14.1.2019 – mood swings

(irgendwas mit geschlafen wie ein Stein)

Morgens ein bisschen rumgerödelt. Montags mittags ist Termin bei der Seelenmassage, da hab ich vorher den Kopf nicht sonderlich frei. Also nur ein paar Mails und ein Designhandbuch durchgeblättert, das ich bekommen habe und das ich auf den ersten Blick überraschend umfangreich und sorfältig erstellt fand. Das geschieht nicht oft und das erfreut das Gestalterherz. mal sehen, ob die geschätzte Kollegin, der ich es weiter schickte auch so sieht, wenn sie einen zweiten Blick wirft.

Der RSS-Reader ist ausgemistet, der nächste Ballast der verschwinden muss, das sind viele der 19.472 Titel, die in meiner iTunes-Mediathek rumlungern. Apple Music verführt natürlich dazu, sich bei jedem Liedchen was man irgendwo hört erstmal das gesamte Album und bei jeder Künstlerin, die 1990 mal das Teenie-Herzchen berührte den gesamten Backkatalog (nein, das hat nichts mit Kuchen zu tun!) in die Mediathek zu ziehen.
Das Ergebnis sind halt 19.472 Titel von denen knappe 10.000 noch nie gespielt wurden. Ich denke, das spricht für sich.

Dialog des Tages:
• „Ich hab Die die Farbwerte einfach im Photoshop-Fenster fotografiert und Dir das Foto geschickt, dann muss ich sie nicht abtippen.
• „Dann muss ich sie jetzt also abtippen?“
„Äh, ach so…?

Wenn Euer Computer den W-LAN-Drucker, der einen Meter weiter steht „nicht findet“, dann sitzt Ihr doch auch in der Mitte zwischen den beiden Geräten, wedelt verbindlich mit den Händen und sprecht in bester amerikanischer Party-Small-Talk-Manier: „Drucker, das ist PC, PC kann unglaublich schnell rechnen; PC, das ist Drucker, Drucler hat unfassbar viele Farben an Bord …“, oder?
ODER??

Mittags die Printausgabe der Krautreporter aus dem Briefkasten gefischt. Getreu dem vor knapp einem Monat noch zitierten schönen Satz* von Yuval Noah Harari „Wenn Sie verlässliche Informationen haben wollen, dann zahlen Sie gutes Geld dafür.“ zahle ich gern für die Krautreporter. Ich mag die Themen, die sie aufgreifen, ich mag ihre sorgsam zusammen gestellten Hintergrund- und Erklär-Artikel. Und dass mein Feedreader im Moment immer 14+ Artikel anzeigt liegt daran, dass ich da noch 14 Artikel aus dem KR-Feed lesen möchte und als ungelesen behalte bis ich einmal Zeit habe.

*) Ja gut, das war jetzt etwas Zirkelschluss, wenn ich meine Zahlungen für die Krautreporter mit einem Artikel der Krautreporter erkläre aber – nun, es war ja ein externer Autor.

Die Seelenmassage tat genau das was ihr Name suggeriert, ich kam sehr entspannt nach Hause und cancelte alles, was der Nachmittag hätte bringen sollen. Warf mich in Schlumpfklamotten und machte den Kamin an. Wofür ist man denn selbstständig?

Das schreit doch nach den nächsten 10 Fragen.

  1. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
    Das hält sich ganz gut die Waage, denke ich. Ich kann nicht immer alles stehen und liegen lassen, wenn die Liebste da ist, aber oft mache ich schon mal ’ne Pause, um zB mittags etwas Zeit zusammen zu haben wenn sie nach Hause kommt.
  2. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
    Auf eine absurde Art und Weise für die Schule, die sie für mich wählten. Ich gehe davon aus, dass es nicht ihr Plan war, dass ich als Punk und Linker im Herzen, immer bereit allem zu widersprechen und so schnell wie möglich aus der Kirche ausgetreten aus der katholischen Privatschule kommen sollte.
  3. Sagst du immer, was du denkst?
    Zu oft. Gute Menschen wissen das aber zu schätzen.
  4. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
    Klar. Ist das nicht dieser Second Screen?
  5. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
    Den Schmerz über den Tod der Katze.
  6. Was kaufst du für deine letzten zehn Euro?
    Ich habe jetzt wirklich lange über diese Frage nachgedacht und habe weder Ahnung, was sie soll noch was ich antworten möchte.
  7. Verliebst du dich schnell?
    Ja. Ich brenne schnell für alles mögliche, habe aber inzwischen gelernt, vor größeren Entscheidungen erstmal ein oder zwei Nächte zu warten.
  8. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
    An die Pyramiden, an Hitler, an die größten Tanker der Welt – oder was sonst so gerade im Doku-TV läuft.
  9. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
    Ich mag Samstage, kann aber auch ganz gut auf Mittwoche. Mittwochs? Mittwochae? Mittwocharum?
  10. Was würdest du als deinen grössten Erfolg bezeichnen?
    22 Jahre Selbstständigkeit finde ich schon sehr anständig.

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!

4 Kommentare

  1. Seelenmassage – sehr schön!! Das Wort merke ich mir. Und hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Termin mir gut tun sollte und nicht zusätzlichen Stress. Ich muss da jetzt mal drüber nachdenken…

  2. Ich habe beschlossen, dass mir das gut tun soll und klage das auch regelrecht ein. Klappt ganz gut. Meist. Oft. 🙂

  3. Hallo Christian,

    über Melanie bin ich auf dein Blog / Blogbeitrag aufmerksam geworden 🙂

    Freut mich, dass du dir die 1.000 Fragen an dich selbst zu Gemüte führst!
    Da du an dieser Stelle bereits bei Frage 130 angekommen bist, vermute ich, dass du noch die pdf von mir hast, welche „nur“ 999 Fragen enthält. Mir ist erst später aufgefallen, dass Frage 747 oder war es 748 (? hm…) rausgepurzelt war. Die aktuelle pdf ist jetzt komplett – nur für den Fall der Fälle, dass auch dir exakt diese Frage abgehen würde 😉

    So und so, sag ich Danke für die Verlinkung! und wünsche dir weiterhin viel Spaß mit dem Beantworten der Fragen.

    Cheers,
    Beyhan

  4. Oh?! Das war mir noch gar nicht aufgefallen – aber wenn ich mich bis dahin vorgearbeitet habe und das Gefühl bekomme, dass mir etwas fehlt – dann bin ich ja jetzt gut vorbereitet und weiß, wo ich Abhife bekomme 😉
    Danke Dir für PDF und Hinweis!

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