16.5.2026 – … Tiramisu liegt doch so nah!

Vormittags widmeten wir beide uns unseren Schreibtischen, das war – je nach Person – objektiv mal mehr, mal weniger produktiv; trotzdem hatten wir beide das schöne Gefühl, ein paar Dinge geschafft zu haben.
Nebenbei immer mal wieder zwischendurch die DAW geöffnet und an einer kleinen House-Nummer, die mir vor ein paar Tagen in den Schoß gefallen war, ein Detail hinzugefügt oder weggenommen; jedes Mal diente der Verbesserung des Tracks. Das war voll schön, vor allem, weil ich letztens gute 2 Wochen mit einer Idee verbracht hatte, die ich jetzt eigentlich jetzt endlich auch mal löschen könnte. Vollkommen verdaddelt, das Ding und zwischendurch hatte ich schon befürchtet, mein Mojo verloren zu haben.

Für den Nachmittag hatten wir uns influenzen lassen: Anna von gruenumdiewelt sammelt schöne Orte abseits der bekannten hotten Spots, aber netterweise ziemlich im Umkreis von hier und empfiehlt sie auf Insta. Und auch wenn Insta-Reise-Influenzer natürlich … naja lassen wir das; egal, wer sind wir, einer Café-Empfehlung nicht zu folgen?
Wir fuhren also los, kurvten am Ziel noch etwas durchs Dorf um zu parken und lasen erst dann, dass heute geschlossene Gesellschaft sei. Nun gut, ein Dorf zurück erinnerten wir uns an ein weiteres Café, warum nicht? Ach ja, deswegen: Unsere Erinnerungen waren einfach 25 Jahre alt und das Café vermutlich seit einer Dekade durch einen Laden ersetzt. Und so landeten wir wieder am Ende mittelgenervt im eigenen Kaff und saßen im gleichen Café wie immer mit dem gleichen wirklich superen Kaffee und dem superen Tiramisu wie immer. Deswegen dann nicht mehr genervt.
Mal sehen, ob und was wir daraus lernen.

(Nein, niemand hat aus reinem Spaß daran, Karten zu zeichnen den Illustrator angeworfen und unsere Blödheit in einer kleinen Infografik festgehalten, nein, nein.)

Als wir quasi im Gehen begriffen waren, setzten sich neben uns zwei in-der-Schulzeit beste Freunde von mir hin, die ich tatsächlich seit damals nicht mehr gesehen hatte. Immer wieder so seltsam, alte Menschen zu treffen, die doch eigentlich mein Alter haben müssten?

Ich weiß natürlich, dass niemand von Ihnen jemals in meinem Kaff hier ein Café suchen wird, aber für den Fall, dass doch meine Empfehlung: Il Barista Tommy Dee. Folgen Sie ruhig kurz dem Link und erfreuen sich auch daran, wie „KI“ die Bewertungen zusammen gefasst hat. Gelogen ist übrigens das „zeitgemäße Dekor“, aber das kann man voll egal sein lassen. Also das Dekor.

Apropos „KI“: Nachdem wir letztens auf eine Traueranzeige stießen, deren Stil uns kurz aber gründlich verwunderte, kam ich
a) auf die Idee, den passenden Prompt in ChatGPT zu versuchen (das war leicht, ich landete teils wortgleich beim Ergebnis aus der Zeitung) und
b) auf die deutlich lustigere Idee, dass man so etwas doch – analog zu PowerPoint-Karaoke – als Format für lustige Abende etablieren könnte. ChatGPT-Karaoke! Im Wohnzimmer! Auf Kleinkunst-Bühnen! Ja, man könnte nicht nur, man sollte!
Ach, könntesolltemüsste, hätte ich doch mehr Zeit!

Naja, vermutlich sagen Sie mir jetzt, dass das in Berlin schon vor zwei Jahren wieder aus der Mode war …


Hurra, der Ischias!
Hurra, 3998 Streams!

(Zweiteres macht mich wirklich sehr demütig und dankbar, während ersteres einfach nur über ist)

Zeugs

Zitat des Tages:

Die Gesundheitswissenschaftlerin Anne Reinhardt von der Ludwig-Maximilians-Universität in München schließt daraus, „dass die Nutzung von KI schneller ‚Mainstream‘ wird als die Kompetenzen, die man dafür eigentlich bräuchte*

Gefunden bei den Krautreporten im Artikel „Das solltest du wissen, wenn du ChatGPT wie einen Arzt benutzt“. Vermutlich denken Sie jetzt, dass ich es eh bis ins Mark ablehnen würde, LLMs als Arzt-Ersatz zu nutzen, aber nach meinen letzten Arzt-Erfahrungen bin ich da einigermaßen locker.
Was allerdings hauptsächlich daran liegt, dass mir Ärzte im ländlichen Raum bei ungewöhnlicheren Anforderungen auch nur um die 50% Trefferquote oder offen-aggressiv vorgetragene Ahnungslosigkeit anbieten konnten. Da hätte ich auch die LLM fragen können, die wäre wenigstens höflich gewesen.
Wobei diese Höflichkeit genau eines der Probleme ist – und das arbeitet Silke Jäger, ergänzt um praktische Tipps für die Erstellung guter Prompts sauber raus, daher komplette Lese-Empfehlung.**

*) Natürlich: Das ist einfach flapsig wunderschön formuliert, aber sollte doch Konsens sein: Es ist nie eine Technik gut oder schlecht, sondern immer nur die Menschen, die sie konzipieren, entwickeln, veröffentlichen und am Ende benutzen
**) Als Mitglied darf ich Ihnen den Link schenken. Geil, oder?


Die folgende Frage ist eine rhetorische, denn die Statistiken gehen immer 2 Tage nach. Ich wollte eigentlich nur nochmal erwähnen, wie dankbar mich das macht.

Cover Malcolm F: Circles & Squares

Schaffen wir die 4000 Streams?
Das neue Album CIRCLES & SQUARES.
Seit dem 26.1. auf diesen und allen anderen Streaming-Diensten.

3 Kommentare

  1. > Ich weiß natürlich, dass niemand von Ihnen jemals in meinem Kaff hier ein Café suchen wird […]

    Doch, ich.
    Danke für den Tipp! Wenn es mich mal „inne Stadt“ verschlägt, weiß ich schon mal, wo ich ordentlichen Kaffee bekomme. :-)

    1. Ja, das mache ich. Es kann sein, dass ich aus familiären Gründen demnächst häufiger im Kaff bin. Da werde ich mich mal melden.

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