15.8.2019

Work: Ich glaube, heute ist ein Knoten geplatzt. Die letzten Tage saß ich gern und oft vor dem berüchtigten weißen Blatt Papier – also natürlich eigentlich vor dem weißen, leeren Sketch-Dokument – und harrte der Idee, die da kommen sollten. Und es kamen keine. Betrachtet man das ganze aus der großen Perspektive, so hat mein Hinterkopf natürlich die ganze Zeit gearbeitet und all das war Teil des kreativen Prozesses, bla bla … – denn während man drinsteckt macht das nicht nur Spaß.
Heute schob sich dafür alles wie von allein an die richtige Stelle und der erste HausfrauenLehrerinnentest verheißt Gutes. Mal sehen was die Kundin sagt.

Life: Karten für den neuen Tarantino heute Abend gesichert. Wir sind da oldschool: Manche Dinge wollen wir im Bundesstart sehen. Und seit das örtliche nächste richtige Kino eine App hat, haben wir durch rechtzeitiges Reservieren so etwas wie feste Plätze im Kino and I like that a lot.

Woanders: Heute schickte tumblr seine SMS sofort und ich konnte im Techniktagebuch bloggen.

Lesestoff: Endlich mal die Biographie von Götz Werner gekauft.

Kleiner Aufreger: Letztens in Amsterdam wunderten und freuten wir uns, wie leer die Straßen waren, in Oslo haben sie gerade begonnen Autos aus der Stadt zu vertreiben aber in Deutschland auf ntv sagte Herr Lindner im Verkehrsspecial gerade sinngemäß: „Wie weit sind wir denn gekommen, wenn sich der verteidigen muss, der für die Freiheit des einzelnen ist?“ wenn man ihn auf Tempolimit oder autofreie Innenstädte anspricht.

Ich muss echt raus aus diesem Land.

Regelmäßige Leserinnen wissen, dass ich manchmal nostalgisch an den letzten Sommer der Kindheit denke, den letzten Sommer wenn man schon schmeckt, dass sich alles ändern wird, wenn man nur noch ein wenig älter sein wird. Den letzten Sommer wo es nur darum geht, wer die steile Abfahrt auf der BMX-Strecke im Wald nimmt und wer die Schleife für Luschen. Wenn es noch nicht um Mädchen geht.
Diese Sommer über die Stephen King ganze Bücher schreiben kann.

Trotzdem kann ich natürlich auch einen guten Text über den letzten Sommer als Jugendlicher erkennen, wenn man mir einen zeigt. Da mein Jahrgang sich exakt zum Abi in mehrere verfeindete Gruppen zerlegte, werde ich selbst nicht so besonders nostalgisch nach dieser Zeit, aber ein guter Text ist ein guter Text ist ein guter Text.
Das hier, das ist so ein guter Text:

Erst wenn man älter wird, versteht man, wie aufregend das war. Und erst wenn man älter wird, versteht man, welche Fehler man gemacht hat. Dass es unmöglich gewesen wäre, diese Fehler nicht zu machen. Dass man also noch hunderttausend Fehler im Leben machen wird, ohne es verhindern zu können. Deshalb ist über die Jugend nachzudenken immer auch ein bisschen so, als würde man über den Tod nachdenken. Über alle Sachen, die man im Leben noch bereuen wird, weil man es nicht besser wusste. Nicht besser wissen konnte. Und über alle Erinnerungen, die man für immer festhalten möchte. Oder die man endlich loslassen will. Oder beides.

Zeit Campus: Die letzten großen Ferien

Abends dann „Once upon a time in Hollywood“. Ja, so macht er Kino, der Tarantino. Alles andere wäre spoilern.

Die Musik heute kommt aus dem Genre „Gitarristen hudeln rum“. Jedenfalls auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick, wenn man sich drauf einlassen mag, dann gehört Herr Satriani zu denen, die auf ihrem Instrument etwas erzählen können.

Dazu passt schön, dass ich heute auch ein Video sah, in dem Herr Satriani jemandem eine Gitarrenstunde gab. Der Glückliche hatte das bei einem Gewinnspiel gewonnen und bat „zeig mir doch ein paar deiner Licks, ich hab die bestimmt nicht richtig rausgehört
Statt dessen bekam der verwunderte Kerl einen kleinen Vortrag: Er solle die verschiedenen Tonleitern und Modes (deutsch gern „Kirchentonarten“ genannt) üben und eine Einstellung zu ihnen entwickeln. Genau: Eine Einstellung. Er müsse wissen, welche sich für ihn wie anfühlt, damit er in der Lage wäre, sie zielgerichtet zu benutzen.
Geiler shize, hm?

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