14.12.2018

(Irgendwas mit mittelmäßig geschlafen aber nicht ausgeruht)

Die letzten Rechnungen dieses Jahres geschrieben. Eine für die Pflege des vermutlich totgeborensten Blogprojektes, das ich je begleiten durfte. Gestartet von einem engagierten, digital-affinen Mitarbeiter im Marketing brauchte es von der Idee (und auch von meinen ersten Arbeiten) gute zwei Jahre, bis der erste Artikel geschrieben werden durfte. Die Geschäftsführung wollte das alles erst noch mal durchdenken. Legal auch. Dann musste ich neu gestalten, weil inzwischen das Corporate Design überabeitet worden war und im Blog „auch gar nicht so viel stehen“ sollte. Das Redaktionsteam für das Blog musste das alles nebenher stemmen und überraschenderweise lief das Blog „dann gar nicht so erfolgreich“. Der anstoßende Mitarbeiter ist eh inzwischen raus aus dem Laden und ich vermute, dass meine Jahresabschlussrechnung jetzt den Impuls für das Abschalten geben wird.
Schade.

Früher sagte man: Heute Nachmittag lass’ ich die Rollos runter.
Ich sage heute: Heute Nachmittag mach’ ich die Schilde hoch. Das ist natürlich zum einen eine Star Trek-Referenz, trifft aber irgendwie auch besser.
Ich sagte ja schon mal: Meine Kunden sind die besten der Welt (ich meine das immer noch ernst), aber manchmal gibt es ja auch welche, die noch nicht wissen wie das geht, dieses beste-Kunde-sein. Zum Beispiel einer, der mich damals als ich noch Rechner einrichtete und SOHO-Netzwerke pflegte am Ostersonntag um 12:45 anrief und mir aufs Band bölkte, ich solle jetzt sofort kommen, er käme nicht ins Internet. Er wäre noch bis 13:15 am Schreibtisch, es wäre schließlich Ostern.
Auch Menschen, mit denen ich eigentlich nur via Agentur zu tun habe, googeln mich schon mal und rufen dann feiertags mittags an und wollen was –  weil die Agentur nicht erreichbar ist. Tja, warum nur?
Ich habe daraus gelernt und bin der festen Meinung, dass ich auch nicht immer erreichbar sein muss; auch wenn das unmodern ist. Also wird heute Nachmittag der Autoresponder auf der Büro-Adresse angemacht, der Anrufbeantworter auf der Büronummer wünscht frohe Festtage und das Telefon ist stumm geschaltet.
Büro-Adresse und -Nummer sind übrigens integraler Bestandteil dieses Verfahrens, auch wenn der moderne Digitalnomade das hoffnungslos altmodisch findet.

Dann habe ich eine Woche vor der Liebsten Urlaub und das tut uns beiden immer total gut. Ich wusel’ hier schon mal durchs Haus, räume hier und feudele da und komme dabei total runter. Und sie kommt mittags nach Hause und jeden Tag hat sich der noch-vor-Weihnachten-Berg reduziert – und dabei kommt sie runter.
Sehr empfehlenswert. Bei allen Nachteilen, die so eine Selbstständigkeit haben kann: Freie Zeiteinteilung ist super.

In den Ferien werde ich vermutlich mal die Computer-Ausstattung hier im Haus reduzieren. Noch stehen auf meinem Schreibtisch ja ein Mac mini und ein MacBook Pro. Aber so ein „Desktop“-Rechner kann ja nun nichts mehr, was ein modernes MBP nicht auch könnte, also: Reduzieren.
Aber: Dann brauche ich ein Dock für das MBP – mit viel USB, zwei externen DVI-Monitoren und Audio-Klinke. Und da habe ich keine Ahnung. Mein Mac-Doktor meinte mal, die besten Hubs für Macs wären die alten Mac-Monitore, aber: Also bitte.
Ergo: Empfehlungen bzw. Erfahrungen anyone? Die erste Empfehlung war dieses HyperDrive, aber ich höre mir gern mehr an.

Erfahrungsbericht: Der neue Mitbewohner hat bis jetzt einmal Kartoffelpüree gekocht und das hat sehr anständig geschmeckt. Gute Konsistenz. Ob das jetzt so dolle weniger Aufwand als sonst war – ich weiß es nicht. Schälen kann der nämlich auch nicht.
Aber wir vermuten, man muss auch auf Dauer gar nicht die kompletten 20 Minuten davor stehen und gebannt zusehen wie außer einem herunterzählendem Timer nichts passiert. Wir können versichern: Der Timer zählt sehr zuverläsig und lässt keine einzige Sekunde aus.

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