14.10.2020 – Tillykke

Morgens kurze Urlaubsunterbrechung für eine kleine, aber etwas zeitkritische Geschichte. Muss auch mal sein.
Die Urlaubsunterbrechung wiederum unterbrachen wir mit einem gemeinsamen Frühtsück, das haben wir sonst selten. Die Liebste hatte frisches Brot geholt von einem Bäcker, der erst kürzlich hier auf einem Hof als Untermieter eine kleine Bäckerei mit hohem Anspruch eröffnet hat. Wir haben es mit ebenso hohem Anspruch probiert und vermerkten fünf von fünf Punkten.

Irgendwie kamen wir dabei auf unsere Uni-Erfahrungen und loteten aus, wer denn an der furchtbareren Uni studiert hat (Köln vs. Dortmund). Köln gewann knapp, aber allgemein waren wir der Meinung, dass die Studienbedingungen, unter denen wir da saßen, eine respektlose Unverschämtheit waren.

Dann eine Glückwunschmail in den Norden geschrieben und dabei an die letzten zehn Jahre erinnert – mein Timehop hatte mich vor ein paar Tagen erst an unser allererstes Konzert erinnert.
Was für eine wunderbare Zeit das war und wie viel Schönes wir erlebt haben, was ohne mein kleines Fan-sein nie passiert wäre. So viele Konzertbesuche, so viele tolle Locations zwischen Club und Opernhaus, mehrere Besuche in Aarhus inklusive einer kleinen aber intensive Verliebtheit in diese Stadt. Mit dem Wunsch, dort über mittel oder lang mal zu leben. So viele horizonterweiternde Begegnungen, so viele tolle Menschen kennen gelernt; so viel Freude weitergeben dürfen.

Sehr dankbar gefühlt.

Enten geguckt. Froh gewesen.

Gegen Mittag bekam ich das dringende Gefühl, auf meinem Schreibtisch Ordnung zu vermissen. Also so grundlegend. Also löste ich ca 50 Kabelbinder, Netzwerk-, Strom und USB-Verbindungen und stellte alles anders hin. Die Monitore, den Rechner, das Laptop, das Audio-Interface und alles was da irgendie sonst noch so rumsteht. Und nochmal anders und dann noch etwas und dann hatte ich zwei Festplatten und ein paar Meter Kabel über weil jetzt alles so viel schlauer stand und dann sah ich, dass es gut so war und das war ein sehr zufriedenstellendes Gefühl.

Hier, Dings: Der Beifang aus dem Netz von heute.

Zwei Servicelinks zum Thema HomeOffice. Ich weiß, beide sind ein bisschen utopisch, denn üblicherweise sind wir im HomeOffice relativ alleine gelassen und die Firmen-IT kümmert sich eher um den Sicherheitsaspekt IN der Firma und noch gerade um den Weg dahin, aber trotzdem find eich beide Artikel interessant – denn erst wenn man weiß, wo die Messlatte liegt kann man versuchen sie zu erreichen.

Richard Gutjahr hat sein Podcast- & Video-Streaming-Studio ausgebaut. Respekt.

Diesen Sommer habe ich genutzt, mein Homeoffice zu renovieren und in ein Studio für Podcast- und Video-Streaming zu verwandeln. In die Planung sind mehrere Wochen Recherche geflossen. Von den Möbeln über die Technik bis hin zur Wahl der Wandfarbe – nichts wurde dem Zufall überlassen.

Richard Gutjahr: Podcasts, Konferenzen, Videostreams – In 5 Schritten zum eigenen Home-Studio

Und ein Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Podcasts zum Thema Sicherheit im HomeOffice zu erstellen:

Corona hat viele Mitarbeiter von Unternehmen ins Homeoffice gezwungen, was zu einer signifikanten Zunahme von Angriffen auf Remote-Verbindungen, aber auch von Phishing-Kampagnen geführt hat. Gleichzeitig wurden die Möglichkeiten zu Schulungsbesuchen durch das Virus beschränkt. Damit nun Mitarbeiter für die dringendsten Sicherheitsprobleme sensibilisiert werden können, erstellt das Start-up zielgerichtet in Absprache mit den Sicherheits- oder IT-Verantwortlichen des jeweiligen Unternehmens entsprechende Podcasts.

heise.de: Mangelhafte IT-Sicherheit im Homeoffice? Dagegen gibt’s doch Podcasts

Corona-Service: Das Beherbungsverbot ist ja – nennen wir es einmal: nicht unumstritten. Silke Jäger erklärt, warum und hat deutliche Forderungen an Politiker, die ich vollkommen unterstützen würde

es gibt noch viel mehr Superspreader-Ereignisse: große Feiern, Klassenräume mit Fenstern, die sich nicht öffnen lassen, das Gedränge an Bahnhofsschaltern, wenn ein Zug ausfällt.
[…]
Das Problem ist also, dass es schwierig ist, solche Regeln mit konkreten Alltagsentscheidungen zu verknüpfen.
[…]
Und hier kommt die Politik wieder ins Spiel. Das Beherbergungsverbot zeigt, dass die Politik oft an der falschen Stelle eingreift und damit Vertrauen verspielt. Grenzwerte, die nur sicherstellen sollen, dass Gesundheitsämter Kontaktketten noch nachverfolgen können, sind keine gute Begründung dafür, alle Menschen eines Bezirks vom Reisen abzuhalten […] Wir können arbeiten, Zug fahren und ins Theater und Konzert gehen – ja sogar auswärts übernachten – wenn diese Situationen so gestaltet sind, dass es das Virus schwer hat. […]
Aber wir müssen gleichzeitig besser darüber Bescheid wissen, wie die Risiken in potenziell kritischen Situationen einzuschätzen sind.
[…]
Die Politik wäre also gut beraten, wenn sie statt zweifelhafter Maßnahmen zu erlassen in Kommunikationskampagnen investieren würde. Es muss leichter für uns alle werden, Alltagsentscheidungen zu treffen.

Silke Jäger auf krautreporter.de: Warum das Beherbergungsverbot Quatsch ist – wissenschaftlich erklärt

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