10.6.2026 – the truth, the whole truth and nothing

Die Tage verschwimmen in Arbeit und kurzen Nickerchen dazwischen und abends Medienkonsum und Müdigkeit. Das ist gut für den Berg an Arbeit, der tatsächlich kleiner wird und wie weit es gut für die Gesundheit ist, das muss ich sorgsam abwägen.
Heute unterbrachen wir den Rhythmus, um mittags ein paar Reisrollen am See zu uns zu nehmen, denn heute vor ein paar Jahren hatte ich ein Erlebnis das ich im Nachhinein als zweiten Geburtstag definierte. Und der sollte dann doch auch mal gefeiert werden.

Außerdem trauten wir uns in die Suburbs of our Kaff und trafen auf die örtlichen Gangs, die gerade vor ihren WholeWalls posierten.

Viel spannender: Vor ein paar Tagen postete jemand bei mastodon folgende Frage:

„Maria and Peter are students and meet up for a late dinner. Peter asks Maria whether Tom is at the party that they intend to go to after dinner. Maria answers that Tom is at the party. But Maria is just guessing, she hasn’t heard from Tom whether he would come or not. When they arrive at the party, it turns out that Tom is indeed at the party. Was Maria’s answer true or false?“

„Maria und Peter sind Studenten und treffen sich zu einem späten Abendessen. Peter fragt Maria, ob Tom auf der Party ist, zu der sie nach dem Essen gehen wollen. Maria antwortet, dass Tom auf der Party ist. Aber Maria rät nur – sie hat von Tom noch nicht gehört, ob er kommen würde oder nicht. Als sie auf der Party ankommen, stellt sich heraus, dass Tom tatsächlich dort ist. War Marias Antwort wahr oder falsch?“

Denny Vrandečić

Für mich war die Antwort klar, aber heute war die Umfrage beendet und 63% derer, die geantwortet haben, fanden, dass sie die Wahrheit gesagt hat. Oder anders: Für diese Menschen ist nicht die Haltung wichtig, sondern das Ergebnis und das hat mir dann ja auch wieder einiges erklärt.
Ich stehe da vollkommen auf der anderen Seite: Für mich ist die Haltung, die ein Mensch hat, quasi das allerwichtigste. Aber das überrascht Sie jetzt vermutlich nicht.


Kopf zu voll? Vor lauter Aufgaben nicht zum Arbeiten gekommen? Kenn ich. Sie auch? Dann gibts hier eine ganz interessante Methode, die nicht doof klingt:

du schreibst alles, was dir durch den Kopf geht, ungefiltert auf. Und machst damit Platz für das, was gerade wirklich dran ist.
Kein Sortieren. Kein Bewerten. Kein System. Erst raus damit.
Braindumping ist kein Brainstorming. Beim Brainstorming sammelst du Ideen zu einem bestimmten Thema. Beim Braindumping leerst du deinen Kopf, ohne Agenda, ohne Ziel.

Janneke Duijnmaijer:
Braindump für Selbstständige: Was tun, wenn dein Kopf zu voll zum Arbeiten ist?

Ich kann über diese Geschichte nicht lachen. Sie ist zwar nicht von mir, aber die erste Hälfte ist mir natürlich schon diverse Male passiert.


Schlechte Nachrichten für uns alle:

Was wissen wir nun? Wir wissen, dass Google die Offenheit des Web nur solange nutzt, solange es seine KI damit trainieren kann. Wir wissen, dass Google den fiktiven Vertrag – unsere Arbeit gegen Google-Traffic – nicht nur einseitig gekündigt, sondern auch alles unternommen hat, um den Wechsel von Google ins offene Web zu unterbinden. Und wir wissen, dass Google Geld verdienen muss. All das zusammengenommen ergibt ein Resümee, das auf gut Österreichisch „schiach“ ist:

Die Werbung steht zukünftig nicht neben der Antwort. Sie ist die Antwort.

Michael, mkln.org:
Endgültige Auflösung der Fiktion eines Google-Vertrags

Oder anders: Glauben Sie einfach nichts mehr, was auf einem Bildschirm steht.


Programmieren und Umweltschutz? Jaja:

Und plötzlich ist „UX“ nicht nur die Frage, ob ein Button 44 Pixel hoch ist, sondern auch, ob ein Button 44 Pixel CO₂e hoch ist.

Henning Fried auf heise.de:
Wegwischen – Die unsichtbaren Kosten der Reibungslosigkeit

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für ihren Blog im Allgemeinen und die diversen Links von heute im Besonderen.
    Für nen Dummie wie mich sind diese Beiträge nicht geschrieben, aber ich habe doch (nach einigem Suchen und Nachschlagen) das ein und andere verstanden.
    Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wie ich diese (wenngleich rudimentären) Erkenntnisse in mein Benutzerverhalten integriere. – Autoplay bei YouTube war schon deaktiviert, aber da gibt es sicher noch mehr.

Kommentare sind geschlossen.

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