19.4.2019 – Auf der Mauer, auf der Lauer

Gestern habe ich gearbeitet. [Nachtrag Ende]

Der Kalender sagte, heute sei Feiertag; Twitter sagte, ich solle tanzen, aber ich wollte nicht.
Stattdessen wollte ich lange schlafen, immerhin bis halb acht und erst dann an den Schreibtisch. Und später an den See und das war sehr schön.

Wir fahren da jetzt schon seit ein paar Jahren immer hin, wenn wir etwas Frieden brauchen; und obwohl es heute da erstaunlich voll war – die friedliche Stimmung bleibt. Die große Bank am Ende der Staumauer war frei und ich konnte alleine und in Ruhe aufs Wasser gucken.
Hinter mir eine Familie, die mit ihren beiden kleinen Kindern nach den 700m Wegstrecke ein vollständiges Picknick abhielt.
Der Opa, der mit seinem Enkel auf dem Laufrad unterwegs war und natürlich, obwohl zu Fuß, als gutes Vorbild ebenso einen Fahrradhelm trug wie der Kleine. Wir liebten ihn alle sehr dafür.
Der Trupp 25-jähriger, die sich darüber beklagten, dass auf Schützenfesten jetzt Techno gespielt wird und Nebelmaschinen laufen.
Die Familie, die zusammen immer neue Schattenfiguren erfanden.

Das war sehr schön da.

Aktuell bingwatche ich The Big Bang Theory, noch einmal ganz von vorne. Ich gucke ja auch die aktuellen Folgen immer noch und bin auch wirklich etwas traurig, weil es nur noch wenige Folgen sein werden, aber: meine Herren, was waren die alten Folgen besser.

Nachmittags die Liebste wieder abgeholt, die hatte ja drei Tage in Brüssel geweilt. Und eventuell muss ich jetzt Trüffel essen gehen und Comics lesen.

Und gaaanz eventuell merke ich gerade, dass ich jetzt drei Tage im Programmier-Tunnel war und es mir manchmal schon ganzt gut tut, soziale Kontakte zu haben, die mich da gelegentlich rausholen.
Gelegentlich ist so ein Tunnel aber auch mal ziemlich gut.

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!