18.7.2020 – war was? Nö.

Es gibt wenig zu berichten. Nach dem Aufstehen das große Rücken-Mobilisierungsprogramm, dann in die Schule gefahren, Dinge streichen.

Mittags gefühstückt und den neuen Rasen das erste Mal gemäht.

Über Jaco nachgedacht. Das war keine schöne Geschichte, eher eine von den wirklich tragischen. Mich erinnert, dass ich über Jaco vor vielen Jahren schon einmal für das schöne Magazin mindestenshaltbar (die älteren werden sich erinnern) geschrieben hatte und den Artikel rüber ins Archiv geholt.

Etwas ganz aufregendes getan: Im Lightroom die ganzen Ordner, die bisher nur das tagesdatum hatten umbenannt. Also die meisten. Also die ersten zwanzig.
Sie sehen: Heute ist hier echt die Post abgegangen.

(Vollkommen zusammenhangsloses Bild vom letzten Sonntag)

Wie wärs mit etwas Beifang?

Liebe ist, zu sagen: Ich bin für dich da, gleichzeitig darfst du aber so sein, wie du bist. Liebe ist eben auch, die Autonomie des anderen zu respektieren.

Was ein unfassbar wichtiger Satz. Er stammt aus dem Artikel „Warum Menschen den Kontakt zu ihren Familien abbrechen“ aus dem Magazin ze.tt und wurde mir gestern Abend bei Twitter reingespült. Und auch wenn das – aus Gründen die der regelmäßigen Leserin vermutlich halbwegs klar sein können – im Moment so richtig fett mein Thema ist – ich finde vieles in diesem Artikel sehr allgemeingültig und -klug.


Also dass ich nicht schieße, um dich zu töten, sondern nur, um mir den Weg frei zu machen – das hast du nicht gedacht? Nein, also wenn du schießt, um wegzulaufen, gibt es halt das Risiko, dass du mich totschießt, und die Absicht war doch in vielen Fällen da.

Quasi auf der vollkommen entgegengesetzten Seite der Skala, was Menschen so an Beziehungen normal finden, hier ein langer Artikel in der taz über Christof Wackernagel und Herman van Hoogen – der eine RAF-Mitglied, der andere Polizist. Als sie sich das erste Mal begegnen, erschießen sie sich fast gegenseitig.
Später werden sie Freunde.
Gerade wenn man sich ansieht, wie heute schon Menschen wegen eines falschen Tweets für immer verdammt werden, eine sehr lesenswerte Geschichte.

Weiter heißt es da:

Aber eine abstrakte Utopie schon: eine Gesellschaft, in der es niemanden mehr gibt, der an Hunger stirbt, wo niemand mehr daran gehindert wird zu lernen. Wo es ein Gesundheitswesen gibt, wo Menschen, die ins Krankenhaus kommen, einfach behandelt werden. […] Auf der anderen Seite die Idee, dass du in unserer Gesellschaft von deinen eigentlichen Bedürfnissen immer weiter entfremdet wirst, dass du ’ne Maschine wirst …

Man muss jetzt nicht mit der RAF sympathisieren, um zu merken: das ist nicht weit weg von dem, was zB der Großteil meiner Twitterblase sich wünscht. Mehr Gerechtigkeit halt.
Und weil heute ja die ein oder andere nicht so helle, aber dafür viele extrem schnell entzündliche Kerze in diesem Netz unterwegs ist: Nein, ich verspüre nicht die geringste Sympathie oder Rechtfertigung für das, was die RAF getan hat.


Das Prinzip Kontaktschuld ist beliebt, vor allem bei Diskussionen im Netz: Man diskreditiert eine Person allein dadurch, dass sie auf der ‚falschen‘ Demo war, mit der ‚falschen‘ Person gesprochen oder gar Geburtstag gefeiert hat.

Als letztes dieser Artikel von planet-interview.de zum Thema Kontaktschuld: Damit ist jedes ihrer Argumente wertlos
Wenn Sie den Link davor gelesen haben, dann muss ich zu dem ja eigentlich gar nichts mehr sagen.

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