19.2.2020 – reflection day

Gestern ist erstens nix passiert und zweitens war mein Hirn nach mehreren Stunden Videokonferenz so gar, als hätte ich meinen Kopf in die Mikrowelle gelegt. Also nicht, dass ich je meinen Kopf in die Mikrowelle gelegt hätte, aber Sie verstehen schon.

Und dann stoße ich bei der morgenlichen Blogrunde auf Herrn Paul, der sich fragt, wie Menschen, die schon viele Jahre schreiben das immer tun und natürlich ist ein Tag nach einem Cheat-day eigentlich ein schlechter Tag um über sowas nachzudenken, (und erst recht, sich darüber zu äußern) aber ich denke, also blogg’ ich:
Einmal ist Tagebuchbloggen für mich auf den ersten Blick per defintionem banal. Wenn mir etwas passiert, worüber ich a) nachdenken und b) sogar noch kluge Gedanken formulieren kann – dann ist das schön, aber Luxus. Der Sinn des Tagebuchbloggens entsteht für mich durch die Regelmäßigkeit (jaja, ich weiß: Aber gestern!) des Alltäglichen. Die Wiederholungen schafft, Muster entdecken lässt, wo vielleicht weder Sie noch ich zu Beginn welche vermutet hätten – und dadurch ein großes Bild schafft.
Und so ist auch die Aussage, dass es nichts zu sagen gab, für mich eine Ausage im Strom dessen, was hier passiert oder nicht passiert.
Ganz banal auf den Punkt gebracht: Ein Cheat-day hat noch keine Aussage. Betrachte ich mein Blog rückwärts und bemerke, dass ich jeden zweiten Tag schreiben musste, dass mein Kopf zu durch zum Schreiben war – dann ist das ein guter Moment, um etwas über mich selbst zu lernen. Würde meine Therapeutin sagen.
Und so ist die Antwort für mich meist: Einfach tun. (Haha, ich hab so gut lachen)
My two cents.
Ach: This ain’t no Ratschlag, Herr Paul, Du hast mich nur zum Nachdenken gebracht.

Zurückblickend bemerke ich aber, dass die eine Telko mich sehr froh hinterlässt, denn ich darf mal wieder eine SocialMedia-Strategie entwickeln.
Diese Erkenntnis drängte sich ab heute Morgen um fünf in meinen Kopf und als ich dann um zehn nach sechs die erste SMS bekam (note2me: SMS-Ton deaktivieren!), da setzte ich mich auf und tippte das, was mein Kopf seit einer Stunde im Schlaf gedacht hatte einfach runter.

Jaja, so ist das bei uns Selbstständigen: Wir arbeiten sogar im Schlaf.
– oder –
Jaja, so ist das mit viel Berufserfahrung: Ich denk mir die Sachen im Schlaf aus.
Suchen Sie sich eine Deutung aus.

Außerdem träumte ich einen langen Nachmittag mit jemandem, mit dem ich schon seit Jahren versuche, mich mal auf einen Kaffee zu treffen. Nun haben wir ein Date und offensichtlich bin ich aufgeregt. Das können ja noch schöne drei Wochen werden. Yes, I’m talking about you, Herzchen.

Heute war Erlediboy-Tag. Tausend viel Kleinkram erledigt und ein Großkram erledigt. Dummereise beim Arbeiten schon im Hinterkopf gehabt, an welchen Stellen $kundin irritiert sein wird; sie macht es uns aber auch schwer, denn sie liest weder Angebote noch Verträge noch Konzepte noch eMails. Ich überlege wirklich sehr, ob und wie ich das abfangen kann, aber mir fällt nur wenig ein.

Spätnachmittags, als die Liebste aus einem langen Tag zurückkam – Sie wissen ja: Lehrer haben ja ab mittags frei – spontan raus gefahren, eine Kleinigkeit essen. Und ich frage mich, warum man nicht zu jedem Essen ein kleines Töpfchen Sauße Hollandaise stellt??

Sie wollten meine Gedanken schon immer auch auf dem Kindle und nicht nur im Browser haben? Quasi als Buch?
Kein Problem. Pünktlich zum sechsten Geburtstag gibt es wieder ein Best Of 2019 des Techniktagebuchs (kindle, 2,99€) zu erwerben. Oder die Gesamtausgabe als PDF (11.874 Seiten, 213 MB, kostenlos).
Ich schreibe zwar aktuell nicht allzu viel da, aber bin immer noch stolz, ein Teil dieses großartigen Autoren-Kollektivs zu sein.

Apropos „Lesen“

Gelesen: Unfähig & Unwillig? Prügeln! Fähig & Willig? Stark prügeln!
Gunter Dueck über Mitarbeiterführung auf spektrum.de in den scilogs.
(via Flusskiesel via Kaltmamsell)

Gelesen: Warum wir Erwachsenen mehr spielen sollten
Ein Abriss von Natalias Beziehung zum Spielen – und welche Konsequenzen das für Ihr Firma hatte.

Gemerkt: Dr Web hat 28 kostenlose Lightroom-Presets gesammelt.
Ich kann über die Qualität nichts sagen, denn ich hab das erstmal nur gespeichert, habe aber bestimmt an einem nächsten verregneten Samstagnachmittag mal was vor.

Gehört: St Paul & The Broken Bones
Schöner Retro-Soul. (Ja, für das Wort komm ich die Helene Fischer-Kammer des tiefsten Höllenkreises.)

Gesehen: Songwriter & Produzent Pascal „Kalli“ Reinhardt zeigt ausführlichst, wie der Hit „Better“ von Kena und Nico Santos entstand.
Falls Sie selbst gelegentlich mal Musik machen, ist das unfassbar lehrreich. Falls nicht, Sie sich aber für Musik interessieren, sicher auch spannend.

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