13.9.2020 – auf der Mauer

Ein herrlich gammeliger Ferientag. Ehrlich, fast wie Urlaub.

Wir pröttelten beide so bis mittags ein bisschen vor uns hin und beschlossen dann, einen Ausflug zu machen. Als wir das letzte mal in Soest waren, war mir ein Schild aufgefallen und da wollte ich noch mal hin. An die alte Stadtmauer.

Wir machten also einen Spaziergang auf der alten Mauer (denke ich) und das war wirklich schön. Wenn wir ehrlich sind, dann kennen wir Soest hauptsächlich vom immer gleichen Parkplatz, dem immer gleichen Weg in die Innenstadt und dann eben dieser Innenstadt. Jetzt ist Soest auch da schon wirklich hübsch, aber heute der Blick von der Stadtmauer herab, mal ohne Läden und Cafés und dafür mit Häuschen und Gäschen – da gabs schon auch den ein oder anderen sehenswerten Blick.

Die haben das da schon ganz gut raus, ihre alte Substanz zu schützen.
Wir haben dann da noch irgendwo in der Gesellschaft von 12 Wespen die nicht begriffen, dass sie das frisch gebackene Brot wirklich nicht mochten, gefrühstückt und mehr war eigentlich heute nicht.
Wir haben hier ja irgendwo Hornissen und vermutlich daher keine Wespen am Haus, daher bin ich aus dem Thema etwas raus – aber haben Sie mal beobachtet, was für Assis Wespen sind? Ich meine: dass sie vollkommen aggro auf alles los gehen, was sich nicht langsam genug bewegt – geschenkt. Aber dass sie sich in ihrer Aufregung auch gegenseitig nicht in Ruhe lassen? Krass. Dass sowas evolutionär ein Erfolgsmodell ist …

Egal: Das war ein schöner Tag. Wir sind im Moment ziemlich gut darin, uns die Tage schön zu machen und vor dem Herbst noch Sonne, Licht und Farben zu tanken.

Abends habe ich noch eine kleine Linkliste an Vanessa geschickt und ich habe die Befürchtung, es wird Ernst in den nächsten Tagen und der Podcast wird das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Uiuiuiui.

Stop: Ankündigungs-Time!

Es wird im November eine #mimimimi-Lesung geben. Hurra! Folgen Sie unauffällig der facebook-Seite oder vielleicht auch der Website um zu erfahren, wie und wo und wann und was ich damit zu tun habe!

Im Internet für Sie gefunden:

Alle wollen #ausderbesonderensituationzurück zur Normalität“. Aber ist das überhaupt sinnvoll? Mely Kiyak versucht sich in der Zeit mal an Kapitalismuskritik. Oder so.

Was ist an dem Vor-Corona-Deutschland normal gewesen? […] Eine Normalität war das alles hier nämlich nicht. Angefangen von einer Flüchtlingspolitik, die keine Politik ist, sondern ein nur durch Unverschämtheit und Missgunst zu erklärendes Desaster, bis hin zu einer grotesken Überproduktion von Waren, die zu Armut auf dem afrikanischen Kontinent führt, nur damit Deutschland weiterhin seinen Status als Exportweltmeister halten kann. Wenn das Normalität ist, zu der zurückgekehrt werden soll, dann bitte lieber nicht.
[…]
Ernst gemeinte Frage: Was muss eigentlich passieren, damit eine Gesellschaft einmal nur ihre Arbeits- und Lebensbedingungen, ihre Wirtschaftsform, ihre politischen Maßstäbe reflektiert? Zwei Weltkriege, Teilung und Wiedervereinigung, Terror und Seuchen sind es jedenfalls nicht.
[…]
Kann sich noch jeder daran erinnern, wie erbittert um die Grundrente gestritten wurde, und der ganze Konflikt lag darin, dass die Konservativen und die Liberalen das Instrument der Bedürftigkeitsprüfung eingeführt wissen wollten. […] Bedürftigkeitsprüfungen für Konzerne, um mal eine normale Maßnahme vorzuschlagen, wäre die einzige Antwort auf Bettelanrufe der Wirtschaft.

Die Zeit: Dieters Paradies

Und als Gegenentwurf berichtet Dominik Heißler bei den Krautreportern von einem Energieversorger, der auf Basis einer Genossenschaft von Bürger:innen betrieben wird. Und das richtig gut.

2016 hatten die Elektrizitätswerke 110 Mitarbeiter:innen. Heute sind es 160. Sie hatten 180.000 Kund:innen. Heute sind es 200.000. In den vergangenen zwei Jahren ist die Genossenschaft um ein Viertel auf 7.500 Mitglieder gewachsen. Der Umsatz stieg von 175 auf 196 Millionen Euro.
[…]
Die EWS bauten ein Solardach auf die Kirche, Windräder auf die Berge rund um Schönau, Minikraftwerke in die Gärten. Sie bauten an der Energiewende, als viele noch nicht einmal ahnten, dass sie einmal notwendig werden würde.
Ein kleines Unternehmen kämpfte gegen Atomkraft, gegen die großen Konzerne. Früher belieferten die EWS ein Dorf mit Strom, heute haben sie Kund:innen in ganz Deutschland. Sie sind einen langen Weg gegangen.

Krautreporter: Das Postwachstums-Unternehmen, das rasant wächst

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