13.6.2026 – ein Ausflug, ein Ausflug!

Am Wochenende machen wir einen Ausflug, das war schon immer so und so sollte es auch immer sein – Sie kennen das, wenn Sie schon einen Moment hier sind. Ebenso wissen Sie, dass uns da unsere Befindlichkeiten in den letzten Monaten ein wenig reingrätschten; aber: Wir sind ja tapfer und versuchen’s immer wieder neu.
Ich hatte morgens erst noch ein Stündchen einer E-Mail widmen müssen, die schon vor Tagen hätte weg sein sollen, aber kurz vor Mittag brachen wir dann auf nach Köln. Der Grafiker aus der Nachbarstadt hatte uns das Kolumba empfohlen – und Museen, da stehen wir doch drauf. Sogar wenn es kirchliche sind aber die Architektur passt.

Es ist sehr super da, in ganz vieler Hinsicht. Vorweg zur Erklärung: Das Museum gliedert sich quasi in zwei Teile – einmal in ein Loch im Boden und die zeigen in Köln ja immer gleich römisches Leben; so auch hier. Und dann noch ein Kunstmuseum.
Die Architektur ist der Hammer – ich liebe so etwas so sehr, wenn großzügig mit Raum umgegangen wird – dass man mitten in Köln ein Stückchen gräbt und auf einmal in römischen Häusern steht, fasziniert mich eh an jeder Stelle an der man sich das angucken kann. Und auch die ausgestellte und aufgehängte Kunst: Sehr fein, eine bunte Mischung von bekannteren und eher unbekannteren Namen; Bilder, Skulpturen, Design, alles dabei. In einem Raum stand eine leicht überdimensionierte Kugelbahn mit einem Stuhl mitten drin und ich durfte dort Platz nehmen und das Ding sogar von mittendrin in Aktion erleben.
Einen leichten Punktabzug gibt’s nur leider für die Museumsdidaktik, die ein bisschen in den 90ern hängengeblieben ist: man bekommt ein Heftchen mit Fachtexten und darf dann in jedem Raum neu raten, welches Bild denn wohl zu welcher Beschreibung gehört. Einen roten Faden habe ich leider komplett nicht gefunden. Leider, leider ist ja seit ein paar Jahren das Moesgaard Museum* für mich vor allem didaktisch der Goldstandard und nun, da ist in Köln noch etwas Luft.
Ach, apropos „Gold“ – wenn man beginnt, zu überlegen, wie viel Geld die Kirche hat, um so ein Museum aufzubauen, … lassen wir’s.

*) ich weiß, Sie wollen mein Gejubel gar nicht mehr lesen. gehen Sie bitte also rüber zur Frau Frische Brise, die hat einen Besuch im Moesgaard nämlich besser beschrieben als ich es jemals könnte. Hier (ca ab der Mitte)

Wir suchten dann noch ein französisches Café auf und führten uns feine Fett-Zucker-Mischungen zu und waren am frühen Abend wieder zu Hause.

Gleich wieder Fußball, ach apropos, gestern Abend hatte ich doch noch eine kleine Drehbuch-Idee:

idee für eine hollywood-dystopie: quasi faschistischer führer eines landes lädt die ganze welt zu einem sportereignis und infiziert bei einreise der sportler alle handys, um total simpel zugriff auf die infrastruktur der ganzen welt zu bekommen.

Schön, dass Sie hier sind.

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