Lieb gemeinter Hinweis an alle Lehrkräfte da draußen: Wenn Sie – wie Berufs-typisch – mal irgendein Zwicken in Nase, Hals oder Stirnhöhle von der Arbeit mit nach Hause bringen und es nach einem schlaffen Abend und einer Nacht mit genug Schlaf dann aber eigentlich-auch-schon-nicht-mehr so zwickt, halten Sie doch gern trotzdem ein Meterchen oder zwei Abstand von den Liebsten zu Hause. Könnte ja sein, dass deren Immunsystem ein bisschen müde ist oder mit den jeweiligen Erregern noch nicht trainiert hat.
In other words: Was haste denn 2026 so gemacht, Christian? – Och, ich war krank oder hab meinen Server gerettet. – Oh. Auch was gearbeitet? – Frag nicht.
Szenen einer Ehe mit neurodivergenten Beteiligten:
– Was guckste denn so komisch?
– Ich hab gerade im Rhythmus von „Viva La Vida“ gekaut und jetzt habe ich einen Ohrwurm
– Oh
– Sachichdir
Ein neuer Aspekt der Kategorie „Man kann mit dem, was heute als »KI« verkauft wird, unter ethischen Gesichtspunkten nicht arbeiten“:
Ich sah die aktuelle Werbung für Ariel Pods im Fernsehen und daneben, dass ich wie immer leicht genervt war, fiel mir auf, dass ich den weiblichen Teil des Duos irgendwie aus einem eher positiven konnotierten Kontext* kannte. Nun, dafür wurde Google erfunden mit einer präzisen Anfrage das beste Ergebnis bekommen:

„KI“ hingegen ist dummerweise dafür erfunden, die durchschnittlichste Antwort zu geben und wenn wir in einem durchschnittlichem frauenfeindlichen System leben, dann ist eine KI-Antwort halt eben auch frauenfeindlich.
Dass ich explizit nach „Schauspielerin“ gefragt habe ist halt nicht so wichtig; wer fragt schon nach Schauspielerinnen?**
*) Ach ja. Von Insta aus Frau Jahnkes Kanal. (Musse vielleicht von hier sein, um das lustich zu finn.)
**) also anders als in der Kombination „$vorname $nachname sexy“ in der Bildersuche, ist klar.
Passend dazu prognostiziert Alex Karp, CEO des Datenanalyse-Unternehmens Palantir, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die gesellschaftlichen Machtverhältnisse verschieben werde:
Seiner Ansicht nach werde die Technologie die wirtschaftliche und politische Macht von „hochgebildeten, oft weiblichen Wählern, die meist die Demokraten wählen“, verringern.
tagesspiegel.de:
Diese würden künftig „schlechtere, weniger interessante Jobs“ haben. Zugleich werde sie die Macht von „Menschen in Ausbildungsberufen, überwiegend männlichen Wählern der Arbeiterklasse“, erhöhen, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender CNBC.
[…]
„Karps Botschaft ist unmissverständlich: Meine Technologie wird einem eurer größten Feinde – liberalen Frauen mit Hochschulabschluss – politisches Kapital entziehen und einer eurer bevorzugten Bevölkerungsgruppen – Männern aus der Arbeiterklasse – mehr politische Macht verschaffen“, analysiert etwa der Autor Malcolm Ferguson.
„Wird hochgebildeten, oft weiblichen Wählern schaden“: Palantir-Chef Alex Karp prognostiziert politische Umwälzungen durch KI-Revolution
Tja, schade, Schokolade, liebe Leserinnen – oder was??
(Männer ausnahmsweise nicht mitgemeint)
Weil mich – als bisher fast immer early adoptor – mein blankes Entsetzen über den kritiklosen Einsatz von „KI“ schon auch manchmal erstaunt, habe ich viel darüber nachgedacht, wann aus mir eigentlich jemand geworden ist, dem man auf den ersten Blick das Wörtchen „technologiefeindlich“ anpappen könnte.
Habe dann aber gemerkt, dass das auch nur ein Kampfbegriff ist, der sagt: „Stell nicht so viele anstrengende Fragen, ich will damit jetzt Kohle machen und nicht darüber nachdenken; ich bin schließlich ein Tech-Unternehmen und kein Philosophen-Club“.
In other words: Der gleiche Scheiß wie der „wir wollen technologieoffen“-Dreck der CDU.
Was hätten wir uns ein paar Technologiefeinde mehr gewünscht, als wir uns die Welt mit AKWs voll gebaut haben.
Wir hingegen haben uns gestern Abend mal ein bisschen Grundlagenwissen angeeignet. Das war sehr gut organisiert, gut strukturiert und sehr informativ*.

