15.9.2020 – Look Ma’, I’m on the interwebs!

Wie Frau Brüllen gestern (Happy Blogbirthday by the way!) schon so treffend bemerkte: Hier ist ja auch nicht immer super-spannendes los. Heute zum Beispiel. Das mag viel daran liegen, dass mein Schreibtisch gerade recht leer ist und ich so unterhaltsame Dinge tue wie ausruhen, noch ein Schläfchen machen oder DS9 bingen – und das trägt alles nicht über einen ganzen Artikel und kaum über diesen ersten Absatz. Lust, im Internet zu lesen hab ich auch nicht … tja.

Und selbst meine große Verliebtheit in die neue Maus, die ich mir gekauft habe … nun ja. Ich sah eine Anzeige und las, dass es von dem Modell was ich bis heute benutzte eine Weiterentwicklung gibt (gäääähn…), die ermöglicht, dass man den Knöpfen und Rädern vom gerade genutzten Programm abhängig Funktionen zuordnen kann. Dass also die Daumentasten im Browser vor- und zurückblättern, in Word mit der Rückgängig- und der Wiederholen-Funktion belegt sind und im Lightroom zwischen den Bilder blättern (uuuuund zack: Bestellt!).
Außerdem erkennt das Scrollrad, ob ich vorsichtig oder feste srolle und passt sein Verhalten daraufhin an und das ist der Hammer aber nun: Ich sitze hier auch 27 Stunden am Tag mit dem Ding an der Hand und das ist für mich ein Präzisionswerkzeug und ich verstehe so sehr, dass das nicht super interessant ist, dass ich nicht mal den Hersteller erwähnt habe.

Aber: Hören Sie mir statt dessen doch einfach mal zu! Wie erwähnt, habe ich mich letzte Woche mit Vanessa getroffen und gepodcastet und wenn Sie gerade ein Stündchen Zeit haben?
Ich finde es übrigens hochinteressant, dass ich selbst nur noch ein grobes Gefühl davon habe, wie das Gespräch war. Ich war also selbst auch sehr gespannt, es zu hören. Vanessa – kluge Frau, die sie ist – verglich das mit dem Zustand des Beifahrens im Auto. Eine lenkt, die andere folgt. (s.a.: „Sind wir schon in Deutschland, Schatz?“ — „Ja, seit zwei Stunden, Schatz“) Das klang sehr plausibel für mich.

Nicht vergessen möchte ich zum Schluss noch kurz mein Wort des Tages; es lautet: „Libellen-Libido“. Ich erlernte es, als ich mich bei Twitter an zwei balzenden Schmetterlinge erfreute. Ja genau, ich bin das. Ich bin der, der Twitter immer noch für sowas nutzt. Ohne Meinung dazu.

Na gut, ein bisschen Beifang hätte ich doch.

Sprache muss leben; kann sie auch. Sie kennen das vielleicht: Irgendjemand erklärt, dass ein Wort, was viele tagtäglich benutzen nicht so schön ist und statt zu denken „Joah, da hab ich noch nie drüber nachgedacht, dann lass ichs doch“ erheben sie sich aus den Löchern und erklären, man solle sich nicht so anstellen. Das Wort gäbe es doch immer und man könne ja auch nicht einfach so seine Sprache umstellen. Noch aufwändiger wird es, wenn jemand anmerkt, dass ein Straßenname jemanden ehrt, der zB im dritten Reich fröhlich aktiv war. Das hauptargument der Anwohnerinnen ist verlässlich: „dann müssen wir ja alle unser Briefpapier, unsere Stempel und unsere Ausweise ändern – das ist zuviel Aufwand
Abgesehen davon, das sich immer arg anzweifle, dass in diesen Haushalten Briefpapier und Stempel vorrätig sind zeigt ein Washingtoner Football-Verein – nein, kein kleiner – dass man das auch anders regeln kann.
Washington will go by ‚Washington Football Team‘ until further notice
Ich glaube ja: Wenn die das schaffen, schaffen die 27 Anwohner irgendeiner Straße hier im Vorort das auch.


Nicole Milik singt über die Fakewelt auf Instagram und YouTube. Nicole ist auf YouTube seit sie dreizehn oder vierzehn ist, soweit ich weiß und kennt das alles aus aller-, allererster Erfahrung. Und sagt: „Stop sharing fake stories. Share your story.


Dazu passt schön: Meditation. Kennen wir alle: Lächelnd, mit geschlossenen Augen, Zeigefinger ganz sanft auf den Daumen liegend im Schneidersitz am Strand. So sieht das jedenfalls auf Instagram aus.
Theresa Bäuerlein macht sich daran, damit aufzuräumen und traut sich zu schreiben:
Meditation, verständlich erklärt
Ich finde, das ist ihr gelungen.
Der beste Überblick über die Wirkung von Meditation, den ich gefunden habe, ist das Buch „Altered Traits“ von Daniel Goleman und Richard Davidson. Goleman ist Wissenschaftsjournalist, Davidson Neurowissenschaftler. Vielleicht kennst du die berühmten Bilder von Mönchen, die vor einem MRT-Gerät sitzen. […] Für das Buch haben die Autoren über 6.000 wissenschaftliche Studien zur Meditation betrachtet und davon 60 ausgewählt, von denen sie glauben, dass sie den höchsten methodologischen Standards entsprechen (Stand: 2016). Für folgende Wirkungen sehen sie Belege: Stress […] Mitgefühl […] Aufmerksamkeit […] Schmerzen […] Depresionen […] Gehirnalterung

3 Kommentare

  1. DS9!!! *Grüßen Sie mir Miles O’Brien und, vor allem, Garak. Für mich die besten, interessantesten, liebenswertesten Charakter der Station.*

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