16.11.2020 – brrrrr

GasWasserScheiße Müller, guten Morgen!

Fischer, guten Morgen. Ich hätte da ein Problem, nämlich: Unsere Heizung ist gestern Nachmittag ausgegangen und läst sich nicht wieder starten.

Oh, das ist blöd.

Ja. Könnten Sie schnell jemanden vorbeischicken?

Ja, ich muss sehen, wann ein Monteur frei ist – aber dann: na klar. Wie sind Sie denn da?

Ich bin jetzt eine halbe Stunde außer Haus und sonst immer hier.

Oh prima. Aber geben Sie mir doch bitte noch Ihre Nummer.

Klar, gern: [insert Handynummer] Aber: Ich bin echt hier.

Die ganzen Tage?

Äh? Tage? Sie meinen, das ist nicht sicher, dass heute jemand kommt?

Nein, wieso …?


Außerdem waren die Schreiner nebenan wieder da und sprengen weiter unter Einsatz schwerer Artillerie die alten Fenster aus den Wänden.
Aber in Mathe hatte ich ja gelernt, dass Minus mal Minus Plus ergibt, also hoffte ich auf einen super Tag.

Dann ging ein Chatfenster auf und brachte frohe Botschaft und jetzt hab ich endlich auch mal ein #Geheimprojekt, von dem ich erst später erzählen kann, aber das wird super! Stayen Sie tuned!

Zwei Stunden am Telefon verbracht, wir sprachen viel über die Sicherheit von WordPress-Blogs und das Fazit war ein bisschen: Wie soll man das als User denn so alles im Blick behalten? Ich dachte an meinen Grundsatzartikel darüber, dass WordPress eben keine Lösung für „mal eben eine Website“ ist und nickte.

Ab mittags dann auf den Handwerker gewartet, danach neben ihm gestanden und Kaffee gereicht. Und leider nicht mit einer laufenden Heitung belohnt worden. Morgen kommt er wieder.
Was ein Glück, dass wir vor zwei Wochen neues Kaminholz bekommen haben.

Spüre ich in mich hinein, wie sehr diese kleine Unterbrechung, die Kälte und das warten mich störten, dann bin ich wohl etwas dünnhäutig im Moment. Naja, wer nicht?

Nachtrag vom Samstag: Das letzte Schiff am Steg. Ich glaube, für Segelclubs war das auch kein leichtes Jahr.


Rebriefing. Vanessa hat in ihrem Blog beschrieben, wie sie brieft, wenn sie jemanden beauftragt und damit auch, wie sie am liebsten gebrieft werden möchte. Ich möchte das – bzw konkret den Punkt 5 ihres Infokastens – aus der Sicht eines Dienstleisters mit pädagogischem Hintergrund ergänzen:

Wenn Sie also Dienstleister sind, dann machen Sie ein Rebriefing. Schreiben Sie mit eigenen Worten(!) auf, was Sie verstanden haben, was Ihr Gegenüber gerne möchte.
Ich beginne meine Angebot gerne mit Worten wie: „… Sie wünschen sich ein Blog, in dem Sie aus Ihrer Tätigkeit als Angelmadenzüchter berichten können. Das Blog soll Ihre bestehende Website sowie den Shop inhaltlich begleiten und interessierten Besucher:innen Ihre tägliche Arbeit bei der Madenaufzucht anschaulich näher bringen.
Und dann beschreibe ich das Blog und seine Funktionen, denn auch wenn wir natürlich alle wissen, wie ein Blog aussieht, dann ist genau das ein Trugschluss. Wir denken nur, dass wir das gleiche wissen.

Warum der Aufwand?

Erstens:
Ihre Kundin hat das gute Gefühl, gehört und verstanden worden zu sein.

Zweitens:
Wenn Sie sie falsch verstanden haben, dann ist das der beste Zeitpunkt, zu dem das auffallen kann.
Denn wenn Menschen kommunizieren, dann gibt es divese Fallen und eine davon ist, dass man hört was man möchte. Auf beiden Seiten.
Da kann ich als Dienstleister noch so deutlich sagen, dass ich keine Logos mache. Wenn $kundin das denkt, dann besteht eine hohe Gefahr, dass sie mich nicht hört. Weil das in ihrer Denke zusammen gehört.
Andersherum: Wenn ich als Dienstleister ab der ersten Erwähnung des Wörtchens „Blog“ denke, dass $kundin halt so ein Blog will, dann besteht die hohe Gefahr dass ich überhöre, dass sie zB eigentlich einen Instagram-Account meint.

Drittens:
Vielleicht merken Sie beim Aufschreiben, dass Sie dazu noch eine super Idee haben, die im Gespräch noch nicht aufgetaucht war. Und Sie geben Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, beim Lesen des Rebriefings noch eine super Idee zu haben.

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

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