18.5.2026 – was ist denn ein Software-Abo?

Der Tag begann mit einer frohen Nachricht:

Haha, lustiger Phishing-Versuch“ denken Sie jetzt und das dachte ich auch, als ich das erste mal so eine SMS bekam und löschte das Ding. Allerdings folgten damals tatsächlich per Post erst weitere Informationen und dann eine neue Karte und dann eine neue PIN.
Nach dem Info-Brief hatte ich damals die Sparkasse angerufen, die zwar nach meiner Lesart die SMS unterschrieben hatte, nach ihrer eigenen Lesart allerdings nichts damit zu tun hatte und mich an eine neue Nummer verwies. Dort dann: Nein, man kann mir aus Sicherheitsgründen nicht sagen, was passiert ist, nein, man kann aus Sicherheitsgründen nicht sagen, ob es überhaupt meine Karte ist oder sie halt einen ganzen Nummern-Bereich gesperrt haben, nein, ich kann aus Sicherheitsgründen natürlich nicht mit der Karte zahlen und falls ich irgendwelche Abos laufen haben SOLLTE, dann werden die aus Sicherheitsgründen zurückgebucht, aber das ist ja sicherlich nicht schlimm, denn wer macht schon so etwas?
Ich. Und alle Menschen, die ich kenne.
Ach so? Warum denn, Herr Fischer?? Was ist denn ein Software-Abo?
Der ganze Vorgang dauerte drei bis vier Wochen und ich zahlte meine beruflichen Software-Abos halt einen Monat lang mit der privaten Kreditkarte, das stört ja keinen großen Geist. Betriebskosten-Schmetriebskosten, Umsatzsteuer-Schmummsatzsteuer, wenn störts?
Meine Idee, dass für mich aus Sicherheitsgründen ja ganz gut sein könnte, wenn ich wüsste, dass meine Karte kompromittiert ist, wurde abgewiegelt.
Ich habe aus Sicherheitsgründen dann nicht gesagt, was ich gerade dachte.
Ich freu mich so, dass das jetzt tatsächlich noch einmal losgeht.

Bei einem Kaffee mit einem alten Freund erzählte ich die Geschichte damals und er konnte drauflegen: Er war gerade in Südkorea als ihm das passierte. Nur, dass er keine private Kreditkarte bei einer anderen Bank hatte. In den Filmbeschreibungen bei ZDF-Filmen nennt man diesen Zustand „gestrandet“ und er ist wohl gar nicht so launig lustig wie im Film und man lernt auch nicht automatisch Wolke Hegenbarth oder Christine Neubauer kennen.


Dann Kontakt mit gleich zwei Menschen, denen man mich empfohlen hatte – ich liebe so etwas so sehr – danach alle Schilde hoch und zwei Stunden lang Pixel geschoben, um aus einer bestehenden Vorlage etwas hübsches zu machen. Nur kurz unterbrochen von

Und dann raschelte es mittendrin auf einmal in der Kaffeekasse. Boa danke. Echt.

Zeugs

Sehr gehrter Herr Bundeskanzler, ich möchte mich von Herzen bedanken. Für Ihre gelebte Kinderliebe.

Besonders kritisch bewertet UNICEF Deutschlands Abschneiden im Bildungsbereich. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen laut Studie die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik. Damit liegt Deutschland auf Rang 34 von 41 Ländern mit vergleichbaren Bildungsdaten. Staaten wie Irland, Slowenien oder Südkorea erzielten deutlich bessere Ergebnisse, teils trotz geringerer wirtschaftlicher Voraussetzungen.
Auffällig sind dabei vor allem die sozialen Unterschiede. Während 90 Prozent der Jugendlichen aus privilegierten Familien grundlegende Kompetenzen erreichen, gelingt dies nur 46 Prozent der Jugendlichen aus sozioökonomisch benachteiligten Haushalten. Für UNICEF ist das ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark Bildungserfolg in Deutschland weiterhin von der sozialen Herkunft abhängt.
Auch bei der wirtschaftlichen Situation vieler Familien sieht das Kinderhilfswerk großen Handlungsbedarf. Nach Angaben der Studie lebt im Durchschnitt der untersuchten Länder fast jedes fünfte Kind in Einkommensarmut. In Deutschland stagniert die Kinderarmutsquote seit Jahren bei etwa 15 Prozent.

UNICEF: Deutschland vergibt bei Kindern Zukunftschancen

Von der einen Studie zur anderen Statistik – wir bleiben aber verhaftet in tiefer Dankbarkeit für unseren Kanzler und seine Regierung. In diesem Fall für den harten Tritt auf die Bremse im Bereich der erneuerbaren Energien. Es geht nämlich gar nicht mehr darum, den Umstieg zu starten, sondern ihn zu Ende zu führen. Hätte ich auch nicht gedacht, aber statista hat da auf Instagram mal etwas vorbereitet:

Zu Beginn der 2000er Jahre dominieren konventionelle Energieträger die Stromerzeugung in Deutschland deutlich. Kernenergie, Braun- und Steinkohle liegen vorn, während erneuerbare Energien noch eine untergeordnete Rolle spielen. Ab den 2010er Jahren beschleunigt sich der Umbau des Strommixes.

statista.de auf Instagram

Unsere täglichen KI-Links gib uns heute: Meike Wocken, Professorin für Wirtschaftsinformatik & KI an der Uni Kiel erklärt, was sie in ihrem Fachbereich mit „KI-Bullshit“ meinen und was man tun muss, um ihn zu vermeiden. Überraschung: man braucht Fachwissen, um zu kontrollieren:

Menschen müssen KI-Ergebnisse kontrollieren, da sie fehlerhaft sein können. Bei Sprachmodellen können die Modelle dabei sehr überzeugend Bullshit generieren. Dieser Bullshit ist mit einem Index quantifizierbar.
Die Ergebnisse einer Studie weisen darauf hin, dass KI-Modelle Bullshit bevorzugt generieren, wenn sie auf die Maximierung der Nutzerzufriedenheit trainiert wurden.

Meike Wocken auf Instagram

Und im Gegensatz zu KI-Bullshit können wir hier einer Künstlerin zu sehen, wie sie Kunst macht. Wie sie in der Musik kommuniziert und interagiert und damit etwas Einmaliges erschafft:

Johanna Summer mit Gästen am Flügel.
Wunderschön.

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1 Kommentar

  1. Aus Sicherheitsgründen würde ich dann in dem Fall mal die Bank wechseln. Diese Art der Nichtkommunikation geht ja gar nicht.

    P.S.: ING hat jetzt auch Geschäftskonten.

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