13.8.2021 – getting things done.

Ich weiß es doch auch nicht. Nach gestern war ich eigentlich noch richtig kaputt, Sie wissen schon, wenn man die Ermüdung so in den Knochen spürt. Aber dann hab ich ab acht mal hier mal da „noch eben was zu Ende“ gemacht. Und jetzt ist alles Altpapier weg (was mehr war als man denkt, denn Tylko kommt in wunderbarer Recycling-Pappe ohne ein Fitzelchen Kunststoff), alles Werkzeug ist aus dem Wohnzimmer weg, die Website, die ich endlich mit Inhalten füllen durfte ist quasi fertig und ich verstehe überhaupt nicht, wo diese ganze Energie herkommt.

Parallel habe ich begriffen, dass ich mich um eine Woche vertan habe und die Liebste nicht übernächste, sondern nächste Woche wieder in die Schule muss und das gab der Laune dann doch einen Dämpfer. Wir haben uns schon gut hier eingerichtet, so zu zweit. „Ferien-Endblues“ nennen wir es und damit ist alles gesagt.

Ach ja, apropos „eingerichtet“ – jaja, Überleitungen aus der Hölle – diese ganze Betriebsamkeit hat ja nun auch dazu geführt, dass das was früher eine reine Bücherwand war jetzt keine mehr ist – aber dafür fertig. Und wir sahen, dass es gut war.

Und das ist dann jetzt auch das letzte Mal, dass ich Sie mit unserer Wohnzimmerwand belästige. Wir freuen uns halt so darüber.

Und jetzt schau ich mal, was passiert, wenn ich einen Abend nichts tun will.

Zeugs:

Sie wissen ja vermutlich, mit welcher Irritation ich darauf schaue, wenn Menschen glauben, dass sie andere in irgendeinem sozialen Netzwerk von etwas überzeugen möchten und ihre Diskussionsbeiträge erstmal mit Beleidigungen anfangen. Bent Freiwald hat etwas darüber geschrieben, wie wir Menschen etwas lernen und leitet das mit dem schönen Satz ein:

Wer weiß, was in unseren Gehirnen passiert, wenn wir etwas lernen, kann sich und anderen leichter etwas beibringen.

Bent Freiwald auf krautreporter.de:
Neurowissenschaften – Die vier Säulen des Lernens

… und dann muss man sich auch einfach mal anstrengen, oder, wie es die Mutter eines Jungen den ich mal betreute so schön ausdrückte: Soll er sich mal über die Bücher setzen! Ein bisschen Disziplin halt. Ist ja sowieso das beste fürs ganze Leben, nicht wahr? Ihnen ist schon klar: Wenn ich so anfange, dann ist Selbstdisziplin vielleicht gar nicht nur super.

Immer pünktlich, gesundes Essen, regelmäßig Sport: Auf den ersten Blick scheint Selbstdisziplin uns zu besseren Menschen zu machen. Aber wirklich nur auf den ersten.

Martin Gommel auf krautreporter.de:
Motivation – Selbstdisziplin – die heilige deutsche Kuh stinkt

Aber wo wir beim Lernen sind: Musik lernen wir offensichtlich nochmal anders. Emotionaler und Rhythmus und Melodie an unterschiedlichen Stellen im Kopf:

Wir alle speichern Tausende von Melodien im Gehirn. Diese Erinnerungen sind erstaunlich präzise und binnen Millisekunden abrufbar, und sie gehören zu den letzten, die Alzheimer-Patienten noch haben. Wie funktioniert dieses musikalische Gedächtnis?

Christoph Drösser auf swr.de:
Wie wir uns an Musik erinnern

Und wo wir bei Musik und Emotionen sind: Wenn Sie gerade ein halbes Stündchen Zeit haben, dann gucken Sie sich doch dieses Video an, in dem eine der emotionalesten „First Reaction“-Video-Macherinnen auf einen der emotionalsten Sänger stößt. Und – meiner unbedeutenden Meinung nach – auch auf eines der besten Rockstücke ever ever.
Elizabeth Zharoff hört das erste mal „Black“ von Pearl Jam.

After hearing Eddie Vedder in „Hunger Strike“, I knew I needed more. And you all delivered. Coming from the MTV Unplugged stage, your comments led me to review „Black“, and I can honestly say that the emotion he poured during this performance gave me chills.

The Charismatic Voice:
Pearl Jam „Black“ REACTION & ANALYSIS by Vocal Coach / Opera Singer

(Ok, nicht nur Meiner Meinung nach. Auch Rick Beato hat sich das Stück vor einem Jahr mal vorgenommen und driftet am Ende auch ein klein wenig aus der trockenen Analyse ab …)

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