12.6.2019

Eine der erstaunlichsten Dinge am menschlichen Gehirn ist ja, dass es Erinnerungen vor sich selber verstecken kann. Sprich: Es guckt auf sich selbst und befindet: Alles in Ordnung.
Ich finde das eine ganz gehörige Leistung, sich selbst einen blinden Fleck zu bauen der auch genauerem Hingucken lange standhält.
(Glauben Sie mir: Wenn man dann aus Versehen doch hinschaut, dann ist das Erstaunen bei allen Beteiligten groß)

Den Tag verbrachte ich heute damit, mein Lieblings-CMS um eine kleine Glossar-Funktion zu erweitern. Vorteil: Es gibt für jeden Begriff im Glossar eine eigene Seite. Viele Themen-Seiten, Sie ahnen schon: Google freut sowas extrem.
Das CMS kann automatisch jeweils das erste Vorkommen eines Begriffs mit einer beliebigen Seite verlinken und so wäre das Glosar eigentlich schon fertig; ich war aber nicht zufrieden und hab noch etwas Javascript dazischen gebaut. Ergebnis: Beim MouseOver über einen Begriff aus dem Glossar klappt erstmal eine Kurz-Info auf und wer will kann sich dann noch zur Definitionsseite weiter klicken.
Das bedeutet viele thematische Seiten, viele interne Links auf der SEO-Seite – und einen nicht gestörten Lesefluss beim User.
Ich kann mir über so etwas lange Gedanken machen, denn ich denke, das sind die Details die eine Website zu einer guten machen.

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Kommen wir zu den Leseempfehlungen.

Haben wir den Kampf gegen die Fake-News bereits verloren? Nein, wenn wir zum Beispiel nach Finnland blicken. Dort wehrt man sich ebenso tapfer wie erfolgreich gegen Missinformationen. […] Die Anti-Fake-News-Initiative richtet sich dann auch an das komplette Volk: Egal, ob Studenten und Schüler, Lehrer, Journalisten oder auch Politiker — jeder in Finnland lernt, wie man falsche von tatsächlichen Nachrichten unterscheiden kann.

mobilegeeks.de: Finnland macht vor, wie man den Kampf gegen Fake-News gewinnt

3 Kommentare

  1. Wobei das ständige Weggucken unglaublich viel Kraft kostet. Ich hatte jahrzehntelang so einen blinden Fleck und das Wegdrücken und Leugnen war sehr, sehr teuer für mich.
    Umso wichtiger ist es, diese blinden Flecke dann doch zu entdecken! Man muss ja nicht ständig an alten Wunden herumdrücken, aber sie zu ignorieren ist nur schädlich.

    PS: Danke für den Lesehinweis. Das macht Hoffnung. Wenigstens ein ganz klein wenig.

  2. @Flusskiesel: Ach so, ja, die kenne ich auch, diese blinden Flecken – aber die meine ich nicht; die würde ich eher Verdrängung von Fakten nennen.
    Es gibt auch, dass einfach eine Erinnerung, also eine gewisse Zeitspanne einfach weg ist.

  3. @jawl: Ah! Jetzt verstehe ich! Ich habe das bei ganz bestimmten Namen. Die kann ich mir einfach nicht merken und weiß überhaupt nicht, warum. Liegt nicht an den Menschen hinter den Namen sondern mein Gehirn scheint sich einfach zu weigern, diese zu speichern.

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