Aufgewacht und die Welt drehte sich wieder mal weg, aber heftigst. (Ach guck, das hatte ich länger nicht mehr. Aber mich wunderts nicht: Wenn jemand eine Stunde lang Verspannungen in Schulter und Nacken bearbeitet, dann soll da wohl was in Bewegung kommen in dem ganzen Bewegungsapparat – und ich mag absolut nicht ausschließen, dass ich länger mit einem eingeklemmten Nerv herum gelaufen bin …)
Also brav die üblichen Übungen gemacht – die brachten aber leider erstmal wenig und statt wie erst gedacht, den Tag nur ein wenig umzustrukturieren, stelle ich den Autoresponder an und meldete mich krank.
Dann: Viel vorsichtiges Rumsitzen, unterbrochen von vorsichtiger Bewegung und gelegentlichem Wiederholen des wohlgeplanten sich-aufs-Bett-Fallenlassens und dann den Kopf-Drehens. Hmpf.
Einen Blogartikel gelesen, der mich vollkommen raus haute, denn er bewies mir deutlich, dass ich in meinem Versuch, der Flut an schlechten Nachrichten zu entkommen und meinem dadurch immer weiter eingeschränkten Konsum sozialer Medien nicht nur einen Elefanten übersehen hatte, sondern eher eine Elefantenhorde. Das ist nicht gut.
Irgendwann im Rahmen der ganzen Umrüstung meines Arbeitsplatzes hatte ich noch einen letzten nötigen Hub bestellt – aber der kam nicht; der Status blieb bei „Sendung wurde DHL elektronisch übermittelt“.
Ende letzter Woche hab ich mal nachgefragt, bekam sehr freundlich die Antwort, dann sei da wohl etwas irgendwo hängegeblieben – aber das sei ja nicht mein Problem, ich bekäme Ersatz.
Gestern lagen zwei Hubs im Briefkasten und ich musste ein bisschen lachen.
Nun bin ich ja tendenziell eher nett, also fragte ich nach, wohin ich denn den einen zurückschicken solle.
How about you pay an extra €25 for the second parcel?
… antwortete sie und ich habe heute das erste Mal in meinem Leben „How about no“ in eine Geschäfts-E-Mail geschrieben.
Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

Das erinnert mich an die Zeit als Madame noch geschäftlich mit dem Balkan zu tun hatte. Und in deren Post stand auch gerne einfach mal nur „We not pay!“
Hallo! Wäre es möglich mir den Blog Artikel zu verlinken. Ich bin doch sehr neugierig. Danke
Es ist aber kein Meta-Artikel über Medienkonsum oder so etwas, sondern ein Bericht von einem Moment, bei dem ich hätte sein sollen, müssen, wollen.
Aber trotzdem: https://herzbruch.me/14-07-2025-post-puschelparade/
Oh, die Puschelparade. Das habe ich mitbekommen. So schön und erinnert mich an frühere Zeiten.
Vielen Dank.