr so super zu finden? Nicht, weil ich telefonieren nicht mehr so super finde, sondern weil Freisprechanlagen, Funklöcher und irgendwie auch mein Räppelchen es mir mit technischen Problemen schwerer machen.

Mittags kam die Liebste, wir aßen den wartenden Kuchen und machten ein bisschen Pause zusammen und erzählten uns vom bisherigen Tag und dann klingelte wieder das Telefon. Ich war aber nicht schnell genug – und im Rückblick war das auch gut so, denn dieser Anruf leitete die erste vollkommen absurde Stunde dieses Tages ein.

Wenn ich das richtig rekonstruiere, hat ein anderer Dienstleister einem Kunden eingeredet, dass er jetzt unzufrieden mit den Inhalten seiner Website ist. Und deswegen will er jetzt eine neue und damit hat der andere Dienstleister jetzt für mich und für ihn Arbeit generiert. Dummerweise auf Basis von nicht ganz zutreffenden Behauptungen über die Inhalte der Website – Sie glauben ja gar nicht, wie oft gerade kleine und mittelständische Firmen ihre Websites nicht kennen und deswegen anfällig dafür sind, wenn ein freilaufender Vertriebler ihnen da etwas erzählt. Und Zeit hab ich auch nicht dafür.
(Hm, das könnte einen Teil schlechte Laune ausmachen.)

(vollkommen zusammanhangsloses Bild aus Cuxhaven, weil ich Schilder, die ich total nicht verstehe, sehr mag)

Nebenbei teilte er mir mit, er würde die Website auf einen neuen Server umziehen, er wisse noch nicht, ob sich dann Zugangsdaten ändern würde – er würde mir dann schreiben. Und das teilt man ebenso wenig nebenbei mit, wie man mitteilt, dass die Kitagruppe in einer andere Straße umzieht und man dann noch irgendwann Bescheid geben würde, wann es genau passiert und wo die neue Adresse sein wird. (Klar: Laune Teil II)
Wären Sie hier gewesen, hätte sich für Sie der Begriff „hektisch BackUps machen“ sehr anschaulich mit Leben gefüllt.

Dann nochmal zurück zu dem, was ich heute eigentlich tun wollte: Da waren auch noch ein paar Icons zu machen und das macht mir immer richtig großen Spaß. Mittendrin … nein, nicht das Telefon, aber eine Mail mit einem Screenshot der Warnung, die Windows ausspuckt, wenn jemand eine Mail von mir bekommt – also eine mit dem tollen, vorgestern beim neuen Anbieter erzeugten Zertifikat. Statt der Empfängerin jetzt also zu versichern, dass ich es bin, wird sie mit einer Warnung konfrontiert, dass ich betrüge. Super Sache. (Aha, schlechte Laune Teil III)
Ich recherchierte also wieder neue Anbieter und begann sogar einen Bestellversuch aber der endete an einem dieser Punkte, bei denen man Web-Neulingen beibringt, dass sie da jetzt nicht ihre Kreditkarten-Daten eingeben. (Klar: Schlechte Laune, Teil IV)

Super. Jetzt weiß ich, warum’s mir wie geht und Sie haben was zu lesen gehabt. Und ich kann ein bisschen drüber lachen. Das ist doch wieder ganz ok.

Sie finden gutes altes Tagebuchbloggen gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

2 Kommentare

  1. Wie schön, wenn man den Grund weiß! Dann geht es mir zumindest besser. Meist sind es aber, anders als hier, Sachen, die ich mir nicht eingestehen möchte. Und manchmal komme ich auch gar nicht darauf. Das ist nicht hilfreich.

    1. Kommt mir durchaus bekannt vor. Hat ja vermutlich auch seinen Grund gehabt, dass ich das alles erst beim Runterschreiben so bemerkt habe …

Kommentare sind geschlossen.

Die Website benötigt Cookies. Ich nutze Matomo, um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Matomo ist lokal installiert, es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookies gesetzt. Auf Anforderung können Sie zB Videos ansehen, die dann weitere Cookies setzen.