10.9.2019 – Allmähliche irgendwas

Ich will nicht sagen, dass diese tiefe Müdigkeit wirklich besser geworden ist – aber heute war es möglich, nach dem Verlassen des Schreibtischs noch so etwas wie ein normales Leben zu führen. Das war schön.
Nichts besonderes, nur zwei Runden um den Teich, das Auto der Liebsten waschen und putzen fahren, ein normales Abendessen jagen, ein bisschen blödes Fernsehen.

Zusammen lange über Arbeit nachgedacht, also so im großen Zusammenhang. Hier im Haus stoßen ja ein Freiberufler im digitalen Dings und eine Lehrerin aufeinander.
Ersteren unterstellt man ja, dass sie ganz vorne sind, zweiteren eine gewisse konservative Grundhaltung, verbrämt mit verwöhntem Beamtentum.
Beides nicht unbedingt ganz falsch, aber ich zum Beispiel muss ja nun auch erst einmal abchecken, wie die Kunden das wollen und dann versuchen eine Mitte zu finden. Eine Mitte zum Beispiel zwischen der stockkonservativen Agentur, die deutlich angesäuert reagiert, wenn ich um fünf nach neun „noch nicht am Platz“ bin und den hippen Digitalnomaden die immer arbeiten und auch mal samstags um elf Uhr Abends im Messenger anbimmeln.
Ich hatte am Sonntag auf der Fahrt endlich mal alle Folgen von Frau Nessys Podcast nachgehört und hatte kräftig was zu denken. (Danke dafür!)

Und auch sie muss sich deutlich mehr bewegen als das aussieht, wenn man nur von außen auf die Schule schaut. Und hängt dabei natürlich ebenso zwischen den Vorstellungen von geschätzt 50 Elternpaaren mit (45% Helikoptern!), einer Schulleitung, einem Schulrat, einer Landesregierung, 25 Kolleginnen und einer eigenen Vorstellung.

Ein Ergebnis hatten wir nicht, aber ich halte einen Abgleich zwischen den Welten hin und wieder für unfassbar wichtig. Für sich selbst, für die andere, für alle. Standortbestimmung, Profil schärfen, Meinungsaustausch (also nicht so wie auf Twitter sondern echt)

Die Uhr sagt mir, dass ich aktuell so um die achteinhalb Stunden lang jede Nacht schlafe; ausgeschlafen fühlt sich hier aber niemand.
Morgen hab ich den Termin bei der Ärztin und krieg meine Blutwerte gesagt. Ich bin sehr gespannt und muss gestehen, dass ich auf einen sehr niedrigen B12-Wert hoffe. Das wäre die einfache Lösung und wäre durch ein paar Nahrungsergänzungsmittel in den Griff zu bekommen.

Quasi nur Krankheitsjammercontent. Wie so’n alter Mann.

In former days großspurig angekündigte Artikel sind übrigens quasi fertig. Sie reifen nur noch und harren einer Endabnahme.

6 Kommentare

  1. Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich ebenfalls von so einer seltsamen Dauermüdigkeit niedergehalten. Es stellte sich heraus, dass es sich (neben dem üblichen psychsomatischen Kram in meinem Kopf, der ja eh immer da ist) um einen Vitamin-D-Mangel handelt.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass die Ursache ähnlich profan ist!

  2. Nun, das klingt ja beruhigend. Darf ich — rein interessehalber — mal nach der Dosierung fragen?
    Ein guter Freund ich haben über das Thema nämlich letztens diskutiert.

  3. @flusskiesel:
    Ich hab 1.000er, die ich täglich nehmen soll. Auf Twitter kam sofort der Hinweis, das wäre zum Aufbau aber etwas wenig.
    Die Liebste, eine Kaste über mir versichert hat 10.000er, die sie zweimal die Woche nehmen soll.
    Und was habt Ihr so diskutiert, wenn ich zurückfragen darf?

  4. @jawl
    Ich soll auch erst einmal 1.000 nehmen. Mit meinem Freund haben wir ebenfalls die Dosis diskutiert. Er meint auch, man soll mehr nehmen.
    Ich bleibe aber erst einmal bei den 1.000 Einheiten und in ein paar Wochen schauen wir, wie sich die Werte verändert haben.

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere