15.9.2021 – cha cha cha changes

Programmiert. Leergut weggebracht und neue Getränke besorgt. Dem Regen zugeguckt. Nur kein Neid, es kann halt nicht jede so ein glamouröses Leben führen.
Zwanzig Minuten alleine in einem Zoom-Raum gesessen und gewartet – dann die Bitte nach einem neuen Termin verschickt.
Trotz Mittwoch keine DateNight gefeiert, weil der Vormittag einer der Beteiligten zu anstrengend war.

Gestern Abend The Equalizer geguckt. Vor ein paar Tagen hatte mir der Algorithmus Teil zwei vorgeschlagen und der war irgendwie ok, irgendwie auch nicht und ich bekam das noch nicht so zu fassen. Also mal Teil eins gesucht, geschaut und gegen Ende ein bisschen was in der Wikipedia gelesen. „Selbstjustiz-Genre“ stand da irgendwo und ich begriff, was mich störte: Ja, früher habe ich gerne einsamen Wölfen zugeschaut, wie sie auf ihrem Weg für das vielleicht richtige ihre Wege mit Leichen pflasterten, aber toxic masculinity hier, rücksichtloses Boomerdenken da – offensichtlich unterhält mich das nicht mehr.
Interessante Selbstbeobachtung – wenn angelerntes Wissen so internalisiert wird, dass es dann das eigene Verhalten und sogar so etwas wie Film-Vorlieben ändert.

Dann – eigentlich beim Ausschalten – zeigte mir der Fernseher noch kurz die gerade linear laufende Sendung Andere Eltern, und das hingegen kann ich mir sehr gut angucken. Staffel eins habe ich aus der Mediathek unter ständigen lauten Lachen und einer großen Portion Fremdscham weg-gebingt und gerade gibts denn als Staffel zwei.

Nebenbei viel Musik gehört – Cosmo hatte wieder die 5 Songs die die Welt jetzt braucht veröffentlicht und ich bau mir da ja immer Monatsplaylists draus.
Ziemlich von diesem Track weggeblasen worden (wenn Ihnen das Intro auch etwas zu bombastisch ist, skippen Sie doch einfach bis 0:50)

Zeugs:

Günstiger Wohnraum für Menschen in prekären Situationen – in Augsburgs Fuggerei klappt das schon seit Jahrhunderten. Was ist das Geheimnis dieses sozialen Wohnprojekts?

br.de:
Wie die Fuggerei 500 Jahre überleben konnte

Die Sonne scheint, ich habe die Menschen um mich, die ich liebe, und es geht mir schlecht. Und das, weil irgendein Experte irgendeine Meinung, zu irgendeinem Thema in irgendeinem Netzwerk gepostet hat. Wie doof ist das denn bitte!? Um es deutlich zu machen: Das ist eine Schwäche von mir. In den Phasen, in denen ich mehr bei mir sein sollte, zu weit weg zu sein in dieser Welt voller Meinungen. Und das meistens, weil ich zu wenig in mich reinhöre, um zu beurteilen, dass es gerade nicht so gut wäre, mir von irgendeinem toxischen Horst das Leben erklären zu lassen.

Für irgendwelche Menschen im Netz bin dieser toxische Horst ich. Auch das ist Teil der Wahrheit.

Bob Blume:
PERSÖNLICH: Social-Media – die halbe Wahrheit

Gestern habe ich einen Weiterbildungstag zur Frage abgehalten, wie man im Unterricht auf der Sekundarstufe II das Thema »Fake News« behandeln könnte (alle Materialien findet man hier).
In der Diskussion ergab sich eine elementare Einsicht: Jugendliche und Erwachsene brauchen oft Kompetenzen im Umgang mit Informationen. Diese entstehen nicht über die Thematisierung von »Fake News«, sondern in der schrittweisen und konstanten Erweiterung bestehender Kompetenzen.

Philippe Wampfler:
Netz- und Informationskompetenzen schrittweise erweitern

Tatsächlich ist ja kein anderes Genre so fest an eine staatliche Institution gekettet wie der Kriminalroman an die Polizei; […] Nur der Kriminalroman ist diese narrative, emotionale und ästhetische Symbiose mit einem Instrument staatlicher Autoritätsausübung eingegangen. Die Implikationen dieser Symbiose waren mir zwar vage bewusst, aber […] Mir wurde klar: Ich möchte eigentlich nicht so weitermachen.

Till Raether:
Die Verantwortung der Krimi-Autor*innen: Einige Forderungen an ein obrigkeitshöriges Genre

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