13.7.2022 – Konfrontationsmittwoch

Letzter Urlaubstag. Ausgeschlafen, ein bisschen im Büro gerödelt; nicht am Schreibtisch, sondern drumherum.
Gestern schon hatte ich mich nämlich umgesehen und beschlossen: Alles bäh. Farbe an der Wand: Bäh. Schränke: Bäh. Schreibtisch … naja, Sie wissen schon. Und begann, Ideen zu haben und ein paar Dinge zu rücken und überraschenderweise fiel als erstes eine Stereoanlage hinten runter – also keine aktuelle – aber falls Sie ein Doppelcassettendeck suchen, ich hätte da eins im Angebot. Ein ganz gutes, eins aus der Zeit, als wieder Cassettendecks gebaut wurden. Außerdem einen EQ, der wiederum ist quasi vintage und morgen kommt noch ein Verstärker dazu. Gehen Sie einfach hier entlang.

Bei dem Versuch, die Dinge zu verkaufen, meldeten sich natürlich als erstes wieder die „ich schick einen Paketboten“-Betrüger und weil offensichtlich noch nicht alle den Trick kennen, hier der Ablauf:

  • Ich stelle irgendwas zum Verkauf bei einem beliebigen Portal ein (am meisten begegnet mir die Methode im facebook Marketplace)
  • Jemand schreibt meist als erstes „Ist der Artikel noch da?“
  • Ich antworte natürlich mit „ja“
  • Er bietet, evtl noch mit Zwischengeplänkel, mehr als den aufgerufenen Preis, wenn man die Ware für ihn reserviert.
    Außerdem kann er leider nicht selbst zum Abholen kommen, sondern schickt einen Paketdienst – denn die holen ja heute auch Ware ab – der dann auch direkt bar bezahlen wird.

Der Trick ist dann der, dass der Paketdienst natürlich noch kein Geld angewiesen bekommen hat, dementsprechend auch nicht bezahlt, aber Druck macht – schließlich hat er einen Auftrag.
In anderen Worten: Diese %&§?X$! haben den Druck auf den Verkäufer outgesourced und schaffen es, mit dem Aufwand einiger Chat-Zeilen, Ware zu bekommen – die dann wahrscheinlich bei Strohmännern irgendwo in Deutschland landet und vermutlich von da aus sofort weiter geschickt wird.

So ab mittags nervös geworden, denn heute Nachmittag stand ein Zahnarzttermin im Kalender und es wird Sie kaum überraschen, dass Zahnärzte und ich kein gutes Verhältnis haben. Kurz vor dem Urlaub hatte ich die Schmerzsprechstunde aufsuchen müssen und heute war Kontrolle. Und weil alles super war und weil ich nichtmal die Notfallmedikamente gebraucht hatte, habe ich mich heute getraut, alleine hinzufahren – Konfrontationstherapie, my ass.
Alles ging gut, ich wurde sogar gelobt und voller Euphorie hängte ich noch einen Besuch bei Ikea dran. Die Schränke, die da in meinem Büro stehen, die haben nämlich auch schon vor zwei Jahren ihren 20. Geburtstag gefeiert und deshalb darf jetzt etwas neues her. Auch Ikea klappte gut und an der Front war das alles also ein sehr, sehr erfolgreicher Tag.

An der FrontWiedereingewöhnung in Deutschland“ wiederum haperts an allen Ecken und Enden. Es sind die vielen kleinen Situationen – „Mikroaggresionen“ sagt man in anderen Zusammenhängen – die mich anstrengen.
Normalerweise würde ich sagen: „Ich muss nachdenken“, aber ich fürchte, wir haben alle Optionen gedanklich durchgespielt und keine Lösung, die ohne Erbe oder Lotto auskommt.

Jetzt gucken wir Halle Berry dabei zu, wie sie die Welt rettet. Bis jetzt nur so mittelgut, aber immerhin Emmerich und wenn es gelegentlich knallt und rumpelt, das lenkt ja auch ganz gut ab.

In halb eigener* Sache noch ein Programmhinweis: Ende des Monats, genauer: Am 31. Juli kommt Julie Weißbach für ein Wohnzimmerkonzert nach Menden. Sie wird erzählen und lesen und singen und ich freue mich sehr darauf, denn ich habe ihr schon diverse Male bei YouTube-Konzerten zusammen mit der von mir ja ebenfalls sehr geschätzten Synje Norland zugeschaut und das war immer toll.
Sollten Sie also in erreichbarer Nähe wohnen, dann kommen Sie doch vorbei, das wird sehr schön. Karten gibts per E-Mail bei Lydia.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

*) Als Julie bei IG schrieb, sie suche Orte für Wohnzimmerkonzerte erinnerte ich mich, dass meine alte Theatervereinkollegin Lydia welche veranstaltet und stellte die beiden einander vor. Aus Gründen, die hier nicht hingehören, wächst meine Rolle bei diesem Konzert gerade und ich hab daran viel Spaß und werde später ausführlicher berichten

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
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Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

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