Uff. Gestern viel Zeit bei einer Kundin verbracht. Sehr gut gearbeitet, die Batterie war einmal komplett leer – da hoffe ich auf „Zeit heilt alle Dings“.
Heute dann in aller Ruhe an den Schreibtisch: Vor allem nach so Tagen die nur aus Brandlöschungen bestehen wie vorgestern, schätze ich Tage, an denen niemand anruft oder schreibt, sehr.
Zwei, drei Knackpunkte geschafft, drei, vier ToDos noch nicht – aber ich hab ja noch Dreiviertel des langen Wochenendes vor mir und bin beinahe zuversichtlich, dass ich danach einigermaßen in normalen Spuren laufen kann. Also: So vong Arbeitsaufkommen her; was mein Kopf so sagen wird, werden wir dann sehen. Is’ klar, ne?
Gute Unternehmenskommunikation: Wie gesagt war mein Projektplanungstool vorgestern offline und gestern kam eine lange Mails des CEO, der den Vorfall erklärte, einordnete, eigene und fremde Probleme unterschied, Pläne für die eigenen Probleme und Konsequenzen für die fremdverschuldeten ankündigte und am Ende elegant einen Schlenker zu „kann alles passieren – wissen Sie noch als letztens Office 365 einen ganzen Tag down war“ einflocht. Denn – ich beobachte das bei meinen Kundinnen auch – wir sind alle so daran gewöhnt, dass man das Laptop aufklappt, das Handy entsperrt und immer alles da ist, alles absolut sofort da ist, dass wir leicht vergessen, wie komplex die Zusammenhänge dahinter sind. Die Kette WLAN/mobiles Netz – Provider – DNS – Hoster des App-Anbieters – vermutlich mehrere externe Scrripte, die die Kette jeweils neu starten – vermutlich ein Cloud-Service und dann die Daten zurück auf mein Handy, das sich inzwischen in einer anderen Funkzelle befindet – ich kenne da Fehlerquellen.
Und da ist die Möglichkeit, dass der eine Irre dem anderen Irren verbietet, seinen Cloudservice in Europa zur Verfügung zu stellen, noch gar nicht eingerechnet. Schaut man darauf, wie lange die Europäer un die deutschen speziell im digitalen Raum brav alles genutzt haben, was Amerika anbot, ohne jemals über eine eigene Infrastruktur nachzudenken, rechne ich damit, dass wir auch da über Kurz oder Lang ein paar Bequemlichkeitseinbußen hinnehmen müssen.
Abends Kino, so ein richtig schönes, kein Filmpalast. „Nürnberg“ wollten wir sehen und OmU hatten wir gesucht, da ich sehr zufällig darauf gestoßen war, dass Russel Crowe sich Nova Meierhenrich als seine persönliche Vocal Coachin für die Szenen in deutsche Sprache eingeladen hatte. Die hatte auf Instagram davon erzählt und mir damals auf einen Kommentar geantwortet und schon ein paar Sätze erzählt, wie Herr Crowe ausgerechnet auf sie gekommen war. So I learned: Es kann schon nützlich sein, mit Anfang 20 auf Medienevents rumzuhängen, wenn man ein paar dekaen später im Abspann eines großen Hollywood-Films auftauchen will.*



Der Film war sehr, sehr beeindruckend in many many ways und wir haben noch lang darüber gesprochen. Und ich bin sicher, der wird im Medienkonsum-Artikel einen großen Abschnitt bekommen.
Für jetzt reicht: Schauen Sie sich den an. Er ist grandios gespielt, er ist spannend, er ist unaushaltbar furchtbar er ist unterhaltsam, er regt zum Nachdenken an und alleine diese Kombi reicht ja schon, um ihn wirklich sehenswert zu machen.
*) Mist. Das mit dem Abspann steht auch noch auf meiner Bucketlist. Aber Anfang 20, das schaff ich nicht mehr. Hat mal jemand einen Zeitumkehrer?
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