19.8.2019 – Binnenschifffahrt

Mein Gott, was es mir gut geht, wenn ich ausschlafe. Durchschlafe. Aus und durch, durch und aus.

Vormittags am Schreibtisch viel Kleinkram – hier begonnen, ein Blogtheme zu programmieren, da telefoniert, um die nächste Runde Korrekturen zu besprechen. Hier nachgehakt, wie es weiter gehen soll und da einer niedrigen zweistelligen Rechnung hinterhergefragt. Ich erwähnte ja mal, dass ich eh nur die besten Kunden der Welt habe und ich meine das auch wirklich so – aber da gibt es eine quartalsmäßig geschriebene Rechnung über exakt 30,-, die ich jedesmal anmahnen muss. Ich verstehe es nicht*.

*) Sie haben bestimmt super Ideen, wie man mit Kunden umgeht oder wie man Mahnungen automatisiert? Wenn Sie die jetzt hier anbringen wollen, haben Sie meine intendierte Aussage falsch verstanden, daher: Danke, behalten Sie es gern für sich. Darum geht’s nicht.

Eine (seit heute ehemalige) MODx-Website in statisches HTML umgewandelt. Geht übrigens gut mit dem Sitesucker, falls Sie zB mal eine statische Version einer alten WordPress-Site machen wollen, um sich die ewigen Updates zu sparen, wenn sich an der Site eh nichts mehr ändert.
Ich hatte ja letztens noch über MODx berichtet und dass ich wirklich keine Websites mehr damit betreiben möchte – und das erleichtert mich schon sehr.

Mittags dann ins Ruhrgebiet gefahren und zwei Stunden auf einem SchiffBoot verbracht. Eigentlich mögen wir sowas ja total und eine Fahrt ein Stück die Ruhr hoch, das klang spannend.
Ehrlich? Naja. Der Kahn war zu klein, die Musikbedudelung zu schlecht, der Kaffee zu Jajobs, der Kuchen zu Coppenrath, der Altersdurchschnitt zu hoch. Ich schätze, wir senkten ihn auf Mitte 70 und der von mir heute in freier Wildbahn beobachtete Seniorus Unsympathikus fällt halt eher durch rückichtsloses Vordrängeln als durch friedliches Miteinander auf. Und neben uns saßen zwei Mansplainer, die sich ungelogen 5 Minuten gegenseitig das auf dem Foto abgebildete Schild vorlasen. Immer wieder von vorn. Gegenseitig, weil jeder das letzte Wort haben musste.
Weniger unterhaltsam als es hier in der Erzählung klingt.
Aber in diesen Ferien ist ja eh der Wurm drin.

Apropos „Ferien“ – für alle, die gestern mit uns überlegten, was wir denn in den Herbstferien machen sollen (und auch allen anderen) der aktuelle Status: Wir standen vorhin in der Küche und überlegten, was eine dunkler gebeizte Arbeitsplatte mit viel TrueOil und ein zuzementierter Fliesenspiegel wohl aus der Küche machen könnten und stellten fest, dass die die Aktion „unser Haus soll schöner werden“ wohl aktuell knapp vor „wir fahren nochmal ans Meer“ liegt.
Ich werde Sie auf dem Laufenden halten 🙂

Im Auto in eine wilde Überlegung verstiegen: Kinder lernen in der Schule kaum noch, dass es abolute Maßstäbe gibt (beim Fußball werden die Tore nicht gezählt, Bundesjugendspiele durchs Dorf gejagt, Zeugnisse von den Eltern ausdiskutiert). Aber wenn keiner mehr Respekt vor Autoritäten hat, dann wudnern wir uns. „Diskutieren Sie die Zusammenhänge“, würde ich jetzt sagen, wenn dies eine Aufgabe im Debattierklub wäre.
Ich muss nachdenken.

Es mag sein, dass wir dann in die nahegelegene Mall gefahren sind, weil es in der dortigen Fressmeile eine der geilsten original Ruhrpott-Currywürste in vegetarisch gibt.

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