Während des Webinars darüber nachgedacht, dass – meinem bescheidenen physikalischen Wissen nach – ja sowohl Windkraft- als auch Sonnenkraft-Gewinnung dem Wind bzw der Sonnenstrahlung ja Energie entzieht. Es wird ja – entgegen dem Begriff – gar keine Energie gewonnen, sondern umgewandelt.
Und – wie gesagt: „bescheidenes“ physikalisches Wissen – diese Energie fehlt dann ja (im Vergleich zur Situation ohne Windkraft- & Solaranlagen – dem Wind und der Sonne irgendwo und mich würde interessieren, in welchen Maßstäben das passiert.
Sprich: Müsste sich mal jemand ausrechnen, ob wir damit unserem Lebensraum auch schaden oder sind die Entnahmen viel zu klein? Ist jetzt, zu Beginn, exakt der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, wie groß diese Entnahmen werden dürfen, bevor wie wieder alles kaputt machen? Oder ob es nicht doch der wirksamste Lebensraumschutz ist, möglichst wenig Energie in Handy-Daddel-Zeit umzuwandeln?
Wenn Sie da Zahlen, Fakten, Wissen** haben: gern her damit.
*) Und einen Bonuspunkt gibts für die souveräne, klare aber in keiner Silbe abwertende Reaktion des Vortragenden, als im Chat die Frage nach der Minderung der Schlafqualität durch die vielen Kabel auf dem Dach kam.
**) Ach ja: Mit einer Gründen Fundi-Frau, die mir erklärte, das sei Quatsch – das sei ja alles voll natürlich und könne deswegen nicht schlecht sein hatte ich diese Unterhaltung schon. Solche Kommentare können wir uns allen also ersparen.
Gleich aus Gründen Lets Dance, damit ich morgen dann vielleicht mal wieder was kulturpessimistisches zu erzählen habe.
Schaffen wir die 3000 Streams?
Das neue Album CIRCLES & SQUARES.
Seit dem 26.1. auf diesen und allen anderen Streaming-Diensten.


Die Energieentnahme ist einerseits sehr gering (um die 20% von dem was sonst wahrscheinlich das Dach erwärmen würde) und sie verschwindet ja nicht, sondern wird in den meisten Fällen nur etwas später wieder zu Wärme, etwa wenn sie zum Betreiben der elektrischen Geräte verwendet wird.
20% finde ich gar nicht so wenig, die Rückführung in Wärme ist allerdings für mein ungebildetes Hirn ein Argument.
Wenn du ein begrüntes Dach hast, sind 20% wahrscheinlich viel (wobei es viele Pflanzen gibt, die weniger direkte Sonne bevorzugen; irgendwo im Hinterkopf, dass bei manchen Pflanzen unter Freiflächensolar mehr Ertrag war), aber meist ist nicht einmal das ganze Dach bedeckt. Und dass die Sonne nicht auf Pflanzen sondern auf das Dach kommt, hat wahrscheinlich schon einen größeren Einfluss als das was die PV davon wieder reduziert.
Ich ergänze ganz fix noch ein Wort, das in meinen Gedanken oben fehlte: „Schmetterlingseffekt“
Von einer Abschwächung des Windes durch Windräder habe ich neulich tatsächliche in einem Podcast zu Offshore-Windparks gehört (weiß nicht mehr genau wo, es war auf jeden Fall eine Fachfrau).
Bei Photovoltaik vermute ich: Absorption/Verbrauch durch Solarzellen dürfte dazu führen, dass weniger Wärme abgestrahlt wird – was ja nicht unbedingt schlecht wäre!(in welcher Größenordnung, kann ich nicht einschätzen).
Genau den Gedanken hatte ich auch!
Allerdings hält sich die Versiegelung durch Photovoltaik ja eher in Grenzen, wenn man es global betrachtet.
Was den Wind angeht: Wir Menschen bauen auch Häuser, an denen sich der Wind bricht und seine Bewegungsenergie umgewandelt wird.
Danke für den Hinweis auf die Photovoltaik. Da hatte ich diese Gedanken noch nicht.
Wohl aber zu Windkraftwerken.
Wie ist das eigentlich mit der Geothermie? Wo kommt diese Wärme her? Könnten wir damit die Plattentektonik o.ä. aus dem Tritt bringen oder sind diese Befürchtungen von der Größenordnung her einfach nur lächerlich?
Ich geh dann mal Antworten suchen…
Im Prinzip ist es ja überall gleich: Wir entziehen einem System Energie. Und diese Energie hat bos jetzt irgendwas gemacht. (Klima, Terraforming, waswissenwirdenn?)
Aber die Frage, ab welcher Menge etwas schädlich für unseren Lebensraum ist, die finde ich spannend – schon weil die Geschichte der Industrialisierung bis hierhin durchgängig eine ist, in der die Regel galt „ach, ist doch gar nicht so viel / so schlimm“. Oder, alternativ die generelle Regel „ist mir egal“
Und im Ernst: Wer hätte über Haarspray und Kühlschränke gedacht, dass sie einfach mal ein Loch in unsere Atmosphäre reißen?
Deswegen denk ich nach.
Geothermie kann durchaus negative Folgen haben, wenn z.B. Gegenden unter der Erde trocken werden. Es können giftige Mineralien gelöst werden usw. Bisherige Schäden sind aber nicht durch die Entnahme der Wärme, sondern durch die Bohrungen selber entstanden (z.B. in Staufen).
Die Wärme weit unter unseren Füßen würde nach und nach eh im Weltraum verschwinden. Wenn man sich die gewaltigen Massen flüssigen Gesteins (Magma) vor Augen hält, die es da gibt, dann ist das, was wir Menschlein da entnehmen können, wirklich nicht der Rede wert.
Von Plattentektonik mal ganz zu schweigen. Ich kann mir keine menschengemachte Kraft vorstellen, welche die beeinflussen könnte. Nicht vergessen: Plattentektonik ist die Kraft, welche Gebirge auffaltet!