Heute morgen das nächste Telefongespräch geführt und jemandem sagen müssen, dass das nichts mehr wird. War das letzte Mal scheiße, war heute wieder scheiße. Voll gut für die Selbstachtung.
„Akzeptanz, Herr Fischer“, höre ich sanft die Stimme der klugen Frau, aber Akzeptanz und ich – das dauert noch.
Danach brachte ich das allerletzte Überbleibsel aus der Zeit des Unblogbaren an den Ort des Unblogbaren, ließ mir alles quittieren und jetzt wüsste ich wirklich nichts mehr, was jetzt noch nachkommen sollte.
Immerhin nachmittags noch eine Site veröffentlicht, die die Kundin und ich in den letzten Wochen in vielen kleinen Schritten gemeinsam relaunched hatten. Aus orange-petrol hatte die Logo-Grafikerin gold-lila gemacht, aus der individuellen Typo wurde eine sehr klare, reduzierte und insgesamt ist die Änderung gar nicht nicht so groß, aber beeindruckend deutlich.
Dass nicht alles nicht klappt, wird auf der Seite mit dem großen Plus oben vermerkt.
Danach „es ist vorbei“-Sushi.


Ich hab noch ein bisschen …
Zeugs
Wir kennen die Mechanismen eigentlich alle, aber Christian hat den gesamten Ablauf einer Empörungswelle so schön aufgeschrieben, dass man es als Lehrmaterial verwenden könnte. Vielleicht kennen Sie ja auch Menschen, die sich voll des ehrlichen Zorns mit den russischen Handy-Farmen streiten?
Im Kommunalwahlkampf brennt ein Wahlplakat. Was dann auf Facebook passiert, ist interessant. Ein Lehrstück über die Unmöglichkeit politischer Debatten im virtuellen Raum …
Christian Buggisch:
Stufe 1: Normative Bestätigung
Stufe 2: Misstrauen und Relativierung
Stufe 3: Organisierte Aktivierung
Wie man Social Media kapert und Kommunikation zerstört
Gut, LLMs – the fuckers also known as „AI“ – haben, um so schick sprechen zu können alle unsere Bücher gelesen, ja nun, Autoren, das sind doch diese stinkreichen Angeber aus den Talkshows und sowieso sind Bücher teuer und äh, ja nun. Gut, sie haben auch alle unsere Musik gehört, um dann selbst welche zu machen und die ist doch gar nicht so schlecht und guck doch mal auf die roten Teppiche, diese Musikerinnen sind doch alle auch stinkreich und äh, ja nun.
Nun beginnen die KI-Antworten die Geschäftsmodelle von OpenSource-Projekten zu gefährden und wenn Sie denken, dass Sie OpenSource ja eh nicht brauchen, dann machen Sie am besten sofort Ihren Browser aus, denn ohne OpenSource gäbe es kein WWW.
Ich bin heute über eine längere Diskussion auf GitHub gestolpert, die exemplarisch zeigt, wie „KI“s bisherige Open-Source-Ökosysteme zerstören und derzeit keine Lösung in Sicht ist. Da das Thema exemplarisch interessant, aber auch etwas technisch ist, versuche ich, es hier noch einmal abstrakt zu beschreiben, auch wenn es an anderen Stellen dazu schon Berichte gibt. Es ist also wenig bis kein technisches Wissen notwendig, um dem Vorgang zu folgen und am Ende ein paar Gedanken zu den Folgen dieser Entwicklung zu formulieren.
Caspar Clemens Mierau:
Das drohende Ende von Open-Source-Projekten durch LLMs am Beispiel von Tailwind CSS
Ich wiederhole mich: Es gibt keine ethisch vertretbare Möglichkeit, LLMs zu benutzen und wenn jetzt jemand sagen will, dass Geschäftsmodelle skalieren und nicht ethisch sein sollen, dann sage ich: Falsches Geschäftsmodell. Genau so eine Denke hat uns in die Scheiße geritten und wir können sie uns nicht mehr leisten.
Das neue Album CIRCLES & SQUARES.
Seit dem 26.1. auf diesen und allen anderen Streaming-Diensten.

