10.9.2020

Eine der spaßigen Nebenwirkungen meiner Arbeit ist, dass ich auch den ganzen Spam meiner Kundinnen bekomme. Also nicht den blind millionenfach rausgeballerten Casinospam, sondern den anderen. Den, wenn ein Mittelständler bei einem Adresshändler für teures Geld eine Charge „qualifizierte Adressen in ihrer Zielgruppe“ gekauft hat und jetzt frohen Mutes und bar jeder Ahnung über aktuelle Gesetzeslagen Mails verschickt.

Meist – so reime ich mir das zusammen – grasen die Bots dieser Adressbroker nämlich einfach die Websites ab, bis sie eine E-Mail-Adresse finden und folgen dabei jedem Link. Meine eigene Website steht immer im Impressum und auf der ersten Seite bei mir steht eine E-Mail-Adresse. Und so bekomme ich liebevoll personalisierten Spam für Restaurants und Baugesellschaften, für Car-Wrapper und Parteien. Für Kugelschreiber und Softwarelösungen, für Grünpflanzen und Klimaanlagen, für Werbeschilder und Chefsessel.
Meine Filtersysteme zwischen Auge und Hirn sind inzwischen ziemlich gut darin, das ungelesen zu löschen, aber heute Morgen musste ich doch kurz schmuzeln.

Der Filter funktionierte allerdings gut genug, dass ich nicht weiß, was er oder sie mir eigentlich anbieten will in diesem knackigen Telefonat.

Nachdem ich gestern einen Tag mein Mailprogramm einfach komplett ignoriert hatte kann ich Ihnen jetzt sagen, wie viele Mails ich am Tag bekomme. Meine Schätzung, dass es knapp dreistellig sein müsste hat sich bestätigt.
Die Zahl der wichtigen ist dabei weiterhin im einstelligen Bereich.
Erfolgreich die Löschen-Taste benutzt.

Von zehn bis zwei nach langer Zeit endlich mal wieder mit der kleinen Schwester telefoniert. Der Alltag hatte uns lange davon abgehalten. Note 2 Me: Wieder mehr Energie darein stecken, Kontakt zu geliebten Menschen zu halten.

Spätachmittags mit der Liebsten zum See gefahren. Für Sie ist das vielleicht keine so große Sache, aber für mich, nach vielen Jahren die ich nur zwischen Schreibtisch, Tisch und Bett pendelte ist das ’ne super Sache, dass die Runde um den kleinen See inzwischen einfach so, strammen Schrittes ohne Probleme möglich ist.


Musiktipp des Tages: Mariama mit Love, Sweat and Tears


Holy forkin’ Shirt. Diese Menschen unterrichten Eure Kinder:

Unsicherheiten treten beim eigenen Wissen über das Mediensystem in Deutschland auf. So meinen 40 Prozent der Lehrkräfte, Medien hätten die Aufgabe, die Bevölkerung für bestimmte Anliegen zu mobilisieren.

Im Osten hat rund die Hälfte der Lehrkräfte kein großes Vertrauen in die Medien, im Westen sind es 22 Prozent. 19 Prozent der Lehrkräfte insgesamt glauben, dass viele Nachrichten, die eigentlich wichtig sind, verschwiegen werden und nur in sozialen Netzwerken zu finden sind.

bdzv.de: Allensbacher Studie zur Nachrichtenkompetenz
(via Franziskas Newsletter*)

*) Transparenz-Dings: Ich arbeite für Franziska, bin aber für den Link weder beauftragt noch bezahlt und lese den Newsletter aus und mit Interesse.

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

Die Website benötigt Cookies. Ich nutze Matomo, um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Matomo ist lokal installiert, es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookies gesetzt. Auf Anforderung können Sie zB Videos ansehen, die dann weitere Cookies setzen.