13.8.2020 – keiner da

Heute so richtig begriffen, dass die Liebste nun wieder in der Schule ist. Gestern war sie zwar auch schon, aber nur für zwei Stunden – und das ist ja kaum länger als ein durchschnittliches Kaffeetrinken bei Freunden im Garten zu Coronazeiten und deswegen hab ichs kaum bemerkt.
Heute aber ist sie weg wie davorTM und ich merke: Kaum haben wir mal fünf Monate gemeinsam hier im Haus verbracht, da will ich das für immer so haben.

Vormittags Pixel geschoben. Seit langen Tagen im Büro mal wieder geatmet und nicht nur durch das bloße Sitzen in Schweißbächen zerflossen. Beides war super.
Nach der Mittagspause wars dann schon wieder zu war – also Siesta und abends nochmal an den Schreibtisch – man soll die Privilegien des selbstständigen Arbeitns ja nutzen wo es geht.

Frühabends außerdem dann eine Runde um den kleinen See.

Sie wissen, ich lästere ja hier gelegentlich über das Städtchen in dem ich lebe. Aber wissen Sie, man macht es mir auch einfach zu einfach:

Ich meine: Hallo? Ein Kaff, das nicht mal genug Leute für nebenan.de zusammen bekommt, weil alle damit beschäftigt sind, sich in der Facebookgruppe „Du bist Mendener wenn …“ gegenseitig anzupöbeln? Das ist schon erbärmlich.

Kommen wir zum Beifang:

Jürn Kruse schreibt einen Artikel über ein Radio-Interview mit einem der Organisatoren der sog. „Coronademos“. Der Artikel trägt den Titel „Oder soll man es lassen? Ja.“ und beschreibt ganz hervorrangend, warum Interviews (und auch TV-Talk-Runden oer Podiumsdiskussionen) der vollkommen falsche Ort sind, um sich mit Menschen mit solchen Weltbildern auseinander zu setzen. Denn – Überraschung! – sie gewinnen in jedem Fall. Gilt übrigens auch für jede andere Form von Wutbürgern und allen, die die Bereitschaft zur Diskussion zu Gunsten von krudem „Geheimwissen“ oder „alternativen Fakten“ aus ihrem Verhaltensrepertoire gestrichen haben.
Jürn Kuse bei uebermedien.de: Oder soll man es lassen? Ja.

Frank Köhntrop schreibt einen Thread darüber, wie man sich das mit der Schule jetzt mal hätte wünschen können. Also gesetzt den Fall, Schülerinnen hätten eine Lobby. ich bin zwar immer noch der Meinung: Wenn Du auf Twitter einen Thread beginnst, dann bist Du im falschen Medium, aber vieleicht bin ich ja auch nur ein Krückstock-fuchtelnder alter Mann. Also:
Frank Köhntrop: Was ich mir nach 5+ Monaten Corona als Fortschritt für den Schulbetrieb vorgestellt hätte

2 Kommentare

  1. Was geschlossene Räume und „Der Winter naht!“ anbelangt, denke ich,dass doch eigentlich die Lüftungstechniker jetzt krass innovativ werden müssen/können/sollen. Nicht?

    1. Hahahaha hahahahahahahaahaahaahaahahahhaaaaaa.
      Sorry, geht gleich wieder.
      Ja: Müssten.
      Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich natürlich nicht weiß, wer sich wo was für Gedanken macht, aber ich bezweifle das.

Kommentare sind geschlossen.

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